Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)

Leitbild

Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) ist ein zentrales Forschungsinstitut der Technischen Universität Berlin. Es wurde 1995 an der TU Berlin mit dem Auftrag gegründet, bei der Entwicklung und Gestaltung neuer Technologien und in deren Anwendungskontext  frühzeitig gesellschaftliche Belange einzubeziehen.

Inhaltliche Ausrichtung

Wir erforschen und begleiten Prozesse des gesellschaftlichen und technologischen Wandels, die auf aktuelle komplexe Probleme, Krisen und Trends, insbesondere an den Schnittstellen verschiedener gesellschaftlicher Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft reagieren. Diese Transformationsprozesse sind oft durch hohe Unsicherheit und drängenden Handlungsbedarf, gleichzeitig aber auch durch disruptive Innovationspotenziale, gekennzeichnet.

Schwerpunkte der Forschung ist die Analyse

  • der Genese und Entwicklung von sozialen und sozio-technischen Innovationen und deren Rolle in Prozessen gesellschaftlichen Wandels,
  • der Rolle von Partizipation, zivilgesellschaftlichem Engagement und sozialen Bewegungen sowie der
  • der Governance von Veränderungsprozessen im Zusammenspiel verschiedener Ebenen (kommunal, regional, national, international etc.).

Neben einer kritischen Erforschung von Innovationen und Innovationsprozessen stellen die Projekte häufig Ziel- und Transformationswissen für die Gestaltung von Lösungsansätzen und Veränderungsprozessen bereit. Als normativer Bezugsrahmen für unsere Forschung dient ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis, das sowohl Aspekte der Demokratieförderung und der Sensibilität für Diskriminierung als auch ethische Fragen der Entwicklung und des Einsatzes von Technologien umfasst.

Wir entwickeln unsere thematischen Forschungsbereiche kontinuierlich weiter. Neben der Erarbeitung von Gestaltungsperspektiven greifen wir auch die damit verbundenen übergeordneten gesellschaftlichen Fragestellungen auf. Die Mitarbeiter*innen des ZTG sichern dabei mit ihrer Expertise gleichzeitig Kontinuität und Aktualität im jeweiligen Forschungsfeld.

Die thematischen Forschungsbereiche im ZTG sind:

  •     Klima und Energie
  •     Landnutzung und Konsummuster
  •     Mobilität und Raum
  •     Sicherheit - Risiko - Kriminologie
  •     Soziale Bewegungen - Technik - Konflikte
  •     Methoden transdisziplinärer Forschung
  •     Nachhaltigkeit
  •     Partizipation
  •     Governance und Innovation

Forschungstyp

Um die notwendige Vielfalt der Perspektiven für die Bearbeitung dieser Fragestellungen zu gewährleisten, arbeiten wir überwiegend in inter- und transdisziplinären Projekten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Synthese von heterogenen Wissensbeständen aus verschiedenen Disziplinen (z.B. Natur-, Technik-, Planungs- und Sozialwissenschaften) als auch der Praxis (z.B. Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik). Wir legen dabei Wert darauf, systematisch die methodische Vorgehensweise  sowie die Qualität und Wirkung inter- und transdisziplinärer Forschung zu reflektieren und uns an der Weiterentwicklung von Methoden partizipativer und transdisziplinärer Forschung (z.B. Konstellationsanalyse, Wirkungsreflexion, menschzentrierte Technikentwicklung) zu beteiligen.

Arbeitsweise und Organisation

Der Anspruch des ZTG ist es, intensiv mit Fachgebieten verschiedener Fakultäten in inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten zu kooperieren.

Geschichte des ZTG

Das ZTG blickt auf eine fast 30-jährige Geschichte zurück. Mehr zur Entstehung und der Entwicklung des ZTG können Sie hier lesen.