Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)

Geschichte des ZTG

Von der Gründung nach dem zweiten Weltkrieg bis heute zieht sich ein roter Faden durch die Geschichte der TU Berlin, der die Ausrichtung auf gesellschaftliche Herausforderungen und Verantwortungsübernahme begründet. Nach eingehender Befassung mit der Notwendigkeit disziplinenübergreifender Forschung seit den späten 1980er Jahren hat der Akademische Senat der TU Berlin am 7. Dezember 1994 die Einrichtung des Zentrum Technik und Gesellschaft als fachbereichsübergreifenden Forschungsschwerpunkt (FSP) beschlossen.

Am 1. Dezember 1995 nahm das ZTG unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel seine Arbeit auf. Nach mehreren Evaluationen, die die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung betonten und den Erfolg des Zentrums konstatierten, wurde das ZTG im September 2003 ein fester Bestandteil der TU Berlin. Neben der fachübergreifenden Zusammenarbeit hat das ZTG bereits sehr früh transdisziplinäre Forschungsprojekte initiiert und sich auch international als Kompetenzzentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung etabliert. Meilensteine hierfür war u.a. die Koordination oder Beteiligung an mehreren Nachwuchsgruppen im Rahmen des Sozial-ökologischen Forschungsprogramm des BMBF, in denen die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit inhaltlich und methodisch weiterentwickelt werden konnte. Ausdruck hierfür sind die frühe Veröffentlichung von Handbüchern und Artikeln zu diesem Forschungsmodus, an denen die Geschäftsführer*innen Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel und Dr. Susanne Schön mitgewirkt haben.

Seit dem Jahr 2014 leiten Dr. Gabriele Wendorf und Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer das ZTG.

Das ZTG wird seit seiner Gründung von einem interdisziplinär besetzten Wissenschaftlichen Rat unterstützt und begleitet. Während die Leitung des ZTG und das Sekretariat von der TU Berlin getragen werden, sind alle wissenschaftlichen Mitarbeitenden durch Projekte verschiedener Förderer finanziert (insb. BMBF, andere Ministerien und EU).

Mittlerweile arbeiten und forschen in den wechselnden drittmittelfinanzierten Projekten etwa 50 Personen in der Leitung von Projekten, als wissenschaftliche oder studentische Mitarbeitende oder als Gäste. Ihr disziplinärer Hintergrund reicht dabei von Ingenieurwissenschaften unterschiedlicher Fachgebiete über Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, bis hin zu Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Kulturwissenschaft oder Informatik.

Leitbild

Das ZTG wurde mit dem Auftrag gegründet, bei der Entwicklung und Gestaltung neuer Technologien und in deren Anwendungskontext frühzeitig gesellschaftliche Belange einzubeziehen.

Arbeitsweise und Organisation

Der Anspruch des ZTG ist es, intensiv mit Fachgebieten verschiedener Fakultäten in inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten zu kooperieren.