Urban Water Interfaces
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Unser Qualifizierungsprogramm

Wir wollen hochqualifizierte Promovierende ausbilden, die über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um als unabhängige Forschende oder Fachleute in der Wissenschaft, der technischen Praxis, der Industrie oder der Verwaltung international konkurrenzfähig zu sein. Daher haben wir ein strukturiertes, speziell zugeschnittenes Qualifizierungsprogramm eingerichtet.

Die in UWI behandelten Forschungsthemen erfordern einen starken multi- und/oder interdisziplinären Ansatz. Daher bettet UWI die Promovierenden in einen interdisziplinären wissenschaftlichen Rahmen ein, der von einem Team von Betreuerinnen und Betreuern aus einem breiten Spektrum natürlicher und technischer Schnittstellen in städtischen Wassersystemen unterstützt wird.
Ziel von UWI ist es, unabhängige und kritische Forschende auszubilden, die über ein breites theoretisches Wissen, ein fundiertes Methodenwissen und -können sowie die Fähigkeit verfügen, individuelle Forschungsstrategien zu entwickeln und an Kooperationsprojekten teilzunehmen.

Daher sollten alle Promovierenden

  • einen gut definierten Wissensstand in den Bereichen Wasser- und Umwelttechnik, Naturwissenschaften und Ökologie erreichen
  • auf interdisziplinäres Arbeiten vorbereitet werden
  • dazu befähigt werden, relevante Probleme in ihrem Forschungsgebiet zu erkennen und selbstständig an deren Lösung zu arbeiten
  • für die internationale Zusammenarbeit und den Austausch geschult werden und
  • Präsentations-, Rhetorik- und interkulturelle Kompetenzen vermittelt bekommen.
© UWI

Alle Promovierenden werden von ihrem jeweiligen Betreuungsgremium (Board of Supervisors, BoS) begleitet und beraten.

Angesichts des interdisziplinären Charakters von UWI mit einer breiten und vertieften Ausbildung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften werden die Absolventinnen und Absolventen hervorragend auf interdisziplinäre und internationale Tätigkeiten vorbereitet sein. Sie sind gute Kandidatinnen und Kandidaten für Postdoc-Stellen im akademischen Bereich, die einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Festanstellung darstellen. Sie haben sehr gute Chancen auf Stellen in der Ingenieurpraxis (z.B. in Ingenieurbüros und Beratungsunternehmen), in der Industrie (z.B. in der Wasserplanung, Wasserversorgung, Abwasserbehandlung) oder in der Verwaltung (Bundes- oder Landesämter).

Studienprogramm

Das primäre Ausbildungsziel dieses fokussierten interdisziplinären Graduiertenkollegs (GRK) ist es, ein gemeinsames grundlegendes Verständnis der städtischen Wasserschnittstellen aus den Bereichen Wasser- und Umwelttechnik, Naturwissenschaften und Ökologie zu erreichen. Dazu findet für die Promovierenden ein Orientierungsseminar statt, sie belegen Kern- und Wahlkurse, vertiefen ihre Fachkenntnisse und nehmen an Workshops und Seminaren teil. Alle Teile des Studienprogramms sind für die vom GRK finanzierten Promovierenden obligatorisch. Im Laufe der Promotion müssen die DoktorandInnen mindestens 18 ECTS (European Credit Transfer System) erwerben. Den KollegiatInnen wird die Teilnahme an den Kursen und Seminaren empfohlen, sie ist aber nicht verpflichtend.

  • Orientierungsseminar

Für jede neue Generation von Doktoranden wird ein Orientierungsseminar/ein Begrüßungsworkshop organisiert, in dem grundlegende Kenntnisse über urbane Wasserschnittstellen vermittelt werden, ergänzt durch ein Rahmenprogramm.

  • Kurse

Core Courses

Alle UWI-Promovierenden müssen die drei Herzstücke unseres Qualifizierungsprogramms, die UWI Kernkurse (Core Courses) besuchen, die zusammen 9 ECTS umfassen. Diese Kurse wurden für UWI neu entwickelt, um sicherzustellen, dass alle Promovierenden eine grundlegende gemeinsame Ausbildungsbasis in diesen Bereichen erhalten und ein ähnliches Niveau an Grundwissen in den verschiedenen Disziplinen erreichen.

Wahlkurse und Seminarreihen

Zusätzlich können die Promovierenden Kurse wählen, die von den PIs unterrichtet werden und hauptsächlich aus den Masterstudiengängen Umweltingenieurwesen, Bauingenieurwesen und Stadtökosystemwissenschaften stammen. Darüber hinaus halten eingeladenen GastdozentInnen Vorträge.

Jede Kohorte von Promovierenden wird in die "Gute wissenschaftliche Praxis" und in die "Nachhaltige Datenarchivierung" eingeführt. Zu diesem Zweck wurde die "Resolution zur Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis" innerhalb des DFG-Graduiertenkollegs UWI auf der Grundlage der "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aus dem Jahr 1998, einschließlich der Änderungen aus dem Jahr 2013, entwickelt. Alle Promovierenden müssen durch Unterzeichnung eines offiziellen Dokuments versichern, dass sie mit diesen Regeln vertraut sind.

  • Workshops

Workshops zu Themen, die für die Promovierenden von besonderem Interesse sind (Zeitmanagement, Wissenschaftskommunikation, Antragsstellung etc.) werden teils von der TUB angeboten oder werden durch externe AnbieterInnen bei uns durchgeführt.

Summer Schools

Jedes Jahr wird eine Summer School organisiert. Während der ersten Summer School einer Kohorte stellen die Studierenden der Gruppe der Promovierenden und ihren BetreuerInnen ihr Forschungsexposé vor, das einen Literaturüberblick über das Forschungsthema, einen Entwurf der Forschungsstruktur, einen Zeitplan mit einem Studienplan der zu besuchenden Kurse sowie Vorschläge für Konferenz- und Publikationsbeiträge enthält. Das Forschungsexposé muss vom Board of Supervisors (BoS) genehmigt werden. In den folgenden Jahren müssen die Forschungsfortschritte auf der Summer School vorgestellt werden und die UWI-Gemeinschaft diskutiert die Fortschritte der einzelnen Promovierenden und legt Verbesserungen und/oder Änderungen fest. Die halbjährlichen BoS-Sitzungen finden im Rahmen der Summer School statt. Zusätzlich werden Zwischentreffen und KollegiatInnen-Tage organisiert.

Familie, Gender und Diversität

Die Chancengleichheit aller Geschlechter bei der Verfolgung einer wissenschaftlichen Karriere ist für uns von höchster Bedeutung und UWI hat sich verpflichtet, die forschungsorientierten Standards zur Gleichstellung der Geschlechter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG 2013) strikt einzuhalten. Wir setzen dazu sowohl auf strategische Fördermaßnahmen, um die Karrieren von Forscherinnen zu unterstützen, als auch auf eine familienunterstützende, geschlechterunabhängige Politik.

Zur Förderung der Karriereentwicklung von Wissenschaftlerinnen unterstützen wir Doktorandinnen durch die Finanzierung ihrer Teilnahme an verschiedenen speziellen Veranstaltungen für Frauen in Wissenschaft und Praxis, z.B. die Teilnahme an geschlechtersensiblen Konferenzen und Kursen. Den Doktorandinnen wird ermöglicht, sich in Themen wie Zeitmanagement, Selbstorganisation, Präsentationstechniken, Methoden zur erfolgreichen Verhandlungsführung sowie Einblicke in Projektmanagement und Führungstechniken weiterzubilden. Zusätzlich können für interessierte Doktorandinnen Einzelcoachings finanziert werden. Ergänzend zu den Kursen beraten und betreuen ausgewiesene Referentinnen und Dissertationsbetreuerinnen die Doktorandinnen über Karrieremöglichkeiten in der Wissenschaft, insbesondere in der Endphase der Dissertation.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, können für UWI-Doktorandinnen und -Doktoranden sowie für UWI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler mit kleinen Kindern Home-Office-Plätze finanziert werden; dies wurde vor allem während der Corona-Pandemie eine bedeutsame Stütze. Darüber hinaus unterstützt UWI Doktorandinnen und Doktoranden mit kleinen Kindern mit der Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten sowie mit der Option, zeitweise im Home Office zu arbeiten. Die UWI-Vorlesungen, insbesondere die Kernkurse und Vorlesungen von Gast- und Gastwissenschaftlern, sowie alle UWI-Sitzungen finden nach Möglichkeit zu familienfreundlichen Zeiten statt. Oft ist die Möglichkeit zur digitalen Teilnahme gegeben.

GastwissenschaftlerInnenprogramm

Das GastwissenschaftlerInnenprogramm von UWI trägt zur Exzellenz des Graduiertenkollegs bei. Es unterstützt bereits bestehende Kooperationen und erhöht die internationale Sichtbarkeit. Im Rahmen des Programms werden international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, darunter viele erfolgreiche Frauen in Wissenschaft und Führungspositionen, die den Studentinnen als Vorbilder dienen können, vielversprechende junge Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sowie erfahrene angewandte Forschende und Personen aus der Praxis. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bleiben für einen Zeitraum von einigen Tagen bis zu einigen Monaten in Berlin und halten einzelne Vorlesungen, eine Reihe von Vorlesungen während eines ganzen Semesters oder Kurzkurse. Einige der GastwissenschaftlerInnen tragen zur Betreuung von Promovierenden bei, geben Empfehlungen für die Karriereentwicklung und/oder bieten Praktika an. Unsere Promovierenden profitieren von den direkten Kontakten, indem sie neue Ideen für ihre Forschung erhalten und lernen, über ihre Arbeit zu diskutieren.

Aktuelle Informationen über Gastvorträge finden Sie im Veranstaltungskalender.

Weiteres

Student Research Council

Als zusätzliche Maßnahme zur Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Promovierendengruppe und zur Unterstützung der Selbstorganisation wurde in der ersten UWI-Förderperiode der Student Research Council von den Doktorandinnen und Doktoranden gegründet. Dieser Rat trifft sich etwa einmal im Jahr, meist im Rahmen eines mehrtägigen Retreats, um aktuelle Themen und Fragestellungen der UWI-Gruppe zu diskutieren. Von jeder neuen UWI-Kohorte wird erwartet, dass sie ihren Student Research Council auf einer solchen Basis organisiert.

Konferenzen

Während ihrer dreijährigen Forschungstätigkeit nehmen die UWI-DoktorandInnen aktiv an nationalen und internationalen Konferenzen teil (Vorträge, Poster oder PICO-Präsentationen (Präsentation interaktiver Inhalte)). Auf diese Weise lernen die Promovierenden, ihre Arbeit in einem nationalen oder internationalen Umfeld zu präsentieren und zu verteidigen, erhalten einen breiteren Überblick über die neuesten Entwicklungen auf ihrem Gebiet und interagieren mit WissenschaftlerInnen außerhalb des Graduiertenkollegs.