Technische Universität Berlin
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Zukunftsweisende Architektur für Start-ups aus der Grünen Chemie

Architekturwettbewerb für die Chemical Invention Factory (CIF) der TU Berlin entschieden

Der Architekturwettbewerb für den Entwurf des John-Warner-Center for Start-ups in Green Chemistry „Chemical Invention Factory – CIF“ ist entschieden. Es wurden zwei erste Preise und ein dritter Preis vergeben. Mit dem ersten Preis wurden die Entwürfe der Büros SEHW Architektur aus Berlin und SWAP Architekten aus Wien prämiert. Den dritten Preis erhielt das Büro Erchinger Wurfbaum Architekten aus Berlin. Im anschließenden Verhandlungsverfahren wird bis Ende Oktober 2020 entschieden, welcher Preisträger den Zuschlag für die weitere Planung des Projekts erhält.

Ziel des Wettbewerbs war es, an der Marchstraße, an zentraler Stelle auf dem Campus Charlottenburg, ein Vorgründungszentrum für Grüne Chemie zu errichten. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro. Der Hauptanteil der Baukosten wird aus dem Paket „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWANA) 2017“ finanziert. Die über diesen Förderbetrag hinausgehenden Kosten trägt die TU Berlin. Planungsbeginn soll im November 2020 sein. Auf 2.095 Quadratmetern Grundstücksfläche soll ein Laborgebäude entstehen, das Gründungsteams im Bereich der Grünen Chemie zwölf Laboreinheiten für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren zur Verfügung stellt.

Grüne Chemie

Grüne Chemie hat zum Ziel, die gesamte Palette an essentiellen Wert- und Wirkstoffen ressourcen- und umweltschonend herzustellen. Eine erfolgreiche Transformation von Forschungsergebnissen zu hochinnovativen Unternehmensausgründungen im Feld der Grünen Chemie, der Materialwissenschaften oder der Nanotechnologie ermöglichen – so lautet das zentrale Ziel der Chemical Invention Factory (CIF) „John Warner Center for Start-ups in Green Chemistry“. Die CIF soll zu einem Modell für Nachwuchsförderung und Technologietransfer als unabhängige Zukunftsfabrik werden. Das Vorgründungszentrum baut auf dem Exzellenzcluster UniCat auf, an dem von 2006 bis 2018 auf internationalem Niveau Katalyse erforscht wurde.

Katalyse gilt als eine der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Schlüsseltechnologien für den Wandel zu einer nachhaltigeren Produktion und Wirtschaft. Die Chemical Invention Factory ist heute ein wesentlicher Bestandteil des im Rahmen der Exzellenzstrategie geförderten Clusters UniSysCat. Mit diesem Projekt will die TU Berlin die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich vorantreiben sowie Kooperationen verschiedener Gründungsteams untereinander als auch mit Partner*innen aus der Lehre und der Wirtschaft ermöglichen.

Über den Architektur-Wettbewerb

Für den Wettbewerb wurden, nach einem international offenen Bewerbungsverfahren, 15 Planungsbüros zur Teilnahme zugelassen. Ziel war die Planung eines zukunftsweisenden Gebäudes, das in kreativer und zugleich wirtschaftlicher Form den Raum für Kommunikation, Forschung und Innovation schafft und dabei eine zeitgemäße Antwort auf das Ziel nachhaltigen Bauens gibt. Insbesondere die Implementierung klimaschutztechnischer Maßnahmen und eine in Errichtung und Betrieb ressourcenschonende Gestaltung kamen eine besondere Bedeutung zu. Das Hauptaugenmerk des Preisgerichts lag unter anderem auf der konzeptionellen Entwurfsidee, der Gestaltung des Baukörpers und der Freiräume, der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, der Wirtschaftlichkeit sowie der Funktionalität. Diese Kriterien konnten die Siegerentwürfe von SEHW Architekten und SWAP Architekten eindrücklich umsetzen. Besonders angesprochen habe dabei auch die städtebauliche Setzung der Gebäude, die Raumorganisation und der architektonische Ausdruck, begründete die Fachjury ihre Entscheidung.

Weiterführende Informationen

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Pandemie kann zurzeit keine öffentliche Preisverleihung und Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe stattfinden. Gegebenenfalls wird diese zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Entwürfe der Preisträger finden Sie auf der Webseite der Chemical Invention Factory (CIF).