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Medieninformation | 17. Januar 2022 | ehr

Forschungsprojekt der Berliner Universitäten setzt auf Nachhaltig-keit ‒ „Mall Anders“ mit Repair Café in der WILMA

Geöffnet am 20. Januar und 16. Februar 2022

Das Repair Café in der WILMA, dem Einkaufszentrum in der Wilmersdorfer Straße, lädt bei „Mall Anders“ alle Interessierten ein und ist am 20. Januar und am 16. Februar 2022 jeweils in der Zeit von 16.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Es handelt sich dabei um eine Kooperation der TU Berlin, der Verbraucher-Organisation Germanwatch, des Repair Cafés Brunnenviertel und des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM).

Jede*r, die*der ein defektes elektrisches oder mechanisches Gerät hat, ein kaputtes Fahrrad oder auch andere Dinge, ist zum gemeinsamen Reparieren eingeladen. Ehrenamtlich engagierte Helfer*innen stellen ihr Wissen und Können kostenlos zur Verfügung und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Das Ziel des Repair Cafés ist es ist, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen, damit die Umwelt zu schonen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben.

Zeit: 20. Januar und 16. Februar 2022, jeweils 16.00 bis 19.00 Uhr
Ort: WILMA, Mall Anders, EG Wilma Shoppen, Wilmersdorfer Str. 46, 10627 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Erhalten statt Ersetzen

Ein zentrales Thema dabei ist das Recht auf Reparatur. Viele Objekte unseres Alltags werden immer komplexer, und Laien fühlen sich oft kaum in der Lage, Reparaturen durchzuführen. Hier können Repair Cafés Abhilfe schaffen. Als integraler Bestandteil einer Mall könnten sie in Zukunft als Anlaufstelle dienen, um kleinere technische Probleme zu lösen. Die Besucher*innen bringen ihre defekten Geräte von zu Hause mit und lernen, unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anzulegen, um die Fehler zu beseitigen.

Reparieren statt wegwerfen könnte so zum Trend werden und einen wesentlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. In letzter Konsequenz sind dabei allerdings auch Politik und Unternehmen gefragt. Nur so ließe sich ein Recht auf Reparatur, das zumindest seinen Weg in den aktuellen Koalitionsvertrag gefunden hat, tatsächlich durchsetzen.

Projekt WILMA

Im vergangenen Jahr startete die Berlin University Alliance eine Veranstaltungsreihe in der WILMA, mitten in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße, um dort mit Besucher*innen nach neuen Wegen zu suchen, Konsum nachhaltiger zu gestalten. Im neuen Jahr stehen eine Reihe von Veranstaltungen an, allen voran das Repair Café unter dem Motto „Recht auf Reparatur ‒ praktisch ‒ politisch ‒ wissenschaftlich“. Darüber hinaus gibt es aber auch weitere Veranstaltungen und Seminare, wie zum Beispiel Vorträge über Popmusik und deren Einfluss auf unser Leben. Oder. Es lohnt, regelmäßig einen Blick auf die Website von „Mall Anders“ unter https://mall-anders.berlin/Events zu werfen.

„Mall Anders“ ist ein gemeinsames Projekt der Berliner FU, HU, TU und Charité – Universitätsmedizin Berlin. Als Pop-up-Store mitten in einer Shopping Mall wollen die Studierenden darauf aufmerksam machen, welchen Beitrag Konsum an den zahlreichen Problemen unserer Welt hat. Die Idee geht aber noch weiter. In Foren und Seminaren wollen die Veranstaltenden gemeinsam mit Besucher*innen neue Wege finden, um Konsum nachhaltiger zu gestalten.

Kontakt

Einrichtung Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK)