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Medieninformation | 30. März 2022 | sn

Innovativer Zusammenschluss renommierter Forschungseinrichtungen wider den Antisemitismus

Das „Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert“ ist online

Dass Antisemitismus nach wie vor ein tief in der Mitte der Gesellschaft verwurzeltes Ressentiment ist, wurde in der letzten Zeit nicht nur durch den Anschlag im Oktober 2019 in Halle, sondern vor allem angesichts der  rasant um sich greifenden Verschwörungsmythen auf den sogenannten Querdenkerdemonstrationen aufs Neue bestätigt. Doch wie gehen Jüdinnen und Juden in Deutschland – im „Land der Täter“ – mit dieser Situation um? Worauf basieren Verschwörungsmythen und wie lassen sie sich entkräften? Was wird in Deutschland über das Judentum vermittelt? Was weiß die Mehrheitsgesellschaft über das Judentum? Welche juristischen Möglichkeiten gibt es zur Bekämpfung des Antisemitismus?

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich mit der Förderlinie „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk aus Forschungs- und Praxispartnern zu initiieren, das sich aus verschiedenen Perspektiven und Fragestellungen und mittels unterschiedlicher Methoden dem Phänomen des aktuellen Antisemitismus stellt. In zehn Verbundvorhaben mit über 30 Projekten und rund 50 Forschungs- und Praxispartnern gilt es, sowohl Ursachen zu erforschen und stereotype Narrative und Argumentationslinien aufzuzeigen als auch – und das ist in der bisherigen Antisemitismusforschung nicht selbstverständlich – explizit die jüdische Perspektive einzubeziehen.

„Mit dem ‚Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert‘ hat die gesellschaftlich zwingend notwendige Arbeit ein gemeinsames Gesicht bekommen. Es ist dem BMBF gelungen, ein breites Spektrum der Forschungseinrichtungen und Initiativen in Deutschland einzubinden, die zum großen Teil langjährige Erfahrungen in der Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus in all seinen Facetten haben“, so Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Projektleiterin des Begleit-vorhabens der Förderlinie. „So sind große und anerkannte universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute ebenso vertreten wie renommierte zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich seit Langem für den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus einsetzen.“

Wir laden Sie ein, sich auf der gemeinsamen Webseite www.fona21.org  einen Eindruck über die Forschungen der Verbundpartner zu verschaffen.

Kontakt

Adina Carla Stern

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

adina.c.stern@tu-berlin.de