Technische Universität Berlin

Medieninformation | 22. Januar 2021 | kj

Der grünen Forschung und Lehre verpflichtet

TU Berlin unterzeichnete als erste europäische Universität das Green Chemistry Commitment

Das Institut für Chemie der TU Berlin unterzeichnete als erste europäische Institution überhaupt das Green Chemistry Commitment der internationalen Organisation Beyond Benign. Damit verpflichtet sich die Hochschule, die Grundsätze der Grünen Chemie künftig auch im Lehrangebot zu verankern. Grüne Chemie steht für das Design von chemischen Produkten, die den Einsatz oder die Erzeugung von gefährlichen Substanzen in der chemischen Industrie reduzieren beziehungsweise vermeiden.

Beyond Benign wurde unter anderem von John Warner, einem der Mitbegründer der zwölf Prinzipien der Grünen Chemie sowie Namenspate und Mitglied des Advisory Boards der Chemical Invention Factory (CIF) an der TU Berlin, gegründet. Ziel der internationalen Organisation Beyond Benign ist es, Bildungsressourcen für Grüne Chemie und nachhaltige Wissenschaft in der Lehre und in der Industrie zu verankern. Dazu arbeitet die Organisation weltweit mit ausgesuchten Partner*innen zusammen.

„Wir sind stolz darauf und freuen uns über dieses Commitment“, sagt Prof. Dr. Martin Oestreich, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Chemie der TU Berlin. „Es verdeutlicht unseren Anspruch und Gestaltungswillen, mit chemischen Erkenntnissen einen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft zu leisten, und das fängt in der Lehre an.“

Das ebenfalls an der TU Berlin beheimatete Exzellenzcluster UniSysCat (Unifying Systems in Catalysis) hat sich bereits der Erforschung und Implementierung der Grünen Chemie in der Katalyseforschung verschrieben. „Daher war es nur folgerichtig und stärkt die Position der Universität in dem Bereich der Nachhaltigkeit, dass wir uns auch verpflichten, diese Prinzipien noch weiter in der Lehre und Forschung zu verankern“, so Prof. Dr. Arne Thomas, Professor für Funktionsmaterialien der TU Berlin und Leiter des Exzellenzclusters UniSysCat.

Mit dieser Selbstverpflichtung, die im Dezember 2020 unterschrieben wurde, erhalten die Chemie-Student*innen an der TU Berlin nicht nur Zugang zu einem neuen, innovativen Studienangebot, sondern auch Austauschmöglichkeiten mit einem internationalen Netzwerk und dadurch verbesserte Jobchancen.

Nachhaltige Universität

Damit deckt die TU Berlin drei wesentliche Bereiche einer nachhaltigen Universität im Bereich Chemie ab: In der Forschung nicht zuletzt durch das Exzellenzcluster UniSysCat, in der Lehre durch das Green Chemistry Commitment und in dem Bereich Transfer durch die Chemical Invention Factory auf dem Campus Charlottenburg. Eine Initiative, die das Ziel verfolgt, Vorgründungsteams und Start-ups aus dem Bereich der Grünen Chemie auf ihrem Weg in den Markt zu unterstützen, sowohl mit geeigneten Laboren und Zugang zu neuester Forschungs-Infrastruktur als auch mit einem Netzwerk an Mentor*innen, Coaches, Industrieunternehmen und erfahrenen Gründer*innen.

„Das sind beste Voraussetzungen, damit Berlin mit seinem bestehenden Ökosystem auch in der Grünen Chemie zum Zentrum in Europa wird, von der Lehre über Forschungsergebnisse bis hin zu Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft“, so Martin Rahmel, Geschäftsführer der CIF.

Kontakt

Martin Andreas Rahmel

Leitung CIF

rahmel@tu-berlin.de

0177 4936936