Technische Universität Berlin

Medieninformation | 28. April 2021 | pp

Wissenschaft als Ausflugsziel

Für rund 12 Millionen Euro wird der Campus der TU Berlin in Charlottenburg umgebaut – öffentliche „Wissenspfade“ geplant

Offen, zugänglich, transparent – ein Erlebnis- und Austauschort für Städte- und Bildungsreisende, Berlinbesucher*innen, Wissenschaftstourist*innen und natürlich für interessierte Universitätsangehörige: so plant die TU Berlin gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ihren Campus mitten in der City West stärker in den umliegenden Stadtraum zu öffnen, zu modernisieren und umzugestalten.  

Für die geplante Maßnahme, die den Campus zu einem Marktplatz für Wissenstransfer und einem Ort für die Entstehung neuer Forschungsfragen wandelt, sind rund 12 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird sie über das Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe – Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Bezirk als Antragsteller hat die Bauherrenschaft für die Baumaßnahmen an die TU Berlin übertragen.

Der Campus soll, so ist es im Projekt „Pavillon und Wissenspfade“ geplant, künftig eine hohe Aufenthaltsqualität bieten, nicht nur für Studierende und Beschäftigte, sondern auch für die Öffentlichkeit. Erreicht werden soll dieses durch einen Ausstellungs-Pavillon und eine transparente Wegeführung über den TU-Campus, die zur eigenständigen Erschließung des Areals über sogenannte „Wissenspfade“ einlädt. Über eine App können alle Besucher*innen auch weitere Informationen zum Campus und zu den jeweiligen Ausstellungen im Pavillon und im Außenraum abrufen.

Zum Beispiel Nachhaltigkeitsziele: Im „Wissenspavillon“ werden globale gesellschaftliche Fragen diskutiert

Das Projekt wird in allen Phasen partizipativ, transdisziplinär und nachhaltig entwickelt. Die Erkenntnisse aus einer Vielzahl verschiedener Lehr- und Forschungsprojekte fließen in die Konzeption, die bauliche Umsetzung sowie den späteren Betrieb ein. Mit dem Pavillon auf dem Campus soll zugleich ein Ort geschaffen werden, an dem die globalen gesellschaftlichen Fragestellungen wie sie in den UN-Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDG), formuliert werden, erlebbar gemacht und zur Diskussion gestellt werden. Durch Austausch und Transfer soll das Wissen aus Lehre und Forschung für alle nutzbar gemacht werden, gleichzeitig erhalten diese aber auch Impulse aus der Gesamtgesellschaft.

Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen

Im Pavillon wird es Dauer- und Wechselausstellungen geben. Inzwischen haben Studierende und Lehrende bereits Ideen gesammelt und Konzeptionen zu Inhalt und Gestaltung des Pavillons erstellt. Ein wichtiger Baustein wird die mehr als 200 Jahre alte umfangreiche Mineralogische Sammlung der TU Berlin sein.  Die Science Gallery Berlin, Mitglied im internationalen Science Gallery Network für den Wissenstransfer mit der Gesellschaft, in das die TU Berlin als Partnerin eingebunden ist, wird durch Wechselausstellungen Gesprächsanlässe schaffen. Durch Austausch vor Ort sollen Wissenstransfer und die Generierung von Forschungsfragen angeregt und eine moderne Form der Wissenschaftskommunikation gebildet werden. Ausstellungen werden so durch öffentliche Veranstaltungen ergänzt.

Präsentation erster Ideen im Mai 2021

Die Fertigstellung ist für 2025/26 angestrebt. Ab Ende Mai 2021 werden die Ergebnisse der bisherigen und der derzeit geplanten Lehr- und Forschungsprojekte im „UNI_VERSUM“, dem ehemaligen TU-Uni-Shop im Foyer des TU-Hauptgebäudes an der Straße des 17. Juni präsentiert und zur Diskussion gestellt. Das erste Programm der Science Gallery mit Pop-Up-Ausstellungen und verschiedenen Veranstaltungen wird sich dem Thema „Zusammenhalt“ beschäftigen.

Weiterführende Informationen sind auf der Website Pavillon Wissenspfade zu finden.

Kontakt

Bettina Liedtke

Präsidialamt/Projektmanagement

bettina.liedtke@tu-berlin.de

+49 30 314-24586

Annette Müller

Projektkommunikation Pavillon & Wissenspfade

annette.mueller.1@tu-berlin.de

+49 30 314-21819