Technische Universität Berlin
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Medieninformation | 29. Oktober 2020 | rb

Mensch oder Algorithmus – wer entscheidet im Zeitalter Künstlicher Intelligenz?

Einladung zur Online-Buchpräsentation „Prinzip Mensch – Macht, Freiheit und Demokratie im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ am 11. November 2020

Moderne Technik und wirtschaftliche sowie politische Macht gehen zunehmend eine engere Symbiose ein. Smartphone-Apps, soziale Netzwerke oder die Smartwatch am Handgelenk wissen mehr über „ihren“ Menschen als dieser über sich selbst. Digitale Technik erhält immer mehr Entscheidungskompetenzen, was zu einer Asymmetrie von Wissen und Macht im Verhältnis von Mensch und Maschine führt. Die klassischen Handlungs- und Entscheidungsmodelle von demokratischen Gesellschaften laufen Gefahr, durch solche Entwicklungen ausgehebelt zu werden. Wer entscheidet künftig?

Mit dem Aufstieg von Künstlicher Intelligenz und der mit ihr verbundenen Kontroll- und Manipulationsmacht beschäftigt sich Paul Nemitz, Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und Vorsitzender des Kuratoriums der Arthur Langerman Stiftung am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, in seinem neuen Buch „Prinzip Mensch – Macht, Freiheit und Demokratie im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Er und sein Co-Autor Matthias Pfeffer bieten darin eine genaue Analyse und legen dabei den Schwerpunkt auf die Rolle der Öffentlichkeit und die Gefährdung des Journalismus in digitalen Zeiten.

Termin

Sie sind herzlich zur digitalen Buchpräsentation „Prinzip Mensch – Macht, Freiheit und Demokratie im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“eingeladen.

  • Zeit: Mittwoch, 11. November 2020, Beginn 17.00 Uhr
  • Ort: Online-Veranstaltung über Webex Meetings

Mit Anmeldung bis zum 8. November 2020 über alava(at)asf.tu-berlin.de erhalten Sie den Zugang zur gebührenfreien Online-Veranstaltung.

TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen und Paul Nemitz im Gespräch

Gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin, wird Paul Nemitz über die Verantwortung von Politik und Technologieentwickler*innen für eine menschengerechte und demokratiefreundliche Technikgestaltung sprechen. Vor dem Hintergrund der Sorge um demokratiefeindliche Machtkonzentration in den digitalen Konzernen des Silicon Valley wird Paul Nemitz die aktuellen Bestrebungen der EU zur Sicherung der digitalen Souveränität und das notwendige Zusammenwirken von Technologie, Recht und Ethik bei diesen Bestrebungen erläutern. Die Zuschauer*innen haben im Anschluss die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Über die Buchautoren

Paul Nemitz ist Hauptberater in der EU-Kommission, Generaldirektion Justiz und Verbraucherschutz. Als Direktor für Grundrechte in der EU-Kommission war er verantwortlich für die Arbeiten zur Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung, die NSA „Snowden“-Ermittlung und die Verhandlung des EU-US Privacy Shield. Er ist Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und Vorsitzender des Kuratoriums der Arthur Langerman Stiftung am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin sowie Trustee des Leo Baeck Instituts, New York. Paul Nemitz lebt in Brüssel.

Matthias Pfeffer ist freier TV-Journalist und Produzent. Er war 20 Jahre lang Geschäftsführer und Chefredakteur von FOCUS TV und hat zahllose TV-Formate entwickelt und verantwortet, darunter mit Future Trend für RTL das erste Wissenschaftsformat im Privat-TV (1997–2013). Matthias Pfeffer lebt in Berlin und München.

Weiterführende Informationen

Website zum Buch

 

Kontakt

Einrichtung Zentrum für Antisemitismusforschung
Arthur Langerman Archiv für die Erforschung des visuellen Antisemitismus (ALAVA)