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Gemeinsame Medieninformation der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

„Schafft die Novelle des Berliner Hochschulgesetzes tragfähige Karriereperspektiven für Postdocs in der Wissenschaft?“

Auftaktveranstaltung 16. Durchgang des ProFiL-Programms am 29. September 2022

Die Präsident*innen der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin sowie der Vorstandsvorsitzende der Charité – Universitätsmedizin Berlin laden herzlich zur Auftaktveranstaltung des 16. ProFiL-Durchgangs am 29. September 2022 ab 17:00 Uhr ein. Die Veranstaltung findet an der Technischen Universität Berlin im Hörsaal A 053, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin, in deutscher Sprache mit englischer Simultanübersetzung statt.

Thematisch greift die Veranstaltung die aktuellen Diskussionen um die Novelle des Berliner Hochschulgesetzes auf. Die Neufassung des §110 BerlHG, Absatz 6, Satz 2 verpflichtet die Berliner Universitäten, promovierte Wissenschaftler*innen auf Qualifikationsstellen zum Erwerb der Berufungsfähigkeit zu entfristen, sofern sie die vereinbarten Qualifikationsziele erreichen. Die Regelung gilt für Ersteinstellungen ab Oktober 2023 und findet auf Postdocs, die überwiegend aus Drittmitteln oder aus Programmen des Bundes und der Länder oder des Landes Berlin finanziert werden, keine Anwendung. Mit dieser Reforminitiative reagiert das Land Berlin auf eine intensive hochschulpolitische Debatte, die den Mangel an unbefristeten wissenschaftlichen Zielpositionen im deutschen Hochschulsystem in den Fokus rückt und mit wachsendem Nachdruck mehr Dauerstellen für leistungsstarke, promovierte Wissenschaftler*innen fordert. Als eine basale Problemursache für die prekären Stellenstrukturen wird die gravierende Unwucht im Verhältnis von Drittmittel- und Grundfinanzierung der Hochschulen identifiziert und damit zugleich die Frage eines grundlegenderen Systemwechsels aufgeworfen.

Auf der Veranstaltung soll darüber diskutiert werden, welche positiven und welche negativen Auswirkungen die Berliner Entfristungsregelung hat und inwieweit sie zu tragfähigen Karriereperspektiven für Postdocs in der Wissenschaft führt. Wie viele Postdocs werden von ihr profitieren und ist für Chancengerechtigkeit auch mit Blick auf künftige Kohorten gesorgt? Wie können die neuen Dauerstellen qualifikationsadäquat ausgestaltet werden? Und schließlich: Welche weiteren Reformen sind notwendig, um das Missverhältnis von Drittmittel- und Grundfinanzierung der Hochschulen zu korrigieren? Nach der Begrüßung durch die TU-Präsidentin, Prof. Dr. Geraldine Rauch, wird Prof. Dr. Birgitt Riegraf, die Präsidentin der Universität Paderborn, den Einführungsvortrag halten. Im anschließenden Podiumsgespräch diskutieren:

  • Prof. Dr. Julia Asbrand, Institut für Psychologie, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Geraldine Rauch, Präsidentin, Technische Universität Berlin
  • Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin, Universität Paderborn
  • Prof. Dr. Jule Specht, Institut für Psychologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation: Dorothea Jansen, Leiterin des ProFiL-Programms, Dr. Antje Dallmann, Koordinatorin der englischsprachigen ProFiL-Linie

Zum ProFiL-Programm

Seit Januar 2004 fördern die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Technische Universität Berlin mit dem hochschulübergreifenden Programm "ProFiL. Professionalisierung für Frauen in Forschung und Lehre: Mentoring – Training – Networking" sehr erfolgreich hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. Mit dem gemeinsamen Programm engagieren sich die drei Berliner Trägeruniversitäten für eine zugleich exzellenz- und gleichstellungsorientierte Nachwuchsentwicklung.

Kontakt

Dorothea Jansen

Leitung ProFiL-Programm

jansen@tu-berlin.de

+49 30 314-29304

Dr.

Antje Dallmann

Koordination der englischsprachigen Programmlinie

dallmann@tu-berlin.de

+49 30 314-70151