Zweite Legislaturhälfte: Ziele und Aufgabenbereiche des Präsidiums der TU Berlin

Liebe Mitglieder unserer Universität,

das Präsidium der TU Berlin startet in die zweite Hälfte der aktuellen Legislatur. Fatma Deniz ergänzt als neu gewählte Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit ab 1. April 2024 unser Team. Mit dem so neu zusammengesetzten Präsidium möchten wir begonnene Wege fortschreiten, aber uns auch neue Ziele stecken. Wir möchten die TU Berlin für die vielen Herausforderungen, die uns als Universität aber auch als Teil der Gesellschaft begegnen, weiterentwickeln und resilient gestalten.

Wir als Präsidium der TU Berlin setzen uns für eine weltoffene und demokratische Universität in Forschung, Lehre, Verwaltung und universitärem Zusammenleben ein. In Zeiten globaler Krisen und Kriege setzt das Präsidium einen intensivierten Schwerpunkt auf seine strategischen internationalen Partnerschaften und Verbünde.

Unsere Welt und Gesellschaft sind zunehmend von Kriegen, Klimakatastrophe, demographischem Wandel, sozialer Ungleichheit und knappen Haushalten geprägt. Wir sehen es als Aufgabe der TU Berlin an, Forschung und Lehre im Sinne einer friedlichen Gesellschaft und in Verantwortung für unsere gemeinsame Umwelt zu gestalten. Wir alle erleben den Fachkräftemangel, mangelnde Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und den teils desolaten Zustand der Gebäudeinfrastruktur. Nichts davon ist einfach zu beheben, aber wir widmen uns den Aufgaben mit vollem Engagement und mit vielen guten Ideen. 

Mit Beginn der neuen Legislaturhälfte werden einige Zuständigkeiten im Präsidium neu gesetzt:

  • Gleichstellung, Diversität und Anti-Diskriminierung werden zukünftig von Geraldine Rauch vertreten,
  • Transfer wird zukünftig von Stephan Völker vertreten,
  • Nachwuchsförderung wird zukünftig von Christian Schröder vertreten und
  • Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden zukünftig von Fatma Deniz vertreten.

Gemeinsam arbeiten wir an folgenden Zielen:

  • Im Verbund mit der Berlin University Alliance stärken wir den Berliner Wissenschaftsraum, zum Beispiel durch unsere erfolgreichen Exzellenzcluster. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Vorbereitung der Evaluation und der neuen Förderphase in enger Zusammenarbeit mit unseren Partner*innen in BR50. Zusätzlich inspiriert werden unsere Verbundansätze durch das europäische Hochschulnetzwerk ENHANCE, an dem wir beteiligt sind.
  • Wir möchten das Forschungsprofil der TU Berlin stärker an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen orientieren. Dabei setzen wir insbesondere auf eine starke und transdisziplinäre Verbundforschungsstrategie. Die begonnenen Maßnahmen werden fortgesetzt und ausgebaut, um so mittelfristig die Zahl exzellenter Verbundprojekte signifikant zu steigern und wieder eine solide Basis für neue Exzellenzcluster aufzubauen.
  • Transfer und Wirtschaftskooperationen sehen wir als zentrales Instrument, um unsere Forschung für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Andersrum greifen wir Impulse und Ideen aus der Gesellschaft auf. Klimabilanz, Menschenrechte und soziale Verantwortung sind für uns prägende Grundwerte bei der Auswahl unserer strategischen Kooperationspartner*innen.
  • Lehre ist das Herzstück einer Universität. Die TU Berlin trägt über ihre Lehre dazu bei, wissbegierige, intelligente und kritische junge Menschen auszubilden, die den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen sind. Der Bezug zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen in Studium und Lehre muss sichtbarer werden. Wir sehen Lehre als akademische Kernaufgabe und würdigen alle Lehrenden entsprechend. In Programmen zur Verbesserung von Lehre und Lernen engagieren wir uns als Präsidium für gute Rahmenbedingungen.
  • Diskriminierung und Machtmissbrauch sind für uns keine Nischenthemen. In den kommenden Jahren möchten wir Strukturen verbessern und Maßnahmen umsetzen, damit wir achtsam miteinander umgehen und Betroffenen der Rücken gestärkt wird. Dazu gehören unter anderem die Verbesserung und Etablierung transparenter Meldewege und Prozesse, rechtliche Beratung für Betroffene und die Aktualisierung von Leit- und Richtlinien.
  • Gute und faire Beschäftigungsverhältnisse sind für uns nicht nur ein Mittel um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch eine moralische Verpflichtung. Auch unter Sparzwängen verpflichten wir uns dem Ziel von besseren sozialen Beschäftigungsverhältnissen für alle Statusgruppen.
  • Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben sowohl für unsere Universität, als auch für unsere Gesellschaft und Umwelt oberste Priorität. Inhaltlich wollen wir unser Nachhaltigkeitsprofil stärker an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen orientieren. Dabei wollen wir die bestehenden Initiativen und Gruppierungen der TU Berlin stärker vernetzen und Reibungsverluste abbauen.
  • Digitalisierung ist eines der wichtigsten Mittel, um Forschung, Lehre und Verwaltung zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten, z.B. im Bereich der Forschungsdateninfrastruktur. Wir freuen uns über die Besetzung des CIO und des IT-Sicherheitsbeauftragten, sodass in diesem Jahr die Digitalisierungsstrategie erstellt und mit der Reorganisation von Schnittstellen begonnen wird. Wir treiben außerdem verschiedene konkrete Digitalisierungsprojekte voran. 
  • Der mitunter desolate Zustand der Gebäudeinfrastruktur wird uns leider auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Oberstes Ziel des Präsidiums ist es, die Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement strukturell und personell wieder auf solide Füße zu stellen und Maßnahmen umzusetzen, um Sanierungsprojekte voranzubringen. Der Restrukturierungsprozess von Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement ist bereits weit fortgeschritten. Verschiedene konkrete Baumaßnahmen sind in Planung oder Umsetzung. Um die Lage substantiell zu verbessern, werden wir allerdings viel Zeit, Geduld, Energie, Kraft und Budget in Anspruch nehmen müssen.
  • Die TU Berlin steht wie andere Universitäten auch angesichts knapper Haushalte unter Sparzwängen. Das Präsidium der TU Berlin möchte diese äußeren Zwänge nutzen, um nachhaltigere Flächennutzung umzusetzen und das Forschungs- und Lehrprofil zu schärfen. Mit der vom Präsidium und dem Akademischen Senat gemeinsam eingesetzten Strukturkommission werden wir die TU Berlin fit für die Zukunft machen.
  • Um die obigen Themen und die Transformationen in die Universität zu vermitteln, wird die strategische interne Kommunikation ausgebaut. Herzstück ist das neue Intranet, das als Tor zur Arbeitswelt und mit einer personalisierten Kommunikation gestaltet wird. Gleichzeitig wird die Marke „TU Berlin“ in der externen Kommunikation geschärft.

Wir als Präsidium verstehen uns als starkes Team, dem ein offenes und wertschätzendes Miteinander wichtig ist. Wir möchten daher auch in den kommenden zwei Jahren die Universitätsmitglieder in Veränderungsprozesse unserer Universität einbeziehen. Wir danken Ihnen und Euch für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Ihr Präsidium der TU Berlin