100 Jahre Walter Höllerer - Sprache im technischen Zeitalter

Eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek begibt sich auf die Spuren des Literaturwissenschaftlers Walter Höllerer und schlägt eine Brücke zwischen den künstlerischen, wissenschaftlichen und technischen Umbrüchen der 1960er Jahre und der Gegenwart - Eröffnung am 17.11.2022

Der 100. Geburtstag des Literaturwissenschaftlers Walter Höllerer ist für die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. Anlass zur Veranstaltung einer Ausstellung. Sie wurde in den vergangenen Monaten im Rahmen eines Projektseminars mit Studierenden der Masterstudiengänge Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik (TU Berlin, Fakultät I, Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann), Bühnenbild_Szenischer Raum (TU Berlin, Fakultät VI, Prof. Kerstin Laube) und Sound Studies and Sonic Arts (UdK Berlin, Prof. Hans Peter Kuhn) vorbereitet. Am 17.11.2022 wird sie um 15 Uhr im hinteren Lichthof der Universitätsbibliothek, Fasanenstr. 88, eröffnet. „Feedback“ ist der Leitgedanke, der sich in Bezug auf Sprache, Raum und Klang durch die Ausstellung zieht. Die inhaltliche Leitung liegt beim Fachgebiet Literaturwissenschaft der TU Berlin. Teil der Ausstellung ist eine Virtual-Reality-Installation, die einen immersiven Einstieg in Höllerers 1973 erschienenen Roman „Die Elephantenuhr“ eröffnet. Die Mittel für diese Entwicklung wurden von der Berlin University Alliance bereitgestellt.

Der Lyriker, Literaturwissenschaftler und Literaturvermittler Walter Höllerer, geboren am 19. Dezember 1922, verstorben am 20. Mai 2003, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Walter Höllerer war gerade in den Jahren, die die Ausstellung in den Blick nimmt, eine stark im Licht der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeit. Er verstand es wie kaum ein anderer, zwischen den Rollen des Schriftstellers, des Literaturwissenschaftlers, des Kritikers und des Literaturvermittlers zu wechseln und daraus Synergien zu entwickeln. Die Literatur wurde dabei für ihn zum Medium des kritischen Transfers zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. So verwandelte er seine Universität, die Technische Universität Berlin, in eine Bühne für Gegenwartsliteratur. Zugleich gab sich der Lehrstuhl für Literaturwissenschaft, auf den Höllerer 1959 berufen worden war, mit der Formel „Sprache im technischen Zeitalter“ ein Programm, das die Literaturwissenschaft in Richtung einer umfassenden Gegenwartsanalyse am Leitfaden der Sprache öffnete.

Sprache im technischen Zeitalter

Walter Höllerer an der TU Berlin - die Jahre 1959 bis 1973 - eine Ausstellung anlässlich seines 100. Geburtstages, veranstaltet von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit den Studiengängen Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik (TU Berlin, Fakultät I), Bühnenbild_Szenischer Raum (TU Berlin, Fakultät VI) und Sound Studies and Sonic Arts (UdK Berlin). 

Eröffnung am 17.11.2022, 15 Uhr, im hinteren Lichthof der gemeinsamen Universitätsbibliothek von TU Berlin und UdK Berlin, Fasanenstraße 88, 10623 Berlin (bis 04.02.2023)

Grußworte von

  • Prof. Dr. Norbert Palz, Präsident der UdK Berlin
  • Prof. Dr. Sophia Becker, Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit, interne Kommunikation, Transfer und Transdisziplinarität der TU Berlin
  • Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann, Vorstandsmitglied der Gesellschaft von Freunden  der TU Berlin e.V.