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Sozial-ökologische Transformation

Forschungsgruppe Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation

2016 – 2022

Was hat die Digitalisierung mit der sozial-ökologischen Transformation zu tun?

Maschinen, Produkte und Menschen werden mit Informationstechnik immer weiter vernetzt. Führt dies in eine smarte grüne Welt, in der alle vom technologischen Fortschritt profitieren und die Umwelt bewahrt wird? Oder steuern wir in eine digitale Wachstumsökonomie, in der sich Geld und Macht auf wenige konzentrieren und wir noch schneller an die planetaren Grenzen stoßen?

Die Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ untersucht die Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine Verringerung der Energie- und Ressourcenverbräuche und erarbeitet Ansätze für die politische und gesellschaftliche Gestaltung der Digitalisierung, damit sie zum notwendigen Wandel der Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit beiträgt. Dafür werden sechs Qualifizierungsarbeiten angestrebt. Das Forschungsdesign verbindet die Mikro- und die Makroebene miteinander. Vier Dissertationsvorhaben ermitteln empirisch, wie sich durch die Digitalisierung Energieverbräuche verschieben (Ingenieurwissenschaft), der Konsum verändert (Psychologie), Marketingstrategien wandeln (Nachhaltigkeitsmarketing) und welche Zukunftsvisionen vorherrschend sind (Soziologie/Sozialphilosophie). Diese Befunde werden in zwei Habilitationen aufgegriffen und integriert. Eine volkswirtschaftliche Habilitation untersucht, wie die Digitalisierung auf die Entkopplung des Naturverbrauchs vom Wachstum und auf Markt- und Einkommenskonzentrationen wirkt. Eine soziologische Habilitation analysiert, wie Digitalisierung das Lebenstempo und Prozesse der Individualisierung und Demokratisierung verändert, und wie sich dieser soziale Wandel auf den Konsum auswirkt.

Die erarbeiten Handlungsansätze und Steuerungsvorschläge geben Aufschluss darüber, wie Rebound-Risiken begrenzt, Suffizienz-Chancen ergriffen und eine demokratische und faire Wirtschaft begünstigt werden können.

Unterschiedliche Handlungsfelder

Die Digitalisierung von Dienstleistungen betrifft alle wirtschaftlichen Bereiche. In unserer Forschung fokussieren wir auf drei zentrale Bedarfsfelder: Mobilität (vernetzte Mobilität), Konsum/Ernährung (Online-Handel) und Wohnen (Smart Home). In diesen Bereichen werden wir exemplarisch untersuchen, ob und wie sich Konsumbedürfnisse, Marketingstrategien oder gesellschaftliche Leitbilder durch die Digitalisierung verändern und welche ökologischen und sozialen Folgen dies hat.

Mitglieder

  • Maike Gossen, TU-Berlin, Fachgebiet Sozial-ökologische Transformation

  • Johanna Pohl, TU-Berlin, Fachgebiet Sozial-ökologische Transformation

  • Vivian Frick, TU-Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft und Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

  • Josephin Wagner, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

  • Dr. Steffen Lange, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

  • Friederike Rohde, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

  • Manuel Brümmer, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

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