Präsidentschaftswahlen an der TU Berlin: Geraldine Rauch und Stephan Völker gewählt

Die Charité-Professorin Dr. Geraldine Rauch wurde am 19. Januar 2022 zur Präsidentin der Technischen Universität Berlin gewählt. Am 26. Januar 2022 wählte der Erweitere Akademische Senat den TU-Professor Stephan Völker zum 1. Vizepräsidenten mit dem Ressort Forschung und Berufungen. Sie treten am 1. April 2022 ihre vierjährige Amtszeit an.

Nominiert für die Wahlen zur*zum Präsident*in beziehungsweise zu den Vizepräsident*innen waren zwei weitere Teams, eins um den Amtsinhaber Prof. Dr. Christian Thomsen und eins um die TU-Physikprofessorin Dr. Ulrike Woggon. Beide konnten nicht genügend Stimmen auf sich vereinen.

Die Wahlen für die weiteren Vizepräsident*innen (2. und 3. Vizepräsident*innen) finden am 9. Februar 2022 statt. Christian Schröder aus der TU Berlin wird sich zur Wahl stellen und will den Bereich Studium und Lehre verantworten. Seit 2003 engagiert er sich in der zentralen Kommission für Lehre und Studium der TU Berlin, die er seit 2008 leitet.

Die künftige Präsidentin Geraldine Rauch zur Wahl: „Ich freue mich sehr auf die kommende Aufgabe. Unser Ziel ist es, viele offene Dialoge zu führen und vielfältige Impulse zu bekommen. Das gemeinsame Handeln für die Weiterentwicklung unserer Universität wird für uns im Vordergrund stehen. Unser Ziel ist es, dauerhaft in ein wertschätzendes, verlässliches Miteinander, in transparente Kommunikation und in faire Arbeitsbedingungen zu investieren. Bis zum Amtsantritt werden wir unser 100-Tage-Programm veröffentlichen. Auch hierfür wollen wir Sie hören und Ihre Meinungen und Wortmeldungen einholen. Wir freuen uns auf Sie und unsere TU-Gemeinschaft.“

Zur Wahl von Geraldine Rauch

Prof. Dr. Geraldine Rauch wurde im ersten Wahlgang am 19. Januar 2022 zur neuen Präsidentin der TU Berlin gewählt. Sie bekam 31 Stimmen im Erweiterten Akademischen Senat und damit die absolute Mehrheit. Sie ist die erste Frau in diesem Amt an der Technischen Universität Berlin.

Zur Wahl von Stephan Völker

Stephan Völker wurde am 26. Januar 2022 vom Erweiterten Akademischen Senat der TU Berlin zum 1. Vizepräsidenten gewählt. Zu seinem Ressort gehören die Themen Forschung und Berufungen. Als 1. Vizepräsident ist er der Stellvertreter der Präsidentin. Stephan Völker bekam 42 Ja-Stimmen. Acht Gremienmitglieder enthielten sich. Es war der zweite Wahlgang.

Über Prof. Dr. Geraldine Rauch

Prof. Dr. Geraldine Rauch ist Prodekanin für Studium und Lehre mit lebens- und gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Direktorin des Instituts für Biometrie und Klinische Epidemiologie mit einem Team von 36 Wissenschaftler*innen. Sie studierte Mathematik an der Universität Bremen. Ihre Doktorarbeit absolvierte sie bei der Firma Roche Diagnostics GmbH in Penzberg. Von 2009 bis 2016 lehrte und forschte sie an der Universität Heidelberg und erhielt dort in 2015 ihre Venia legendi für das Fach Medizinische Biometrie. In 2017 trat sie eine W3-Professur für Medizinische Biometrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf an. Nur sechs Monate später folgte sie einem Ruf nach Berlin auf ihre jetzige Professur an der Charité – Universitätsmedizin. Geraldine Rauch ist DFG-Fachkollegiatin, hat mehrere Lehr- und Fachbücher geschrieben und engagiert sich für die Nachwuchsförderung.

Über Prof. Dr.-Ing. habil. Stephan Völker

Prof. Dr.-Ing. habil. Stephan Völker leitet seit 2008 das Fachgebiet Lichttechnik der TU Berlin. 1992 schloss er sein Studium an der TH Ilmenau in der Fachrichtung Elektrotechnik ab. Wissenschaftliche Stationen verbrachte er an der Universität Paderborn und dem University College London sowie an der Queensland University of Technology (QUT) in Brisbane, Australien. An der TU Berlin war er Vertreter der Hochschullehrer*innen im Kuratorium, Dekan und Prodekan und ist Mitglied im Akademischen Senat. Er arbeitet in vielen nationalen und internationalen Fachgremien mit. 2006 bekam er den Deutschen Verkehrssicherheitspreis für seine Habilitationsschrift und 2000 den Helwig-Preis der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft e.V. (LiTG) für seine Dissertationsschrift. Zurzeit weilt eine Nachwuchswissenschaftlerin des Marie-Curie Programms im Fachgebiet, was die hohe internationale Reputation des Fachgebiets unterstreicht.

Weiterführende Informationen

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