Technische Universität Berlin

Wissensstadt Berlin

Die „Wissensstadt Berlin 2021“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen zu den großen Themen unserer Zeit: Gesundheit, Klima und Zusammenleben. Vom 26. Juni bis zum 22. August 2021 finden stadtweit über 100 Veranstaltungen für alle Interessierten statt. Seien Sie dabei, wenn sich ab dem 26. Juni der Platz vor dem Roten Rathaus in ein Zentrum der Wissenschaft verwandelt. Eine große Open-Air-Ausstellung mit vielseitigem Programm und eine Jubiläumsausstellung geben faszinierende Einblicke. Auch die TU Berlin, das Einstein Center for Digital Future (ECDF) und das Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) sind mit einem vielfältigen Programm dabei.

Covid-19 Schutzmaßnahmen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen, gelten die gängigen Infektionsschutzmaßnahmen. Bitte beachten Sie vor Ort die AHA-Formel: Pflicht zum Tragen einer Maske, Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, Hygiene beachten.

Veranstaltungsort

Rotes Rathaus

Adresse Rathausstr. 15
10178 Berlin-Mitte

Aktionstag: 2. Juli 2021

SimRa: Sicherheit im Radverkehr (Aktionsstand + Pavillon, 15 bis 20 Uhr)

Mit Hilfe der SimRa-App werden – auf datenschutzkompatible Art und Weise – Daten darüber gesammelt, wo es in der Stadt für Radfahrende zu Gefahrenhäufungen kommt, welcher Art diese sind, ob diese zeitlich oder lokal gehäuft auftreten und wo sich die Hauptverkehrsflüsse auf dem Rad bewegen. Im Anschluss werden Radfahrende gebeten, diese Gefahrensituationen zu kategorisieren und zu annotieren sowie den Upload auf die Projektserver frei zu geben. Mit Hilfe dieser Daten wird es möglich, einen umfassenden Überblick über Radverkehr in Berlin sowie dabei auftretende Gefahrensituationen zu gewinnen. Die im Projekt gewonnenen Daten werden gemeinsam mit Partner*innen aus anderen Fachbereichen wie bspw. Stadt- und Regionalplanung aber auch unter Einbeziehung interessierter Bürger*innen ausgewertet, um mit Hilfe der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nachhaltige Veränderungen zu erreichen.

Referent*innen:

  • Prof. Dr. David Bermbach, TU Berlin, Fachgebiet Mobile Cloud Computing, Einstein Center Digital Future (ECDF)
  • Ahmet-Serdar Karakaya, TU Berlin, Fachgebiet Mobile Cloud Computing, Einstein Center Digital Future (ECDF)

Veranstalter: Einstein Center Digital Future (ECDF)

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FaSTTUBe, das Formula Student Team mit seinem Elektro-Renn-Boliden (Aktionsstand, 15 bis 20 Uhr)

FaSTTUBe, das steht nicht nur für Formula Student Team TU Berlin, sondern auch für Teamgeist, Ehrgeiz, Benzin und Strom im Blut. Seit 2005 bauen Studierende der TU Berlin Rennwagen, mit denen sie europaweit an dem Konstruktionswettbewerb Formula Student teilnehmen. Neben dem Verbrenner-Boliden und dem Elektro-Wagen tritt FaSTTUBe nun auch zum ersten Mal mit einem autonom fahrenden Rennwagen an. Im Team treffen Studierende der klassischen lngenieurdisziplinen auf die der Wirtschaftswissenschaften.

Konstruktion, Fertigung, Projektmanagement und Finanzen sind nur einige der vielen Bereiche, in denen sie sich als Team selbstständig organisieren müssen. Hier arbeiten die Ingenieur*innen von morgen!

Am Aktionsstand erwartet die Besucher*innen ein Rennwagen, dessen Aufbau und Fahrweise erklärt werden. Man kann in ihm Platz nehmen und selbstständig das Fahren in einem Rennwagen simulieren.

Veranstalter: Technische Universität Berlin, FaSTTUBe, das Formula Student Team

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Themenabend: 8. Juli 2021

Intelligent vernetzt: Wie Smart Grids zum Klimaschutz beitragen (Podiumsgespräch, ab 19.30 Uhr)

Ob im eigenen Zuhause, im Büro oder in der Produktion: Wie wir leben und arbeiten hängt in hohem Maße von zuverlässiger Energieversorgung ab. In Zukunft muss die Energieversorgung aber nicht nur zuverlässig, sondern vor allem klimafreundlich sein. „Smart Grids“ heißt das Zauberwort, das Großstädten wie Berlin helfen soll, klimaneutral zu werden. Doch was sind Smart Grids eigentlich? Was bewirken sie? Und welche Auswirkungen haben sie auf unser tägliches Leben? Seid dabei, wenn u.a. Vertreter von TU Berlin und Siemens Smart Infrastructure diskutieren, wie eine nachhaltige Energielandschaft entsteht – und welche Hindernisse uns noch im Weg sind.

Teilnehmer*innen:

  • Prof. Kai Strunz, Leiter der Fakultät Elektrotechnik und Informatik an der Technischen Universität Berlin
  • Prof. Michael Weinhold, Abteilungsleiter Technology & Innovation Smart Infrastructure, Siemens AG

Moderation: Simon Hauser, Moderator und Coach für Wissenskommunikation

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Aktionstag: 9. Juli 2021

„Intelligente“ Prothesen – Vorstellung Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin (Aktionsstand, 15 bis 20 Uhr)

Es werden aktuelle „intelligente" Prothesen für Amputierte vorgestellt. Diese sind mit sensorischen Funktionen in der Lage, die Beanspruchungs- bzw. Nutzungskontexte zu erfassen und sich daran anzupassen. Damit wird der Patient entlastet und kann die Körperersatzteile intuitiv nutzen. Diese Regelungstechnik wird vorgestellt. In Verbindung damit werden Forschungsprojekte am Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin beschrieben.

Veranstalter: Technische Universität Berlin, Fachgebiet Medizintechnik

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FaSTTUBe, das Formula Student Team mit seinem Elektro-Renn-Boliden (Aktionsstand, 15 bis 20 Uhr)

FaSTTUBe, das steht nicht nur für Formula Student Team TU Berlin, sondern auch für Teamgeist, Ehrgeiz, Benzin und Strom im Blut. Seit 2005 bauen Studierende der TU Berlin Rennwagen, mit denen sie europaweit an dem Konstruktionswettbewerb Formula Student teilnehmen. Neben dem Verbrenner-Boliden und dem Elektro-Wagen tritt FaSTTUBe nun auch zum ersten Mal mit einem autonom fahrenden Rennwagen an. Im Team treffen Studierende der klassischen lngenieurdisziplinen auf die der Wirtschaftswissenschaften.

Konstruktion, Fertigung, Projektmanagement und Finanzen sind nur einige der vielen Bereiche, in denen sie sich als Team selbstständig organisieren müssen. Hier arbeiten die Ingenieur*innen von morgen!

Am Aktionsstand erwartet die Besucher*innen ein Rennwagen, dessen Aufbau und Fahrweise erklärt werden. Man kann in ihm Platz nehmen und selbstständig das Fahren in einem Rennwagen simulieren.

Veranstalter: Technische Universität Berlin, FaSTTUBe, das Formula Student Team

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Science Slam: Klima Special (ab 18.30 Uhr)

Science Slams bringen Wissenschaft kurz und knackig auf die Bühne. Die Slammer*innen haben zehn Minuten Zeit, um dem Publikum ihre Forschungsgebiete und -projekte auf anschauliche und unterhaltsame Weise zu erklären. Dabei sind alle Hilfsmittel erlaubt. Wissenschaftler*innen und Publikum begegnen sich hierbei auf Augenhöhe, denn das Publikum entscheidet mit seinem Applaus über den*die Sieger*in des Abends.

Sechs Wissenschaftler*innen der TU Berlin, der Charité, der Universität Potsdam und des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie GmbH wetteifern darum, die Zuschauer*innen mit der Leidenschaft für ihr Thema anzustecken.

Teilnehmer*innen:

  • Margaux Antonia Huth und Siling Chen, TU Berlin, Fachgebiet Digitale Vernetzung von Wasser- und Abwassersystemen
    „Digitaler Campus für grüne Städte – international und multidisziplinär? Wie und warum?“
  • Dr. Samira Iran, TU Berlin, Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum
    „Mein Ding – Ich bin, was ich (nicht) habe!“
  • Bryan Nowack, Universität Potsdam, Institut für Biochemie und Biologie, AG Epigenetik der Pflanzen
    „Ein heißer Tag kommt selten allein – Gedächtnis ohne Hirn bei Landpflanzen“
  • Dr. Oliver Opatz, Charité, Weltraummedizin / Extreme Umwelten
    „Sei Arm der Datenkrake“
  • Ke Xü, TU Berlin, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Institut für Silizium-Photovoltaik
    "Climate change, climate equality, development rights - three issues, one sustainable solution"

Moderation: Simon Hauser, Moderator und Coach für Wissenskommunikation

Veranstalter: Organisiert durch die Technische Universität Berlin und das Climate Change Center Berlin Brandenburg

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Themenabend: 15. Juli 2021

Menschen, Routen, Räume: Wem gehört die Stadt? (ab 19.30 Uhr)

Visionen in der Verkehrsforschung: On-Demand-Shuttle, E-Scooter und Citymaut – alles was der Wandel braucht

Ein Klick aufs Smartphone und schon kommt ein Fahrzeug und bringt einen überall hin: Autos, Fahrräder, E-Roller, Busse und Bahnen - gemeinsam, vernetzt und digital zu einer einzigen Dienstleistung verschmolzen. Könnte die Digitalisierung überall in Deutschland Tür-zu-Tür-Verbindungen ohne Privatautos ermöglichen? Weert Canzler untersucht, wie sich private und öffentliche Verkehrsmittel zu einer urbanen, postfossilen Mobilitätskultur verbinden lassen und plädiert für die Citymaut als zeitgemäßes Instrument in großen Städten, das den Verkehrsfluss optimieren, Schadstoffe und Klimagase senken und mehr Lebensqualität für alle schaffen könnte.

Mobilitätskonzepte in interdisziplinärem Teamwork - Wie man die Mobilität sichern und gleichzeitig die negativen Folgen für Menschen, Umwelt und Städte reduziert

Michael Ortgiese forscht zu neuen, kooperativen Mobilitätskonzepten für kleinere Städte und äußere Randbezirke von Großstädten. Neben der Entwicklung von Technologien befasst er sich dabei mit neuen Co-Creation-Prozessen, in denen Verkehrsteilnehmer*innen, Kommunen und Unternehmen zusammenarbeiten, um aus unterschiedlichen Perspektiven interessante Lösungen zu entwickeln. Dabei arbeitet er interdisziplinär mit Sozial-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaftler*innen zusammen.

Open Science – Experimentelle Gestaltungsräume für eine integrative digitale Gesellschaft

Der Begriff „Open Science“ bezeichnet einen kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation. In offenen interdisziplinären Forschungsumgebungen arbeiten Wissenschaftler*innen mit Künstler*innen und Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft zusammen. Das Experimentieren mit freien und demokratisierten Technologien an diesen Orten ermöglicht einen inklusiven Gestaltungsansatz und einen offeneren Wissensaustausch an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Im Rahmen ihrer gemeinsamen Gastprofessur für Open Science am Einstein Center Digital Future (ECDF) untersuchen Florian Conradi und Michelle Christensen das Potenzial von Forschung in offenen Laborstrukturen und erproben neue Formen der Zusammenarbeit in der Wissenschaft - mit dem Ziel, die Grenzen von Theorie und Praxis, Politik und Alltag, Wissenschaft und Aktivismus aufzuheben. Ihre Forschungs-, Lehr- und experimentelle Gestaltungspraxis konzentriert sich dabei auf dekoloniale, feministische/queere und nachhaltige Ansätze in Bezug auf freie/offene Technologien.

Referent*innen:

  • Dr. Weert Canzler, Soziologe, Leiter der Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Prof. Michael Ortgiese, ECDF-Professor für Verkehrs- und Mobilitätsmanagement, TU Berlin, Leiter der Abteilung „Design und Bewertung von Mobilitätslösungen“ am Institut für Verkehrssystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Prof. Michelle Christensen, Soziologin und Designforscherin, ECDF-Professorin für „Open Science“, TU Berlin. Co-Leiterin der Forschungsgruppe „Kritische Maker-Kultur“, Weizenbaum Institut, UdK Berlin
  • Prof. Florian Conradi, Designforscher, ECDF-Professor für „Open Science“, Technische Universität Berlin. Co-Leiter der Forschungsgruppe „Kritische Maker-Kultur“, Weizenbaum Institut, TU Berlin

Moderation: Simon Hauser, Moderator und Coach für Wissenskommunikation

Veranstalter: Einstein Center Digital Future (ECDF)

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Themenabend: 27. Juli 2021

Smarter, grüner, digitaler? – Kann Digitalisierung etwas zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit beitragen? (Vortrag, ab 18 Uhr)

Maschinen, Produkte und Menschen werden immer enger mit Informationstechnik vernetzt. Doch wie lässt sich die Digitalisierung politisch und gesellschaftlich gestalten, damit sie zum notwendigen Wandel der Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit beiträgt? Tilman Santarius untersucht die Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs.

Referent:

  • Prof. Tilman Santarius, Einstein-Professor für Sozial-Ökologische Transformation und Nachhaltige Digitalisierung, TU Berlin, Vorstandsmitglied bei der umwelt- und entwicklungspolitischen NGO Germanwatch

Veranstalter: Einstein Center Digital Future (ECDF)

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Aktionstag: 7. August 2021

Künstliche Intelligenz für die Mobilität der Zukunft (Live-Demonstration, ab 15 Uhr)

Heute die Mobilität von morgen erleben: Am Aktionsstand von BeIntelli, einem Projekt des DAI-Labors der TU Berlin, gibt es bei der Wissensstadt Berlin autonomes Fahren zum Anfassen. Die Besucher*innen erwartet einerseits ein Miniaturparcours mit einem BearCar, einem eigens entwickelten und automatisiert fahrenden Modellauto. Außerdem wird ein aufgerüsteter PKW ausgestellt, der zeigt, wie das autonome Fahrzeug seine Umgebung wahrnimmt.

Auch das Bühnenprogramm bespielt das interdisziplinäre BeIntelli-Team: Jan Keiser und Marc Guerreiro Augusto erklären ab 15.40 Uhr den Zuschauer*innen die interessantesten Fakten zur Zukunftstechnologie des autonomen Fahrens, Franziska Riethmüller moderiert.

Veranstalter: Technische Universität Berlin, Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor)

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Erklärbare Künstliche Intelligenz (Aktionsstand, 15 bis 20 Uhr)

Techniken des maschinellen Lernens wie zum Beispiel Neuronale Netze – auch oft bezeichnet als Künstliche Intelligenz (KI) – lösen heute bereits eine Vielzahl an komplexen Aufgaben mit großem Erfolg, beispielsweise in der Bilderkennung und Textanalyse, und bieten neuartige Vorhersagemodelle für komplexe physikalische, biologische und chemische Zusammenhänge. Die verschachtelte und komplex-nichtlineare Struktur vieler Modelle des maschinellen Lernens bringen allerdings den Nachteil mit, dass diese Systeme sich wie sogenannte Black Boxes verhalten und keine oder nur wenig Informationen über ihre Entscheidungsprozesse erkennen lassen. Selbst die Ingenieur*innen und Programmierer*innen haben oft keine Ahnung, exakt auf Grundlage welcher Daten, diese Systeme ihre Entscheidungen treffen. Das kann schnell zu einem Problem werden, wenn solche Systeme auf unvorhergesehene Situationen treffen oder wenn aktiv versucht wird, Systeme dieser Art zu manipulieren. In sicherheitsrelevanten Kontexten, wie zum Beispiel in der Medizin oder auch beim autonomen Fahren, schließt das den Einsatz solcher Systeme nahezu aus. Der Black Box-Charakter beeinträchtigt die Anwendung und Akzeptanz dieser Systeme in allen Anwendungsgebieten, in denen das Verstehen individueller Modellvorhersagen, und somit das Vertrauen in das Vorhersagemodell, unumgänglich ist.

Wissenschaftler*innen des Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) forschen intensiv an der sogenannten erklärbaren Künstlichen Intelligenz, der sogenannten XAI. Diese schafft Einblicke in die Blackbox KI und macht Entscheidungen rückverfolgbar. Der vor Ort ausgestellte Demonstrator, der unter anderem am BIFOLD entwickelt wurde, zeigt Interessierten am Beispiel der Bilderkennung, exakt welche Pixel eines Bildes wie viel zu der Entscheidung der eingesetzten KI beigetragen hat.

Veranstalter: BIFOLD, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, TU Berlin

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Kontakt

Einrichtung Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni