Technische Universität Berlin

Infektionskettenmanagement der TU Berlin

Transparente Meldevorgänge beim Vorliegen eines positiven COVID-19-Tests

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sind Arbeitnehmer*innen grundsätzlich verpflichtet, bei bestätigter COVID-19-Infektion ihre Arbeitgeberin zu unterrichten, damit diese im Rahmen ihrer Fürsorgeplicht Maßnahmen zum Schutz der Mitglieder der Universität treffen kann. Auch für alle Student*innen gilt diese Verpflichtung.

Der Krisenstab der TU Berlin hat in Abstimmung mit mehreren Stellen der Universität wie dem Datenschutz das folgende Infektionskettenmanagement aufgestellt. Es soll Transparenz geben in Meldeabläufen bei dem Vorliegen eines positiven Corona-Tests und gleichzeitigem Kontakt mit TU-Beschäftigten bzw. Student*innen. Es werden mehrere Szenarien aufgeführt, die Ihnen helfen sollen, schnell und richtig zu agieren.

Zentrale E-Mail-Adresse zum Melden positiver COVID-19-Tests

Wichtig ist: Es sollen nur ärztlich festgestellte COVID-19-Infektionen gemeldet werden. Die zentrale E-Mail-Adresse an der TU Berlin dafür lautet: coronafall(at)tu-berlin.de. Bei einer Meldung an diese E-Mail-Adresse wird der Datenschutz gewahrt.

Verhalten bei positivem COVID-19-Test

Bitte informieren Sie sich über die jeweiligen Meldeketten entsprechend Ihrer Statusgruppe. Die Informationen folgen unten stehend (bitte klappen Sie den vollständigen Text mit Hilfe des roten Pfeils rechts auf).

Was müssen Beschäftigte, Vorgesetzte und Lehrende, Bibliotheksverantwortliche usw. beachten?

Ich wurde selbst positiv getestet

Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihre*n Vorgesetzte*n. Sollten Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt krankgeschrieben werden, dann wenden Sie sich auch an Ihre Personalstelle. Eine Arbeitsunfähigkeit/Dienstunfähigkeit ist durch ein ärztliches Attest spätestens an dem auf den dritten Kalendertag der Arbeitsunfähigkeit/Dienstunfähigkeit folgenden Arbeitstag vorzulegen. Sollte das Vorlegen eines Nachweises im Original innerhalb der o.g. Frist nicht möglich sein, besteht die Möglichkeit, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Scan als Anhang in einer E-Mail, als Foto mittels eines Mobiltelefons oder per Fax an das zuständige Personalteam zu senden, um die Arbeitsunfähigkeit bis zum Eingang des Originals vorübergehend nachzuweisen.

Ich wurde als Vorgesetzte*r wegen eines positiven Testergebnisses einer meiner Mitarbeiter*innen kontaktiert.

Vorgesetzte informieren die betroffenen Mitglieder ihrer Organisationseinheit: Sollte es einen positiven COVID-19-Test bei einem Ihrer Teammitglieder geben, dann

  • melden Sie die Kontaktdaten (Name, Vorname, E-Mailadresse und Telefonnummer) der Personen, die direkten Kontakt mit der*dem Beschäftigten mit einem positiven COVID-19-Test hatten, umgehend an das zuständige Gesundheitsamt am Wohnort der positiv getesteten Person. Die Kontaktdaten der Gesundheitsämter finden Sie über eine PLZ-Suche beim RKI.
  • melden das Vorliegen eines positiven Tests an: coronafall(at)tu-berlin.de
  • und informieren umgehend auch Ihre Teammitglieder, die direkten Kontakt zu der*dem Beschäftigten mit einem positiven COVID-19-Test über mindestens 20 Minuten oder ohne Mund-Nasen-Schutz hatten oder sich unabhängig von der Dauer zusammen in einem geschlossenen Raum aufgehalten haben. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Kontaktpersonen vorsorglich für fünf Tage ihre Arbeit im Homeoffice fortsetzen. Zugrunde liegt hier die Fürsorgepflicht.

Folgenden Formulierungsvorschlag unterbreiten wir Ihnen:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,

hiermit möchte ich Sie darüber in Kenntnis setzen, dass es in unserer Organisationseinheit XYZ leider eine Person gibt, die auf COVID-19 positiv getestet wurde. Laut Einsatzplan hatten Sie direkten Kontakt miteinander. Die Liste der Kontakte wurde bereits an das Gesundheitsamt übersandt. Bitte beachten Sie: Die Risikobewertung – und eine mögliche damit einhergehende Verordnung einer Quarantäne – erfolgt ausschließlich durch das Gesundheitsamt. Sollte dieses in seiner Bewertung zum Schluss kommen, dass Sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren, wird es sich mit Ihnen direkt in Verbindung setzen.

Dennoch möchte ich Ihnen nahelegen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und Ihre sozialen Kontakte in den kommenden Tagen einzuschränken. Auch möchte ich Sie bitten, während der kommenden fünf Kalendertage, sofern es sich um Arbeitstage handelt, im Homeoffice zu arbeiten.

Sollten bei Ihnen Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und – bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Name]

Ich wurde als Lehrende*r wegen eines positiven Testergebnisses einer*eines Student*in*en kontaktiert.

Dozent*innen informieren die Student*innen: Sollten Sie von einer*einem Studentin*en ihres Präsenzkurses erfahren, dass sie*er positiv auf COVID-19 getestet wurde, dann

  • melden Sie sich unter coronafall(at)tu-berlin.de; wir koordinieren mit Ihnen zusammen, damit die Teilnehmer*innenliste (mit den Angaben Name, Vorname, postalischer oder E-Mailadresse, ggf. Telefonnummer sowie Platznummer) dem Gesundheitsamt übersandt wird, und
  • bitten wir Sie, die anderen Teilnehmer*innen umgehend zu informieren.

Folgenden Formulierungsvorschlag unterbreiten wir Ihnen:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Student*innen,

hiermit möchte ich Sie darüber in Kenntnis setzen, dass es in der [Veranstaltung XY]  am Tag Z leider eine Person gab, die auf COVID-19 positiv getestet wurde. Die Liste der Teilnehmer*innen an dieser Lehrveranstaltung wurde bereits an das Gesundheitsamt übersandt. Bitte beachten Sie: Die Risikobewertung – und eine mögliche damit einhergehende Verordnung einer Quarantäne – erfolgt ausschließlich durch das Gesundheitsamt. Sollte dieses in seiner Bewertung zum Schluss kommen, dass Sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren, wird es sich mit Ihnen direkt in Verbindung setzen.

Dennoch möchten wir Ihnen nahelegen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und Ihre sozialen Kontakte in den kommenden Tagen einzuschränken. Sollten bei Ihnen Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und – bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Name]

Was müssen Student*innen beachten?

Bitte wenden Sie sich umgehend an coronafall(at)tu-berlin.de.

Wo genau haben Sie sich an der TU Berlin aufgehalten?

  • In einer Lehrveranstaltung: Bitte informieren Sie umgehend die*den Lehrende*n der Lehrveranstaltung.
  • Bei einer Prüfung vor Ort: Bitte informieren Sie umgehend die*den Lehrende*n/Prüfende*n der Prüfung.
  • In der Bibliothek: Bitte informieren Sie umgehend die Bibliothek.
  • In einem gastronomischen Bereich: Bitte informieren Sie umgehend die*den Betreiber*in der jeweiligen gastronomischen Einrichtung.
  • Bei einem Beratungsangebot o.ä. vor Ort: Bitte informieren Sie umgehend die Beratungsstelle, die Sie aufgesucht haben.
  • Anderweitiger Aufenthalt in der TU Berlin: Bitte wenden Sie sich umgehend an coronafall(at)tu-berlin.de.

Was müssen Betreiber*innen gastronomischer Angebote auf dem TU-Campus beachten?

Mensen und Cafés des Studierendenwerks

Das Studierendenwerk behandelt Infektionsfälle eigenständig. Bitte informieren Sie sich dort.

Private Betreiber*innen in Gebäuden der TU Berlin

Private Betreiber*innen sind eigenverantwortlich für das Erheben der Kontaktinformationen ihrer Gäste gemäß der Coronaverordnung des Landes Berlin in der jeweils aktuellsten Fassung verantwortlich und wenden sich im Infektionsfall eigenständig an das zuständige Gesundheitsamt.

Studentische Cafés

Die geöffneten studentischen Cafés auf dem Campus sind eigenverantwortlich für das Erheben der Kontaktinformationen gemäß der Coronaverordnung des Landes Berlin in der jeweils aktuellsten Fassung verantwortlich. Bei Bekanntwerden eines Infektionsfalles wenden Sie sich bitte umgehend an coronafall(at)tu-berlin.de. Wir koordinieren mit Ihnen zusammen, dass die Teilnehmer*innenlisten an das zuständige Gesundheitsamt geschickt werden.

Kommunikationsweg zum Gesundheitsamt

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um die Verarbeitung von persönlichen Daten im Sinne des Gesundheitsschutzes handelt und diese daher besonders schützenswert sind. Die Übermittlung der Personenliste sollte möglichst als passwortgeschützte Datei mittels E-Mail versendet werden. Dabei ist auf die separate Übersendung des Passworts und die Verifizierung des E-Mail-Adresse der*des Empfänger*in. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Datenschutz-Teams der TU Berlin.

Kommunikationsweg in der TU Berlin

Die E-Mail-Adresse coronafall(at)tu-berlin.de bitten wir ausschließlich für das Melden konkreter Infektionsfälle (positiver Test auf COVID-19) zu verwenden.

Es ist wichtig, dass Infektionsfälle unter coronafall(at)tu-berlin.de gemeldet werden, da der Krisenstab nur dann Zusammenhänge zwischen Fällen und ein möglicherweise erhöhtes Infektionsgeschehen erkennen kann. Auch sind wir gebeten, die Zahl der aufgetretenen Fälle an der TU Berlin in regelmäßigen Abständen an das Land zu melden, damit das Land gegebenfalls weitere Maßnahmen für die Hochschulen beschließen kann. Die Meldungen an das Land beinhalten keine personenbezogenen Daten.

Die zentrale E-Mail-Adresse coronafall(at)tu-berlin.de besitzt ein Zertifikat zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und kann verschlüsselte E-Mails empfangen.

Der Krisenstab ist unter krisenstab(at)tu-berlin.de erreichbar und nimmt Anliegen entgegen, die er im Zusammenhang mit der Pandemieentwicklung entscheiden muss (beispielsweise die Genehmigung von Hygienekonzepten oder von Ausnahmefällen). 

Handlungsoptionen bei COVID-19-Verdachtsfällen

Laut Robert Koch-Institut sind die am häufigsten genannten Symptome beziehungsweise Manifestationen folgende:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störung des Geruchs- und/oder Geschmacksempfindens

Im Sinne dieser Handlungsanweisung liegt ein Verdachtsfall vor, wenn Sie unter den oben genannten Symptomen leiden und Sie in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einer erkrankten Person hatten, bei der ein Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt hat, oder die Corona-Warn-App der Bundesregierung den Status „erhöhtes Risiko“ für Sie anzeigt.

Maßnahmen für Beschäftigte der TU Berlin

Bei auffälligen Krankheitserscheinungen oder bei einer bekannten Warnung der Corona-Warn-App wird die*der betroffene Beschäftigte dringend gebeten, sich bei seiner*seinem Vorgesetzten zu melden. Diese*dieser wird die*den Beschäftigten auffordern, den Arbeitsplatz auf dem Campus der TU Berlin zu verlassen und einen Arzt oder eine Ärztin zu kontaktieren.

Sollte bei einem Verdachtsfall tatsächlich eine COVID-19-Erkrankung ärztlich festgestellt werden, informiert die*der Beschäftigte unverzüglich ihre*seine Beschäftigungsstelle – siehe Infektionskettenmanagement.

Maßnahmen am Studienplatz

Bei auffälligen Krankheitserscheinungen wird der*die Student*in durch die*den Dozent*in aufgefordert, unverzüglich das Universitätsgelände zu verlassen und einen Arzt oder eine Ärztin zu kontaktieren.

Sollte der Test bei dieser Person positiv ausfallen, informiert die betroffene Person umgehend ihre*n Dozent*in der Präsenzveranstaltungen, die in den vergangenen 10 Tagen besucht wurden und wo es physischen Kontakt mit anderen auf dem Campus gab. Die*der Dozent*in handelt dann nach dem Infektionskettenmanagement.

Corona-Warn-App

Die von der Bundesregierung kostenfrei zur Verfügung gestellte Corona-Warn-App ist bei privaten Mobiltelefonen freiwillig. Die TU Berlin empfiehlt die aktive Verwendung dieser App. Alle Nutzer*innen eines TU-Diensthandys werden gebeten, diese Warn-App, sofern es technisch möglich ist, auf dem Diensthandy zu installieren.

Informationen zur Corona-Warn-App

Der Krisenstab der TU Berlin
Stand: 22. Oktober 2020