Bewerbung und Immatrikulation für einen Masterstudiengang ohne abgeschlossenes Bachelorstudium

Mastereinschreibung unter Widerrufsvorbehalt

Mit der folgenden Regelung wird an der TU Berlin der zeitnahe Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium ermöglicht. Es wird von den Bewerber*innen erwartet, dass der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss vor Beginn des Masterstudiums erlangt und innerhalb des 1. Fachsemesters des Masterstudiums nachgewiesen wird (§10 Abs. 5a Satz 1 BerlHG).

Wenn Sie sich für einen Masterstudiengang bewerben und zum Bewerbungsschluss noch keinen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss nachweisen können, aber kurz vor Ihrem Bachelorabschluss stehen, haben Sie folgende Möglichkeit:

Sie lassen sich ersatzweise eine Bescheinigung von der jeweils zuständigen Stelle der bisher besuchten Hochschule ausstellen und legen diese vor. Diese Bescheinigung muss unseren TU-Vorgaben entsprechen, da Ihre Bewerbung anderenfalls nicht die formalen Kriterien erfüllt und deshalb abgelehnt werden muss (gemäß § 22 Abs. 2 Ordnung zur Regelung des allgemeinen Studien- und Prüfungsverfahrens an der Technischen Universität Berlin - AllgStuPO).

Detaillierte Informationen zur ECTS-Bescheinigung erhalten Sie auf der folgenden Webseite.

Im Falle einer Zulassung erfolgt die Immatrikulation zunächst nur unter Widerrufsvorbehalt. Das heißt, Sie sind dazu verpflichtet, Ihren erfolgreichen Bachelorabschluss innerhalb des 1. Fachsemesters nachzuweisen (spätestens bis Semesterende). Denken Sie bitte trotzdem daran, den Semesterbeitrag innerhalb der Rückmeldefrist zu überweisen. Sollte die Zahlung erst nach dem Rückmeldeschluss auf dem Konto der TU Berlin verbucht worden sein, so muss eine Säumnisgebühr (19,94 €) bezahlt werden.

Ihren Abschluss müssen Sie mit Ihrer Rückmeldung über Ihren TUB-Account (tuPORT) als "Masterzugangsberechtigung" hochladen. Er kann wie folgt nachgewiesen werden:

  • Leistungsbescheinigung (maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig) - mit Abschlussnote und -datum und dem Hinweis, dass das Studium abgeschlossen ist
  • Abschlussbescheinigung oder 4,0-Bescheinigung vom Prüfungsamt ausgestellt - gestempelt und unterschrieben (keine 4,0-Bescheinigungen vom Prüfer oder der Fakultät!)
  • Abschlusszeugnis
  • gilt nur für TU-Studierende: QISPOS-Ausdruck mit Masterqualifikation - mit 180 ECTS und Gesamtnote
  • gilt nur für TU-Studierende: Abschluss in SAP bzw. POS eingetragen - das Hochladen eines Dokuments ist nicht mehr nötig

Einmaliger Antrag auf Fristverlängerung / Verlängerung der vorläufigen Mastereinschreibung

Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, dann gibt es die Möglichkeit, innerhalb des 1. Fachsemesters eine einmalige Verlängerung der Frist um lediglich ein weiteres Semester zu beantragen, wenn die Gründe nicht durch Sie zu vertreten sind. Eine darüber hinausgehende Verlängerung ist ausgeschlossen.

Den "Antrag auf Verlängerung der vorläufigen Mastereinschreibung" finden Sie in Ihrem TUB-Account (tuPORT) in der App "Antrag stellen".

Einmalige kulante Ausnahmeregelung: Studierende, die im Sommersemester 2022 im 2. Fachsemester unter Widerrufsvorbehalt eingeschrieben sind, dürfen einmalig einen weiteren (zweiten) begründeten Antrag auf Verlängerung der Mastereinschreibung unter Widerrufsvorbehalt stellen. Aus der Begründung muss klar hervorgehen, dass der Nachweis situationsbedingt nicht erbracht werden kann. Bitte stellen Sie die Gründe daher ausführlich und plausibel dar. Fügen Sie Ihrer Begründung, falls möglich, auch entsprechende Nachweise hinzu. Diese Kulanzregelung gilt nur für die Rückmeldung zum Wintersemester 2022/2023.

Ablehnung des Antrags

Sollten Sie jedoch keine Verlängerung erhalten, so werden Sie aus dem Masterstudiengang exmatrikuliert und dürfen sich erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Bachelors für den gleichen Masterstudiengang als Wiedereinschreiber*in bewerben. Das bedeutet, dass Sie sich nur für das nächsthöhere Fachsemester bewerben dürfen. Bei einer Bewerbung als Wiedereinschreiber*in für das nächsthöhere Fachsemester für einen Masterstudiengang mit NC müssen Sie zudem noch die entsprechenden Studienleistungen für dieses Semester nachweisen (für jedes immatrikulierte Fachsemester 30 ECTS-Punkte).

Gerne beraten wir Sie im Fall einer Ablehnung Ihres Antrags auf Verlängerung persönlich während unserer Sprechstunden über das weitere Vorgehen.

Eine Wiedereinschreibung über die Regelstudienzeit hinaus ist ausgeschlossen.

Für die Dauer einer Immatrikulation unter Widerrufsvorbehalt ist die Einstufung in ein höheres Fachsemester ausgeschlossen (gemäß § 22 Abs. 4 Ordnung zur Regelung des allgemeinen Studien- und Prüfungsverfahrens an der Technischen Universität Berlin - AllgStuPO).

Eine Immatrikulation unter Widerrufsvorbehalt ist nur für einen Masterstudiengang möglich.

Ein Teilzeitstudium ist ebenfalls bei einer Immatrikulation zum Masterstudium unter Widerrufsvorbehalt ausgeschlossen.

Hinweis zur Rückmeldung

Die Rückmeldefrist ist grundsätzlich einzuhalten. Das heißt, dass die geforderten Gebühren und Beiträge bis zum Rückmeldeschluss auf dem Konto der TU Berlin verbucht sein müssen.

Wenn Sie sich fristgemäß rückmelden wollen, dann muss der Bachelorabschluss bzw. der Antrag auf Verlängerung der vorläufigen Mastereinschreibung bis zum Rückmeldeschluss auch nachgewiesen bzw. gestellt worden sein. Wenn Sie erst nach der Rückmeldefrist den Bachelorabschluss bzw. den Antrag auf Verlängerung der vorläufigen Mastereinschreibung nachweisen bzw. stellen können, dann ist dies noch möglich bis zum Semesterende. Nur wenn die geforderten Gebühren und Beiträge nach Rückmeldeschluss auf dem Konto der TU Berlin verbucht wurden, dann ist die Zahlung der Säumnisgebühr zusätzlich notwendig für die verspätete Rückmeldung, anderenfalls entfällt diese ausnahmsweise. Beachten Sie hierbei, dass die Säumnisgebühr erst gemindert werden kann im Zuge der Prüfung des Bachelorabschlusses bzw. des Antrages auf Verlängerung der vorläufigen Mastereinschreibung.

Weitere Informationen zum Thema Rückmeldung finden Sie hier.