Technische Universität Berlin
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl

Technischer Umweltschutz, B. Sc.

Kurzprofil

Der Technische Umweltschutz beschäftigt sich mit vielfältigen, gesellschaftlich hochrelevanten Bereichen, beispielsweise der Rohstoffgewinnung aus Abfällen, dem Abwasserrecycling, den Messungen von Treibhausgasemissionen, der Atmosphärenforschung oder Verfahren der Stoffwandlung mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt. Dementsprechend anwendungsorientiert ist der Bachelorstudiengang Technischer Umweltschutz an der Technischen Universität Berlin: Sie befassen Sie sich mit den technik- und ökosphärebezogenen Prozessen der Entstehung, Verteilung, Wirkung und Transformation umweltbelastender Stoffe und hygienisch bzw. toxikologisch relevanter Agenzien innerhalb und zwischen den Umweltmedien Boden, Wasser und Luft sowie der Technosphäre. Besondere Beachtung finden dabei die Aspekte der Erkennung, Beurteilung, Vermeidung, Minderung und Beseitigung von Umweltbelastungen, Umweltrisiken und Umweltschäden ebenso wie die vorsorgenden Bereiche des Umweltschutzes.

AbschlussBachelor of Science
Regelstudienzeit 6 Semester
Leistungspunkte180
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsfrei
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Jedes Bachelorstudium an der TU Berlin setzt eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung voraus. In der Regel ist dies das Abitur. Aber auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung können Sie an der TU Berlin studieren, wenn Sie bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen können.

Im Bachelorstudiengang Technischer Umweltschutz ist die Unterrichtssprache Deutsch.

Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie daher als sprachliche Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen. Da einige Lehrveranstaltungen/Module auch auf Englisch angeboten werden, sind Englischkenntnisse nützlich. Sie sind aber keine Bedingung für die Aufnahme des Studiums.

Da im Studium mathematische, natur- und ingenieurwissenschaftliche Bereiche einen wesentlichen Anteil des Studiums bilden, sollten Sie Interesse und ein grundlegendes Verständnis für Naturwissenschaften und Technik mitbringen. Von Vorteil ist, wenn Sie bereits passgenaue Leistungskurse im Abitur belegt haben.

Studienverlauf

Zu Beginn des Studiums werden die für den Technischen Umweltschutz notwendigen, umfangreichen mathematischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen gelegt. In Projekten werden Ihnen Arbeitsmethoden und die Herangehensweise an ingenieurwissenschaftliches Arbeiten vermittelt. In Gruppen bearbeiten Sie selbstständig Umweltprobleme und in einem Planspiel fach- und medienübergreifend Lösungen für aktuelle Umweltbelastungen in Ballungsräumen unter Berücksichtigung auch gesellschaftlicher und ökonomischer Aspekte. Im Fachstudium erwerben Sie in integrierten Lehrveranstaltungen umwelttechnische und chemische Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die Sie durch Seminare und Laborpraktika vertiefen und erweitern. Mit der selbstständig anzufertigenden wissenschaftlichen Bachelorarbeit erwerben die Studierenden ihre Berufsqualifikation.

Für den Bachelorstudiengang gibt es einen sogenannten Studienverlaufsplan, der einen empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von 6 Semestern darstellt. Er dient als Beispiel, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten. Der idealtypische Verlaufsplan ist nicht verpflichtend, zeigt aber einen sinnvollen Aufbau des Studiums.

Den Studienverlaufsplan finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung des Studiengangs. Für Studienbewerber*innen gilt immer die neueste Fassung dieser Ordnung.

Zur Studien- und Prüfungsordnung

Inhalte & Module

Das Bachelorstudium ist modular aufgebaut. Ein Modul bündelt Studieninhalte zu einem bestimmten Thema. Innerhalb eines Moduls werden häufig verschiedene Studien- und Lehrformen angeboten, zum Beispiel Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praxisprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen.

Eine aktuelle Übersicht aller Module des Bachelorstudiengangs Technischer Umweltschutz in Form einer Modulliste finden Sie im sogenannten Modultransfersystem der TU Berlin (MTS). In dieser Moduldatenbank erhalten Sie einen Überblick, welche Module verpflichtend sind und welche frei gewählt werden können. Des Weiteren finden Sie dort ausführliche Modulbeschreibungen inklusive Modulinhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform etc. Die Modulliste orientiert sich immer an der Studien- und Prüfungsordnung.

Zur Moduldatenbank

Praktika

Während des Bachelorstudiums Technischer Umweltschutz gehören zwei außeruniversitäre Praktika zum Pflichtbereich. Diese sind unterteilt in das Grundpraktikum und das Fachpraktikum. Es wird dringend empfohlen, das Grundpraktikum im Umfang von 6 bis 8 Wochen vor Beginn des Studiums zu absolvieren. Die beiden außeruniversitären Praktika umfassen insgesamt 12 Wochen. Der Nachweis über die gesamten 12 Wochen ist bis zur Meldung der letzten Prüfungsleistung des Bachelors zu erbringen.

Das Grundpraktikum dient dazu, die vielschichtigen Aspekte des Arbeitslebens, zu denen auch die Auswirkungen auf die Umwelt gehören, praktisch kennenzulernen. Das Praktikum sollten Sie vorzugsweise in mittleren oder großen Industriebetrieben, in Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, dem Öffentlichen Dienst oder in der Landwirtschaft absolvieren.

Das Fachpraktikum soll dazu dienen, die im Studium gewonnenen Grundlagen und Fachinhalte des Technischen Umweltschutzes in der Praxis anzuwenden.

Alle weiteren Details finden Sie in der Praktikumsordnung des Studiengangs.


Auslandsaufenthalt

Teile des Studiums können Sie in der Regel auch im Ausland absolvieren, entweder über Auslandssemester oder über Praktika. Allgemeine Informationen zum Thema Auslandsaufenthalt erhalten Sie beim International Office der TU Berlin (Studium im Ausland) sowie beim Career Service (Praktikum im Ausland).

Erworbene Kompetenzen

Im Bachelorstudiengang Technischer Umweltschutz werden Ihnen sowohl ingenieurtechnische als auch naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt. Darüber hinaus beschäftigen Sie sich mit betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten des Umweltschutzes. Als Absolvent*in des Studiengangs sind Sie befähigt zur Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen zur Erkennung, Vermeidung, Verringerung und Beseitigung von schädigenden Umwelteinflüssen.

Perspektiven nach dem Studium

Das Bachelorstudium Technischer Umweltschutz ist Grundlage für den Masterstudiengang Technischer Umweltschutz und den Masterstudiengang Environmental Science for Urban Ecosystems an der TU Berlin. Darüber hinaus ermöglicht das Bachelorstudium andere weiterführende wissenschaftliche Ausbildungen an nationalen und internationalen Universitäten.

Aber auch die Berufsfelder für Absolvent*innen des Bachelorstudiengangs sind vielfältig: Sie können beispielsweise eine Tätigkeit in der umwelttechnischen und gütererzeugenden Industrie aufnehmen, in Umweltbehörden, internationalen Organisationen, Unternehmensberatungen, Ingenieurbüros oder Entsorgungsunternehmen.


Weitere Informationen & Downloads

Orientierung und Studienentscheidung: Allgemeine Studienberatung

Fragen zum Studiengang: Studienfachberatung 

Allgemeine Fragen: Studieninfo-Service

Bewerbung und Immatrikulation: Studierendensekretariat - Servicebereich Bachelor

Anerkennung von Leistungen: Prüfungsausschuss

Fachspezifische Anlaufstellen für den Studiengang