Technische Universität Berlin
© TU Berlin/PR/Romina Becker

Interdisziplinäre Antisemitismusforschung, M. A.

Kurzprofil

Im Masterstudiengang Interdisziplinäre Antisemitismusforschung beschäftigen Sie sich mit Antisemitismus und seinen vielfältigen Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen in Vergangenheit und Gegenwart. Auch benachbarte Themenfelder, beispielsweise Rassismus, Migrationsforschung, gesellschaftliche Konflikte und damit verbundene Wahrnehmungsmuster sowie die Entwicklung angemessener Bearbeitungsformen sind Gegenstand des Studiums. Einen hohen Stellenwert im Studium hat außerdem die Vermittlung methodischer und analytischer Kompetenzen. Für Ihre individuelle Profilbildung können Sie wählen zwischen den Bereichen Interkulturelle Bildungsplanung und -entwicklung, Formen und Funktionen von Erinnerung, Öffentlichkeit, Kommunikation und Medien und Literarische Repräsentationen von Selbstbehauptung und Verfolgung.

AbschlussMaster of Arts
Regelstudienzeit 4 Semester
Leistungspunkte120
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsfrei
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Die formalen Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang Interdisziplinäre Antisemitismusforschung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem Studiengang geschichts-, sozial-, geistes- oder kulturwissenschaftlicher Fachrichtung oder ein entsprechender Lehramtsabschluss.

Im Masterstudiengang Interdisziplinäre Antisemitismusforschung ist die Unterrichtssprache Deutsch. Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie daher als sprachliche Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen.

Da ein Teil der Fachliteratur und einige Lehrveranstaltungen auf Englisch angeboten werden, müssen Sie Englischkenntnisse auf der Niveaustufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens belegen können.

Studienverlauf

Der Masterstudiengang gliedert sich in einen Pflichtbereich (66 LP), einen Wahlpflichtbereich (6 LP) sowie die sogenannte Freie Wahl (18 LP). Im Wahlpflichtbereich können Sie zwischen den Bereichen „Interkulturelle Bildungsplanung und -entwicklung“, „Formen und Funktionen von Erinnerung“, „Öffentlichkeit, Kommunikation und Medien“ oder „Literarische Repräsentation“ wählen. Das Studium wird mit der Masterarbeit (30 LP) abgeschlossen.

Ein exemplarischer Studienverlaufsplan stellt den empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von 4 Semestern dar und dient als Beispiel, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten. Dieser idealtypische Verlaufsplan ist nicht verpflichtend, zeigt aber einen sinnvollen Aufbau des Studiums. Den Studienverlaufsplan finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung.


Zur Studien- und Prüfungsordnung

Inhalte & Module

Das Masterstudium ist in Modulen aufgebaut, die Studieninhalte zu einem bestimmten Thema bündeln und verschiedene Studien- und Lehrformen beinhalten, zum Beispiel Seminare, Vorlesungen, Übungen und Forschungsprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen.

Eine aktuelle Übersicht aller Module in Form einer Modulliste gibt das sogenannte Modultransfersystem (MTS) der TU Berlin. Im MTS erhalten Sie einen Überblick, welche Module in einem Studiengang für Sie verpflichtend sind und welche Sie frei wählen können. Ausführliche Modulbeschreibungen geben Aufschluss über Inhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform und vieles mehr. Die Modulliste orientiert sich an der Studien- und Prüfungsordnung. Für neue Studierende gilt immer die aktuellste Fassung dieser Ordnung.

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Praktika

Während des Masterstudiums gehört ein berufsfelderkundendes Praktikum zum Pflichtbereich. Es muss mindestens 8 Wochen umfassen und der Tätigkeitsbereich in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den Inhalten des Masterstudiengang stehen. Darüber hinaus kann im Wahlbereich ein 5-wöchiges Praktikum absolviert werden.

Auslandsaufenthalt

Der Verlauf des Masterstudiengangs bietet Ihnen die Möglichkeit, innerhalb der Regelstudienzeit einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt durchzuführen. Sie werden bei der Auswahl der Hochschule und der Zusammenstellung Ihres Studienplans durch die an der Fakultät zuständige Person für Auslandsstudien unterstützt.



Erworbene Kompetenzen

Der Masterstudiengang vermittelt Ihnen ein weitreichendes Verständnis von Antisemitismus in der Gegenwart sowie als historisches Phänomen, von Holocaust und Genozid, Rassismen und diskriminierenden Zuschreibungen, innergesellschaftlichen Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen, von Minder- und Mehrheiten sowie Selbst- und Fremdbildern.

Sie erwerben zudem vielseitige disziplinäre Kenntnisse, Perspektiven und Methoden, beispielsweise aus Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft, Literatur- und Kunstwissenschaft. Dadurch werden Sie befähigt, Antisemitismus und benachbarte Themenfelder aus der Perspektive verschiedener Fachdisziplinen zu betrachten und analysieren.

Ziel des Studiums ist es ebenfalls, Ihnen die fachlichen Inhalte und überfachlichen Schlüsselqualifikationen in einem internationalen Kontext zu vermitteln und eine Internationalität fördernde Lehr- und Lernumgebung zu schaffen. Dadurch werden Sie in die Lage versetzt, gesellschaftliche Konflikte kultur- und geschlechtersensibel zu bearbeiten und die eigene Team-, Kritik- und Konfliktfähigkeit zu reflektieren.

Perspektiven nach dem Studium

Mit dem Masterstudium Interdisziplinäre Antisemitismusforschung qualifizieren Sie sich für alle Tätigkeitsfelder, für die der theoretisch reflektierende und wissenschaftlich fundierte Umgang mit Antisemitismus, mit ethnisierten Konflikten, Vorurteilen und Stereotypen wichtig ist, ebenso wie die pädagogische Bearbeitung und mediale Vermittlung dieser Phänomene.

Sie profilieren sich gleichermaßen für fachbezogene journalistische Felder, für die außerakademische Lehre und (Weiter-)Bildung, für die Arbeit in Gedenkstätten, Museen und Verlagen sowie in Institutionen und Organisationen, die sich für ein demokratisches Gemeinwesen engagieren. Im Anschluss an das Masterstudium können Sie außerdem in Berufsfeldern arbeiten, in denen selbstständige Analysen komplexer gesellschaftlicher Tatbestände und Probleme verlangt werden. Über die Schwerpunktbildung im Studium eröffnet sich Ihnen auch die Möglichkeit, in Wissenschaft und Forschung arbeiten, beispielsweise über den Weg eines anschließenden Promotionsstudiums.