Technische Universität Berlin
© Oana Popa-Costea

Energie- und Prozesstechnik, B. Sc.

Kurzprofil

Im Bachelorstudiengang Energie- und Prozesstechnik beschäftigen Sie sich beispielsweise mit der technischen Realisierung von Prozessen zur umweltfreundlichen Energieversorgung, mit Verfahren, die zur Herstellung von Arzneimitteln und Lebensmitteln benötigt werden oder der allgemeinen Ressourcenschonung. Das Studium ist thematisch vielfältig und vereint dabei die Bereiche Energie-, Verfahrens- und Gebäudetechnik in einem Studiengang. Entsprechend breit angelegt ist das Wissen, das Ihnen vermittelt wird. Sie erwerben Grundlagenkenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie, Thermodynamik und Wirtschaftswissenschaften sowie spezifische ingenieurwissenschaftliche Fachkenntnisse, beispielsweise aus Mechanik, Elektro- und Informationstechnik oder Konstruktionslehre/Werkstoffkunde. Darüber hinaus ermöglicht Ihnen der Studiengang die Herausbildung eines individuellen Qualifikationsprofils bereits im Grundstudium: Wenn Sie für Ihre Spezialisierung den Bereich der Energietechnik wählen, beschäftigen Sie sich mit Umwandlung, Transport, Speicherung und rationellem Einsatz von verschiedenen Energieformen und -trägern. Bei einer Spezialisierung im Bereich der Verfahrenstechnik erlernen Sie die Ermittlung, Entwicklung und technische Durchführung von Verfahren, in denen Stoffe nach Art, Eigenschaft und Zusammensetzung verändert werden. Im Spezialisierungsgebiet Gebäudetechnik befassen Sie sich mit energieeffizienten Systemlösungen bei der technischen Gestaltung von Innenräumen wie Gebäuden, Kraftfahrzeugen, Bahnwagons und Flugzeugen.

AbschlussBachelor of Science
Regelstudienzeit 6 Semester
Leistungspunkte181
Studienbeginn Sommer- und Wintersemester
Zulassung zulassungsfrei
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Jedes Bachelorstudium an der TU Berlin setzt eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung voraus. In der Regel ist dies das Abitur. Aber auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung können Sie an der TU Berlin studieren, wenn Sie bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen können.

Im Bachelorstudiengang Energie- und Prozesstechnik ist die Unterrichtssprache Deutsch. Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie daher als sprachliche Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen. Da einige Lehrveranstaltungen/Module auch auf Englisch angeboten werden, sind Englischkenntnisse nützlich. Sie sind aber keine Bedingung für die Aufnahme des Studiums.

Das Bachelorstudium Energie- und Prozesstechnik ist ein naturwissenschaftlich begründeter Ingenieurstudiengang. Daher ist Interesse an technischen sowie naturwissenschaftlichen Inhalten wünschenswert. Von Vorteil ist, wenn Sie naturwissenschaftliche Leistungskurse wie Mathematik, Physik oder Chemie im Abitur belegt haben. Da überfachliche Schlüsselqualifikationen im Studium einen hohen Stellenwert haben, sollten Sie idealerweise auch Team- und Kommunikationskompetenzen sowie ein Bewusstsein für gesellschaftsrelevante Belange mitbringen.

Studienverlauf

Zu Beginn des Studiums werden die notwendigen, umfangreichen mathematischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen gelegt. In Projekten werden Arbeitsmethoden und die Herangehensweise an ingenieurwissenschaftliches Arbeiten vermittelt. Im Fachstudium bilden Sie Ihr persönliches Qualifikationsprofil im Bereich der Energie-, Verfahrens- oder Gebäudetechnik heraus. Ihre Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen können Sie durch teilweise frei wählbare Projekte, Seminare und Laborpraktika vertiefen und erweitern. Mit der selbstständig anzufertigenden wissenschaftlichen Bachelorarbeit erwerben die Studierenden dann ihre Berufsqualifikation.

Für den Bachelorstudiengang Energie- und Prozesstechnik gibt es einen sogenannten Studienverlaufsplan, der einen empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von 6 Semestern darstellt. Er dient als Beispiel, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten. Der idealtypische Verlaufsplan ist nicht verpflichtend, zeigt aber einen sinnvollen Aufbau des Studiums. Der Studienverlaufsplan ist in der Studien- und Prüfungsordnung zu finden. Für neue Studierende gilt immer die aktuellste Fassung dieser Ordnung.

Für Studienbewerber*innen gilt immer die neueste Fassung dieser Ordnung.

Zur Studien- und Prüfungsordnung

Inhalte & Module

Das Bachelorstudium ist modular aufgebaut. Ein Modul bündelt Studieninhalte zu einem bestimmten Thema. Innerhalb eines Moduls werden häufig verschiedene Studien- und Lehrformen angeboten, zum Beispiel Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praxisprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen.

Eine aktuelle Übersicht aller Module des Bachelorstudiengangs Energie- und Prozesstechnik in Form einer Modulliste finden Sie im sogenannten Modultransfersystem der TU Berlin (MTS). In dieser Moduldatenbank erhalten Sie einen Überblick, welche Module verpflichtend sind und welche frei gewählt werden können. Des Weiteren finden Sie dort ausführliche Modulbeschreibungen inklusive Modulinhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform etc.

Die Modulliste orientiert sich immer an der Studien- und Prüfungsordnung.

Zur Moduldatenbank

Praktika

Während des Bachelorstudiums Energie- und Prozesstechnik gehören zwei außeruniversitäre Industriepraktika zum Pflichtbereich. Diese sind unterteilt in das Grundpraktikum und das Fachpraktikum. Es wird dringend empfohlen, das Grundpraktikum im Umfang von 6 bis 8 Wochen vor Beginn des Studiums zu absolvieren. Die beiden außeruniversitären Praktika umfassen insgesamt 12 Wochen. Der Nachweis über die gesamten 12 Wochen ist bis zur Meldung der letzten Prüfungsleistung des Bachelors zu erbringen.

Im Grundpraktikum sollen Sie Kenntnisse der in der Industrie vorkommenden Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren und erste Erfahrungen im handwerklichen oder industriellen Bereich erwerben. Dabei sollen Sie in mehreren der folgenden Bereiche arbeiten:

•   spanende Fertigungsverfahren wie feilen, sägen, bohren, drehen, fräsen,

•   umformende Fertigungsverfahren wie biegen, nieten, schmieden,

•   Urformverfahren von Eisen- und Nicht-Eisenmetallen und Plasten wie formen, gießen,

•   thermische Füge- und Trennverfahren wie schweißen, löten, kleben,

•   Montage, Reparatur, Messung und Prüfung.

Im Fachpraktikum lernen Sie die Arbeitswelt in Industrie oder Handwerk aus der Ingenieurperspektive kennen und wenden die an der Hochschule erworbenen Fach- und Methodenkenntnisse im industriellen Umfeld an. Das Fachpraktikum dient zudem der beruflichen Orientierung (zum Beispiel Spezialisierung, Vertiefung).

Im Fachpraktikum sollten Sie in Energie- bzw. Chemieunternehmen, in Ingenieurbüros oder in Unternehmen der Branchen Heizung, Lüftung, Klimatisierung in den folgenden Bereichen arbeiten:

•   Planung, Arbeitsvorbereitung, Projektmanagement,

•   Konstruktion, Auslegung, Simulation,

•   Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Versuchen,

•   Betrieb von Anlagen, Instandhaltung, Optimierung.

Alle weiteren Details finden Sie in der Praktikumsordnung des Studiengangs.


Auslandsaufenthalt

Teile des Studiums können Sie in der Regel auch im Ausland absolvieren, entweder über Auslandssemester oder über Praktika. Allgemeine Informationen zum Thema Auslandsaufenthalt erhalten Sie beim International Office der TU Berlin (Studium im Ausland) sowie beim Career Service (Praktikum im Ausland).

Erworbene Kompetenzen

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs Energie- und Prozesstechnik erwerben Sie das für die berufliche Arbeit notwendige problemorientierte Fachwissen. Sie erarbeiten sich außerdem Schlüsselqualifikationen, um Ihr erlerntes Fachwissen im sich ständig verändernden beruflichen Umfeld ethisch und gesellschaftlich verantwortungsbewusst anwenden zu können. Ihnen werden naturwissenschaftliche, mathematische und ingenieurwissenschaftliche Inhalte, Prinzipien und Methoden vermittelt sowie wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse und die Fähigkeit, diese zielgerichtet und wissenschaftlich zu nutzen.

Perspektiven nach dem Studium

Mit dem erfolgreich absolvierten Bachelorstudium in Energie- und Prozesstechnik erwerben Sie einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss und können damit direkt in die Praxis einsteigen. Berufliche Einsatzfelder können zum Beispiel in der Kraftwerkstechnik, der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Umwelttechnik, Heiz- und Kältetechnik, Biotechnologie sowie Medizin- oder Lebensmitteltechnik liegen.

Mit Abschluss des Studiums verfügen Sie außerdem über die Qualifikation für ein anschließendes Masterstudium. An der TU Berlin können Sie sich im Masterstudium spezialisieren auf energietechnische, verfahrenstechnische oder gebäudetechnische Themen. Folgende Masterstudiengänge bieten sich an der TU Berlin für ein weiterführendes Studium an: Energie- und Gebäudetechnik, Energie- und Verfahrenstechnik, Process Energy and Environmental Systems Engineering, Regenerative Energiesysteme.


Weitere Informationen & Downloads

Orientierung und Studienentscheidung: Allgemeine Studienberatung

Fragen zum Studiengang: Studienfachberatung 

Allgemeine Fragen: Studieninfoservice

Bewerbung und Immatrikulation: Studierendensekretariat - Servicebereich Bachelor

Anerkennung von Leistungen: Prüfungsausschuss

Fachspezifische Anlaufstellen für den Studiengang