Technische Universität Berlin
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Design & Computation, M.A.

Kurzprofil

Spätestens seit der letzten Jahrtausendwende ist in den industrialisierten Gesellschaften eine permanent fortschreitende Durchdringung weitreichender Lebensbereiche durch technologische Anwendungen zu beobachten, die auf Erkenntnisse aus teils jahrzehntelanger Grundlagenforschung zurückgeht. Diese Entwicklung vollzieht sich heute in beschleunigten Innovationszyklen im globalen Maßstab und betrifft so gut wie alle Aspekte der Gesellschaft.

Ausgehend vom Ausmaß und infiltrativen Charakter dieses Prozesses stellen sich in der Gestaltung, den Ingenieurs- und Naturwissenschaften, den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Künsten und den Diskursen der Zivilgesellschaft zunehmend weitreichende Fragen, die nicht nur vertretene politische Interessen und konkrete Kosten- und Nutzenverteilungen, sondern auch grundsätzlich das Verhältnis von Individuum, Technik und Gesellschaft betreffen.

Gleichzeitig prägt der „Metatrend“ der beschleunigten, digital koordinierten Technisierung auf sehr direkte, wenngleich unterschiedliche Weise große Bereiche menschlicher Produktivität.

Für die Ingenieurswissenschaften stellen sich angesichts zunehmender gesamtgesellschaftlicher Auswirkungen auf ganz neue Art Fragen nach der sozialen Dimension ihrer Innovationen. Zur gleichen Zeit stehen die klassischen Gestaltungsdisziplinen vor der großen Herausforderung, in immer weiter beschleunigtem Tempo technische Innovationen und neue Methoden in bestehende Gestaltungspraktiken und ganzheitliche Prozesse der Formgebung zu integrieren und sie medienkritisch zu reflektieren.

Des Weiteren rücken die Frage nach der sozialen Funktion im Ingenieurswesen und die wachsende Bedeutung technischer Expertisen in der Gestaltung die beiden Disziplinen stetig näher zusammen, sorgen für Überschneidungen und lassen punktuell hybride („emergente“) Fachbereiche entstehen.

Vor diesem Hintergrund richtet sich der in Kooperation von Technischer Universität und Universität der Künste entwickelte Masterstudiengang „Design & Computation“ an Absolvent*innen grundständiger Studiengänge aus den Bereichen Gestaltung, Kunst, Ingenieurs-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften und bietet ihnen die Möglichkeit, im interdisziplinären Kontext und unter Rückgriff auf ausgedehnte Expertisen beider Hochschulen, die jeweils der „Cutting Edge“ unterschiedlichster Fachrichtungen entsprechen, an der Beantwortung drängender Fragen unserer Zeit mitzuwirken.

AbschlussMaster of Arts
Regelstudienzeit 4 Semester
Leistungspunkte120
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsbeschränkt
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Das Masterstudium „Design & Computation“ setzt einen ersten berufsqualifzierenden Hochschulabschluss in einem Studiengang der Fachrichtungen Geisteswissenschaften, Bildungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, künstlerisch-gestalterische Studiengänge, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften oder Medizin oder einem fachlich nahestehenden Studiengang.

Die vorrangige Unterrichtssprache ist Deutsch. Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie daher als sprachliche Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 nachweisen.

Da einige Lehrveranstaltungen/Module auch auf Englisch angeboten werden, sind Englischkenntnisse nützlich. Sie sind aber keine Bedingung für die Aufnahme des Studiums.

Studienverlauf

Am Beginn des viersemestrigen Masterstudiums steht ein individuell anpassbares Einführungssemester, das der Erarbeitung eines gemeinsamen inhaltlichen, diskurspraktischen und methodischen Fundaments dient.

Hieran schließt sich eine zweisemestrige Arbeit im Studio „Design als mediale Praktik“ an, das gleichzeitig das Zentrum des Masterprogramms bildet. Im Studio widmen sich die Studierenden in Projektarbeit im Team und entlang einer jährlich wechselnden Themenvorgabe der Erschließung neuartiger Technologien, Medien, Materialien und Methoden, ihrer kritischen Reflexion und problemorientierten Anwendung. Die Arbeit findet unter anderem im Rahmen von freien Entwürfen, Visualisierungen im variablen Maßstab, Literaturarbeit und konkreten wissenschaftlichen Experimenten statt. Die Studioarbeit wird von Professor*innen beider Hochschulen betreut, die Expertisen gestalterischer, technischer sowie natur-, geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen auf sich vereinen. Parallel zur Studioarbeit belegen die Studierenden eines von zwei Wahlpflichtmodulen, „Modellierung und Simulation“ oder „Strukturen und Systeme“, und vertiefen so ihre jeweilige Studienrichtung. Darüber hinaus bieten ein umfangreiches weiterführendes Wahlpflichtprogramm, das Veranstaltungen aus den Portfolios beider Universitäten beinhaltet, sowie ein freier Wahlbereich den Studierenden im zweiten und dritten Semester die Möglichkeit, ihr Studium den eigenen Interessen gemäß fachlich zu profilieren.

Das letzte Semester des Masterstudiengangs „Design & Computation“ besteht in der Erstellung einer Abschlussarbeit, wahlweise mit praktischem Anteil. Die Studierenden streben den Erwerb eines Master of Arts (M.A.) mit Erwähnung ihrer jeweiligen Studienrichtung an.

Ziele und Ausgestaltung des Studiums sowie die Anforderungen und die Durchführung der Prüfungen regeln die Studienordnung und die Prüfungsordnung.  

Für den Studiengang gibt es einen exemplarischen Studienverlaufsplan, der den empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von 4 Semestern darstellt. Sie finden ihn als Anlage in der Studienordnung.

Für Studienbewerber*innen gilt immer die neueste Fassung dieser Ordnungen. 


Studien- und Prüfungsordnung:

Inhalte & Module

Das Masterstudium „Design & Computation“ ist modular aufgebaut. 

Eine aktuelle Übersicht aller Module des Studiengangs in Form einer Modulliste finden Sie im sogenannten Modultransfersystem (MTS), der zentralen Moduldatenbank der TU Berlin. Im MTS erhalten Sie einen Überblick, welche Module für Sie verpflichtend sind und welche frei gewählt werden können. Darüber hinaus geben Ihnen ausführliche Modulbeschreibungen Aufschluss über Inhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsformen etc. Die Modulliste ist als Anlage Bestandteil der Studienordnung. Für Studienbewerber*innen gilt immer die aktuelle Fassung dieser Ordnung. 

Zur Moduldatenbank

Praktika

Im Rahmen des Studiums ist kein verpflichtendes Praktikum vorgesehen.

Auslandsaufenthalt

Teile des Studiums können Sie in der Regel auch im Ausland absolvieren, entweder über Auslandssemester oder über Praktika. Allgemeine Informationen zum Thema Auslandsaufenthalt erhalten Sie beim International Office der TU Berlin (Studium im Ausland) sowie beim Career Service (Praktikum im Ausland). Spezifische Informationen erteilen Ihnen der Studiengangsbeauftragte für den Masterstudiengang „Design & Computation“ und die Beauftragte für Auslandsstudien der Fakultät I.

Erworbene Kompetenzen

Absolvent*innen des Masterstudiengangs sind geschult in der Anwendung neuartiger Technologien im Gestaltungsprozess. Sie sind in der Lage zur differenzierten, kritischen Auseinandersetzung mit zentralen Problemstellungen einer zunehmend globalisierten und technisierten Welt. Des Weiteren verfügen sie über eine flexible, Fachgrenzen überschreitende Denkhaltung, die sie dazu befähigt, sich sowohl sicher in transdisziplinären Forschungszusammenhängen zu bewegen, als auch selbstbewusst als Initiator*innen und Vordenker*innen privater Unternehmungen aufzutreten.

Perspektiven nach dem Studium

Typische Berufsfelder für Absolvent*innen des Studienganges „Design & Computation“ sind: Sprach- und Kulturwissenschaften, Naturwissenschaften, Kunstwissenschaften, Musik, Design, Kunst, Ingenieurwissenschaften, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Architektur, Medizin, die Promotion sowie Tätigkeiten in inter- und transdisziplinärer Forschung.

Weitere Informationen & Downloads

Für den Masterstudiengang „Design & Computation“ gibt es verschiedene fachspezifische Beratungs- und Anlaufstellen, u. a.

Der Studiengang "Design & Computation" in den sozialen Medien:


Orientierung und Studienentscheidung: Allgemeine Studienberatung

Allgemeine Fragen: Studieninfoservice

Bewerbung und Immatrikulation