© Timo Hartmann

Civil Systems Engineering, M.Sc.

Kurzprofil

Moderne urbane Infrastrukturen wie Wohnungen, Bürogebäude oder Verkehrswege sind sozio-technologische Systeme mit vielen natürlichen, technischen und sozialen Komponenten, die in Interaktion miteinander stehen. Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung dieser Systeme sind komplexe Aufgaben, die durch intelligente computerbasierte Modellierungsmethoden unterstützt werden müssen. Der Masterstudiengang Civil Systems Engineering ist ein forschungsorientierter Studiengang, der diese Herausforderungen aufgreift und Studierende zu Spezialist*innen im Management von komplexen technischen Entwurfsprozessen ausbildet. Als Systemtechniker*innen sind sie mit dem Einsatz digitaler Methoden vertraut, die es ermöglichen, empirische und theoretische Simulationsmethoden über Systemgrenzen hinweg in komplexe Entwurfs- und Planungsprozesse zu integrieren.

AbschlussMaster of Science
Regelstudienzeit 4 Semester
Leistungspunkte120
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsbeschränkt
Lehrsprache Englisch

Zugangsvoraussetzungen

Wie für jeden anderen Masterstudiengang an der TU Berlin auch, benötigen Sie für den Masterstudiengang Civil Systems Engineering einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Dieser muss auf dem Gebiet Bauingenieurwesen, Architektur oder einem fachlich nahestehenden Gebiet erworben worden sein. Darüber hinaus müssen Sie bei Ihrer Bewerbung folgende fachliche Kenntnisse nachweisen können:

  • mindestens 12 Leistungspunkte (LP) in konstruktiver Mechanik,
  • mindestens 6 LP in einem Entwurfsprojekt und
  • mindestens 6 LP im Bereich Computational Design oder Informatik.

Im Masterstudiengang ist die Unterrichtssprache Englisch. Daher müssen Sie als sprachliche Zugangsvoraussetzungen Englischkenntnisse auf der Niveaustufe C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen oder einem gleichwertigen Niveau nachweisen. Da einige Lehrveranstaltungen/Module auf Deutsch angeboten werden, sind Deutschkenntnisse nützlich. Sie sind aber keine Bedingung für die Aufnahme des Studiums.

Zudem müssen Sie bei Ihrer Bewerbung folgendes vorlegen:

  • zwei Referenzschreiben von Professor*innen anerkannter Universitäten,
  • ein Motivationsschreiben von max. 2 Seiten, das das Interesse am gewählten Studiengang belegt, sowie
  • bisherige akademische Leistungen wie wissenschaftliche Publikationen o.ä.

Mehr Informationen zu den Zugangs-, Zulassungs- und Auswahlmodalitäten finden Sie in der Zugangs- und Zulassungsordnung des Studiengangs (siehe Link zur Studien- und Prüfungsordnung unter „Studienverlauf“).

Studienverlauf

Das viersemestrige Masterstudium besteht aus Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen sowie einer Masterarbeit.

Der Studiengang Civil Systems Engineering zielt auf die Vorbereitung einer neuen Generation von Systemtechniker*innen, die mit der immer größer werdenden Komplexität der gebauten Umwelt umgehen können. Dazu bietet der Studiengang im ersten Jahr eine Reihe von verpflichtenden Basismodulen in der Modellierung von Infrastruktur und Bauwerken an sowie in der Modellierung der dahinterliegenden Betriebs- und Erhaltungsprozesse. Aufbauend auf diesen Basismodulen können Studierende dann aus einem Angebot an Wahlpflichtmodulen wählen, um sich weiterführende Themen anzueignen. Im dritten Semester wählen die Studierenden neben verschiedenen Wahlmodulen auch ein Forschungsprojekt, das idealerweise als Vorarbeit für die Masterarbeit im vierten Semester dient.

Inhalte & Module

Der Masterstudiengang ist in Modulen aufgebaut, die Studieninhalte zu einem bestimmten Thema bündeln und häufig verschiedene Studien- und Lehrformen umfassen, z.B. Vorlesungen, Übungen, Seminare oder Praxisprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen.

Pflichtmodule:

  • Modeling Civil Engineered Systems
  • Multi-Physics approaches for modeling civil systems
  • Whole Life Civil Systems Analysis
  • Engineering Agile Civil Systems
  • Project Systems Engineering (Independent Research Study)

Ausgewählte Wahlpflichtmodule:

  • Circular Economy for the Built Environment: Principles, Practices and Methods
  • Complex Civil Energy Systems Design
  • Data Engineering
  • Integrated Collaborative Civil Systems Engineering

Eine aktuelle Übersicht aller Module des Studiengangs in Form einer Modulliste finden Sie im sogenannten Modultransfersystem (MTS), der zentralen Moduldatenbank der TU Berlin. Im MTS erhalten Sie einen Überblick, welche Module für Sie verpflichtend sind und welche frei gewählt werden können. Darüber hinaus geben Ihnen ausführliche Modulbeschreibungen Aufschluss über Inhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform etc.

Fragen zu spezifischen Modulen beantwortet Ihnen der*die Modulverantwortliche oder die Person, die in der Modulbeschreibung angegeben ist.

Zur Moduldatenbank

Praktika

Es ist kein verpflichtendes Praktikum vorgesehen, jedoch hat der Studiengang gute Verbindungen zur Industrie, zu öffentlichen Einrichtungen und anderen Universitäten. Diese Kontakte eröffnen den Studierenden die Möglichkeit, Forschungsteams oder Unternehmen kennenzulernen und ihre akademische Arbeit durch praktische Erfahrungen zu ergänzen. Wir vermitteln verschiedene Kooperationsmöglichkeiten mit internationalen Firmen unterschiedlicher Industriezweige, auch während des Projektmoduls oder der Masterarbeit. So kann der Einstieg in die Berufswelt erleichtert werden. Zudem steht den Studierenden unser Integrated Concurrent Engineering (ICE) Raum als digitaler Arbeitsplatz mit dem neuesten technischen Equipment zur Verfügung. Studierende können diesen Raum kostenfrei nutzen, um an ihren Projekten zu arbeiten und an Videokonferenzen oder Arbeitsgruppen-Treffen teilzunehmen.

Auslandsaufenthalt

Es besteht die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm mit der National Taiwan University of Science and Technology in Taipeh teilzunehmen.

Erworbene Kompetenzen

Der Studiengang bildet Systemingenieur*innen aus, um auf die steigende Komplexität von Bauwerken und Infrastruktur zu reagieren. Neben den jetzt schon gut ausgebildeten monodisziplinären Bauingenieur*innen erfüllen Systemingenieur*innen eine wichtige Aufgabe im ingenieurtechnischen Entwurfsprozess. Systemtechniker*innen sind Spezialist*innen im Management von komplexen technischen Entwurfsprozessen mithilfe von digitalen Methoden, die es ermöglichen, empirische und theoretische Simulationsmethoden über Systemgrenzen hinweg in komplexe Entwurfsprozesse zu integrieren. Dazu erhalten die Studierenden eine fundierte Ausbildung in verschiedenen digitalen Methoden wie Produktmodellierung, Datenanalyse, Multi-physikalische Simulation und Lebenszyklus-Analyse. Der forschungsbasierte Ansatz des Studiengangs befähigt die Studierenden darüber hinaus, neue innovative Methoden zu entwickeln und diese in der Praxis umzusetzen.

Perspektiven nach dem Studium

Systemingenieur*innen können komplexe Planungsprozesse in großen und kleinen Ingenieursfirmen, aber auch für öffentliche Einstellungen managen. Durch den forschungsorientierten Ansatz des Studiengangs sind Absolvent*innen in der Lage, führende Rollen in industriellen und akademischen Entwicklungsbetrieben und -abteilungen zu übernehmen.

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