Technische Universität Berlin
© Oana Popa-Costea

Brauwesen, B. Eng.

Kurzprofil

Das Bachelorstudium Brauwesen bildet Sie grundlagen- und berufsbezogen in einem transdisziplinären Tätigkeitsfeld aus, in dem Anwendungen aus den Ingenieurwissenschaften, wie zum Beispiel Mess- und Regelungstechnik, Maschinenbau und Wärmelehre, mit Wissen aus den Naturwissenschaften, zum Beispiel der Mikrobiologie und Chemie, kombiniert werden. Sie erwerben vielseitiges Wissen über die biotechnologischen Prozesse der Malz- und Bierherstellung.Außerdem eignen Sie sich die notwendigen fachlichen Grundlagen für ein umfassendes Verständnis technologischer Verfahren und Zusammenhänge an. Der neu entwickelte Bachelorstudiengang Brauwesen ist sehr praxis- und anwendungsorientiert. Im Vergleich mit dem Bachelorstudiengang Brauerei- und Getränketechnologie stehen im Brauwesenstudium die mathematisch-technischen Grundlagen weniger im Vordergrund. Stattdessen ist der Praktikums- und Wahlpflichtanteil höher, und zwar durch eine fachübergreifende Wahlpflicht, einen fachspezifischen Wahlpflichtbereich sowie ein Grund- und Fachpraktikum mit einem dazugehörigen praktikumsbegleitenden Seminar. Dies ermöglicht Ihnen eine große Flexibilität in Bezug auf die Gestaltung des Studiums.

AbschlussBachelor of Engineering
Regelstudienzeit 6 Semester
Leistungspunkte180
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsbeschränkt
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Das Bachelorstudium Brauwesen an der TU Berlin setzt eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung voraus. In der Regel ist dies das Abitur. Aber auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung können Sie an der TU Berlin studieren, wenn Sie bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen können.

Für den Bachelorstudiengang ist die Unterrichtssprache Deutsch. Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen. Da einige Lehrveranstaltungen/Module auch auf Englisch angeboten werden, sind Englischkenntnisse nützlich. Sie sind aber keine Bedingung für die Aufnahme des Studiums.

Im Bachelorstudiengang Brauwesen bilden ingenieurswissenschaftliche Grundlagen und aktuelles brautechnisches Fachwissen einen wesentlichen Anteil des Studiums. Aus diesem Grund sollten Sie Interesse sowie ein grundlegendes Verständnis für Naturwissenschaften und Technik mitbringen. Von Vorteil ist, wenn Sie bereits naturwissenschaftliche oder technische Leistungskurse im Abitur belegt haben.

Studienverlauf

Für den Bachelorstudiengang Brauwesen gibt es einen sogenannten Studienverlaufsplan, der einen empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von 6 Semestern darstellt. Er dient als Beispiel, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten. Der idealtypische Verlaufsplan ist nicht verpflichtend, zeigt aber einen sinnvollen Aufbau des Studiums.

Zu Beginn des Studiums werden die für Brauwesen notwendigen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen gelegt. In Projekten werden Arbeitsmethoden und die Herangehensweise an ingenieurwissenschaftliches Arbeiten vermittelt. Im Fachstudium erwerben Sie dann in integrierten Lehrveranstaltungen brautechnische Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Diese erweitern und vertiefen Sie durch Seminare, Laborpraktika sowie ein einsemestriges Industriepraktikum mit dazugehörigen praktikumsbegleitenden Modulen. Mit der selbstständig anzufertigenden wissenschaftlichen Bachelorarbeit erwerben Sie dann Ihre Berufsqualifikation. Der Studienverlaufsplan ist in der Studien- und Prüfungsordnung zu finden.

Studien- und Prüfungsordnung:

Inhalte & Module

Das Bachelorstudium ist modular aufgebaut. Ein Modul bündelt Studieninhalte zu einem bestimmten Thema. Innerhalb eines Moduls werden häufig verschiedene Studien- und Lehrformen angeboten, zum Beispiel Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praxisprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen.

Eine aktuelle Übersicht aller Module des Studiengangs in Form einer Modulliste finden Sie im sogenannten Modultransfersystem (MTS). Die ausführlichen Modulbeschreibungen im MTS geben Aufschluss über Inhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform und vieles andere mehr. Die Modulliste orientiert sich an der Studien- und Prüfungsordnung. Für neue Studierende gilt immer die aktuellste Fassung dieser Ordnung.

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Praktika

Während des Studiums gehören Praktika zum Pflichtbereich: ein Grundpraktikum (6 Wochen), ein Industriepraktikum (20 Wochen) sowie ein praktikumsbegleitendes Seminar (6 Leistungspunkte).

Das praktikumsbegleitende Seminar ist gebunden an das Industriepraktikum. Das Grundpraktikum belegen Sie in der Regel im 2. Semester, das Industriepraktikum sowie das praktikumsbegleitende Seminar im 4. Semester. Ziel des Grundpraktikums ist, dass Sie Grundkenntnisse der in der Industrie vorkommenden Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren und erste Erfahrungen im handwerklichen oder industriellen Bereich erwerben.

Sie sollten dafür in mehreren der folgenden Bereiche arbeiten:

  • Mälzerei (Gerstenannahme, Labor, Weichen, Keimkästen, Darren etc.)
  • Brauerei (Sudhaus, Gär- und Filterkeller, Abfüllung, Labor etc.)
  • Getränkeherstellende Betriebe (Winzerei, Produktion, Labor, Abfüllung, etc.)
  • Zulieferungsindustrie (Aromahersteller, Hopfenproduktion, Anlagenhersteller etc.)
  • Biotechnologische Betriebe (Fermentation, Labor etc.)

Im Industriepraktikum lernen Sie die Arbeitswelt in Industrie oder Handwerk aus der Ingenieursperspektive kennen. Das Industriepraktikum dient außerdem der beruflichen Orientierung (zum Beispiel Spezialisierung, Vertiefung). Sie sollten dabei in mehreren der folgenden Bereiche arbeiten:

  • Planung, Projektmanagement
  • Betrieb von Anlagen und Instandhaltung
  • Optimierung von Arbeitsabläufen, Erstellung von Arbeitsanweisungen
  • Qualitätssicherung, Betriebskontrolle
  • Analyse betrieblicher Abläufe

Alle weiteren Details regelt die Praktikumsordnung.

Auslandsaufenthalt

Teile des Studiums können Sie in der Regel auch im Ausland absolvieren, entweder über Auslandssemester oder über Praktika. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des International Office und des Career Service.

Erworbene Kompetenzen

Als Absolvent*in des Bachelorstudiengangs Brauwesen verfügen Sie über brautechnische Kompetenzen sowie natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagenkenntnisse. Außerdem sind Sie nach Abschluss des Studiums versiert in Arbeitsmethoden und Herangehensweisen an ingenieurwissenschaftliches Arbeiten.

Perspektiven nach dem Studium

Der Bachelorstudiengang Brauwesen ermöglicht durch die Bandbreite der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten sowie den hohen Praxisanteil einen direkten Berufseinstieg. Typische berufliche Einsatzmöglichkeiten für Absolvent*innen des Studiengangs liegen in der Produktion, der Entwicklung und Inbetriebnahme von Anlagen oder der Qualitätssicherung. Eine Tätigkeit im vertrieblichen Bereich ist ebenso möglich. Absolvent*innen arbeiten häufig in der bier- und getränkeerzeugenden Industrie, in Mälzereien und Unternehmen aus der Fermentation und in der Zulieferindustrie.

Die fachlich-inhaltlichen Zulassungsvoraussetzungen für den konsekutiven Masterstudiengang Brauerei- und Getränketechnologie sind nach Abschluss des Bachelorstudiengangs Brauwesen nicht erfüllt. Die Zulassung ist aber möglich mit dem Nachweis zusätzlich zu erwerbender fachwissenschaftlicher Voraussetzungen.

Weitere Informationen & Downloads

Orientierung und Studienentscheidung: Allgemeine Studienberatung

Fragen zum Studiengang: Studienfachberatung 

Allgemeine Fragen: Studieninfoservice

Bewerbung und Immatrikulation: Studierendensekretariat - Servicebereich Bachelor

Anerkennung von Leistungen: Prüfungsausschuss

Fachspezifische Anlaufstellen für den Studiengang