Technische Universität Berlin
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© Philipp Arnoldt

Arbeitslehre (Kernfach) (Lehramt), B. Sc.

Kurzprofil

Der Bachelorstudiengang Arbeitslehre mit Lehramtsoption als Kernfach ist der erste Qualifizierungsschritt, um als Lehrkraft der Sekundarstufe I für das Schulfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) tätig zu werden.

Im Fokus des Bachelorstudiums steht die menschliche Arbeit und hier insbesondere die Erwerbs- und Hausarbeit. Mit dieser Perspektive verfolgt der Studiengang das Ziel einer integrativen Vermittlung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Inhalte ökonomischer, technischer und haushaltsbezogener Bildung. Das Studienfach Arbeitslehre und das Schulfach WAT fördern damit die Entwicklung von Alltagskompetenzen für die Lebensführung und -gestaltung. Von besonderer Bedeutung sind dabei handlungsorientierte Methoden und die Ausbildung in den Lehrwerkstätten der Arbeitslehre. Der Schulbezug wird durch die schulspezifisch ausgerichtete Fachwissenschaft in Verbindung mit der Fachdidaktik Arbeitslehre und den weiteren Bildungswissenschaften sichergestellt. Sie lernen Konzepte des Lernens, der Bildung und der Erziehung kennen. Während eines sechswöchigen Berufsfelderschließenden Praktikums an einer Schule setzen Sie sich mit den Aufgaben einer Lehrkraft sowie mit pädagogisch-didaktischen Fragen auseinander.

Der Bachelorstudiengang Arbeitslehre als Kernfach wird mit einem weiteren Fach an der Freien Universität Berlin oder der Humboldt-Universität zu Berlin ergänzt.

AbschlussBachelor of Science
Regelstudienzeit 6 Semester
Leistungspunkte180
Studienbeginn Wintersemester
Zulassung zulassungsbeschränkt
Lehrsprache Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

Jedes Bachelorstudium an der TU Berlin setzt eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung voraus. In der Regel ist dies das Abitur. Aber auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung können Sie an der TU Berlin studieren, wenn Sie bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen können.

Im Bachelorstudiengang Arbeitslehre ist die Unterrichtssprache Deutsch. Wenn Sie sich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewerben, müssen Sie Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen.

Da handwerkliche, wirtschaftliche und arbeitsbezogene Inhalte einen wesentlichen Anteil des Studiums ausmachen, sollten Sie grundlegende Kenntnisse dieser Bereiche sowie Interesse an pädagogischen und fachdidaktischen Fragestellungen mitbringen.

Studienverlauf

Das Studium ist gegliedert in fachwissenschaftliche Anteile und lehramtsspezifische berufswissenschaftliche Anteile, welche folgendermaßen verteilt sind:

90 Leistungspunkte (LP) Fachwissenschaft im Kernfach (einschließlich der Bachelorarbeit im Umfang von 10 LP),

60 LP Fachwissenschaft im gewählten Zweitfach,

30 LP lehramtsspezifische Berufswissenschaften. Dieser Studienanteil gliedert sich in:

  •    11 LP erziehungswissenschaftliche Anteile,
  •    7 LP fachspezifische Fachdidaktik im Kernfach,
  •    7 LP Fachdidaktik im Zweitfach,
  •    5 LP Deutsch als Zweitsprache/Sprachbildung.

Für den Bachelorstudiengang Arbeitslehre (Kernfach) gibt es einen sogenannten Studienverlaufsplan. Dieser stellt einen empfohlenen Ablauf des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit von sechs Semestern dar. Er dient als Beispiel, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten. Der idealtypische Verlaufsplan ist nicht verpflichtend, zeigt aber einen sinnvollen Aufbau des Studiums. Zu beachten ist, dass bestimmte Lehrveranstaltungen und Module aufeinander aufbauen, weshalb diese nur nacheinander belegt werden können.

Den Studienverlaufsplan finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung.

Zur Studien- und Prüfungsordnung

Inhalte & Module

Das Bachelorstudium Arbeitslehre ist modular aufgebaut. Ein Modul bündelt Studieninhalte zu einem bestimmten Thema. Innerhalb eines Moduls werden häufig verschiedene Studien- und Lehrformen angeboten, zum Beispiel Vorlesungen, Übungen, Seminare oder Praxisprojekte. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten und bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen. Eine aktuelle Übersicht aller Module in Form einer Modulliste gibt das sogenannte Modultransfersystem (MTS). Mit diesem erhalten Sie einen Überblick, welche Module in einem Studiengang für Sie verpflichtend sind und welche frei gewählt werden können. Ausführliche Modulbeschreibungen geben Aufschluss über Inhalte, Lernziele, Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsaufwand, Prüfungsform und vieles andere mehr. Die Modulliste orientiert sich an der Studien- und Prüfungsordnung. Für neue Studierende gilt die aktuelle Fassung dieser Ordnung.

Zur Moduldatenbank

Praktika

Das erste Schulpraktikum im Lehramtsstudiengang ist das Berufsfelderschließende Praktikum. Es ist Teil des Moduls "Pädagogisches Handeln in Schulen II" und findet als sechswöchiger Block im Anschluss an die vorbereitende Lehrveranstaltung in der vorlesungsfreien Zeit im Februar/März i.d.R. nach dem ersten Semester statt. Im Berufsfelderschließenden Praktikum lernen Sie die Schule durch Hospitationen aus überfachlicher Perspektive kennen. Sie beobachten, beschreiben und reflektieren ausgewählte Situationen aus Schule und Unterricht. Durch einen eigenen angeleiteten Unterrichtsversuch nehmen sie die Perspektive von Lehrer*innen auf den Lernprozess der Schüler*innen ein.

Vor Aufnahme Ihrer Lehrtätigkeit an der Schule sollen Sie auch psychische und physische Beanspruchungen einer regelmäßigen Arbeitstätigkeit außerhalb der Schule erleben, um u. a. Erfahrungen in Bezug auf betriebliche Leistungsprozesse und Funktionen, Arbeitsorganisation, Hierarchien und interne und externe Kundenbeziehungen machen. Diese Erfahrungen weisen Sie im Rahmen eines Vollzeitpraktikums nach, das mindestens acht Wochen umfasst. Für eine kontinuierliche Arbeit bedarf es zusammenhängender Praktikumsabschnitte von mindestens zwei Wochen, die in verschiedenen Betrieben sowie teilweise oder vollständig vor Antritt des Studiums absolviert werden können. Einschlägige Tätigkeiten können grundsätzlich anerkannt werden. Dazu gehören auch eine abgeschlossene Berufsausbildung, Praxisanteile abgebrochener Berufsausbildungen und Auslandspraktika. Das Betriebspraktikum sollte bis zum Ende des 4. Semesters nachgewiesen werden. Nähere Hinweise über die Regelungen zum Betriebspraktikum finden sich in der „Richtlinie über das Betriebspraktikum", die auf den Webseiten SETUB veröffentlicht ist.

Alle weiteren Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der School of Education, dem Zentralinstitut für Lehrkräftebildung der TU Berlin.

Auslandsaufenthalt

Teile des Studiums können Sie in der Regel im Ausland absolvieren. Internationalisierung wird auch für Lehramtsstudierende immer bedeutender. Für das Arbeiten mit einer heterogenen Schülerschaft in einer transkulturellen Gesellschaft eröffnet ein Auslandsaufenthalt im Studium wichtige Erfahrungsräume. Die Kenntnis anderer Bildungssysteme und unterrichtlicher Ansätze ermöglicht Ihnen, das eigene Schulsystem aus einer anderen Perspektive zu betrachten und dadurch ein erweitertes Verständnis für dessen Besonderheiten zu entwickeln. Welche Möglichkeiten Ihnen als Lehramtsstudierende*r zur Verfügung stehen, erfahren Sie auf den Webseiten der School of Education.

Erworbene Kompetenzen

Nach Abschluss des Bachelorstudiums der Arbeitslehre können Sie fachdidaktische Konzepte aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und Haushalt auf zentrale Handlungsfelder einer WAT-Lehrkraft anwenden und grundlegende berufsspezifische Methoden- und Medienkompetenzen einsetzen. Sie sind in der Lage, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten, kritisch zu denken und gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Sie berücksichtigen Inklusion und Umgang mit Heterogenität sowohl als Querschnittsthemen als auch themenübergreifend.

Perspektiven nach dem Studium

Der Bachelorstudiengang Arbeitslehre mit Lehramtsoption ist der erste Qualifizierungsschritt, um als Lehrkraft der Sekundarstufe I für das Schulfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) tätig zu werden. Die Tätigkeit als Lehrkraft an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien erfordert zusätzlich das Masterstudium der Arbeitslehre sowie den Vorbereitungsdienst.

Berufliche Tätigkeitsfelder, die Absolventen und Absolventinnen ggf. schon nach Abschluss des Bachelorstudiums offenstehen, liegen insbesondere bei außerschulischen Bildungsträgern, zum Beispiel in der Berufs- und Studienorientierung, der Ernährungs- und Verbraucherbildung oder der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.


Weitere Informationen & Downloads

Orientierung und Studienentscheidung: Allgemeine Studienberatung

Fragen zum Studiengang: Studienfachberatung 

Allgemeine Fragen: Studieninfoservice

Bewerbung und Immatrikulation: Studierendensekretariat - Servicebereich Bachelor

Anerkennung von Leistungen: Prüfungsausschuss

Überblick über Service- und Beratungsangebote rund um das Lehramtsstudium