Städtebau und Siedlungswesen
Zwischen Planung und gelebter Praxis: Kinder und Jugendliche im wohnungsnahen Freiraum neuer Stadterweiterungsprojekte

Stadterweiterung in Zeiten der Reurbanisierung – Neue (Sub-)Urbanität?
DFG-Verbundprojekt

2023 - 2027

Thema

Im Verbundprojekt „Stadterweiterung in Zeiten der Reurbanisierung – Neue (Sub-)Urbanität?“ werden aktuelle Stadterweiterungsgebiete in den fünf deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Freiburg aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

In den westlichen Industriestaaten haben demographische, ökonomische, soziokulturelle, politische und ökologische Entwicklungen die Wachstumsdynamiken von Städten stark beeinflusst. Mit dem Ausschöpfen großflächiger innerstädtischer Nachverdichtungspotenziale und der Begrenzung des für wenig nachhaltig erachteten Stadtwachstums in der Peripherie wird die Neuerschaffung innerstädtischen Wohnraums zumindest in Städten Deutschlands schwieriger, so dass das Wohnen in Stadtrandlagen erneut an Attraktivität gewinnt. Vielerorts nehmen Kommunen Konflikte und zivilgesellschaftliche Proteste in Kauf, um Flächen zu entwickeln und um neue Stadtquartiere zu schaffen. Im Forschungsverbund werden suburbane Stadterweiterungsgebiete mit Wachstumsschmerzen beforscht und in insgesamt neun Teilprojekten mit Blick auf die Themen Klimaschutz und Klimafolgen, Governance sowie durch die Veränderung stadtplanerischer Leitbilder und sozialräumlicher Lebenswelten untersucht. Die übergreifende Fragestellung lautet, wie in Zeiten der Reurbanisierung, von welchen Akteur*innen an welchen Standorten Stadterweiterung in Deutschland vorangetrieben wird, wie mit dem Spannungsfeld von aktuellen Leitbildern, Wohnwünschen und planungspraktischen Handlungszwängen umgegangen wird und welche Ansprüche dabei warum umgesetzt werden. Hierzu werden Perspektiven der Stadt- und Regionalplanung, des Städtebaus, der Freiraum- und Landschaftsplanung sowie der raumbezogenen Sozialwissenschaften innovativ verknüpft und räumliche Ebenen vom Grundstück bzw. Haushalt bis zur Stadtregion betrachtet.

Teilprojekt "Zwischen Planung und gelebter Praxis"

Am Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen nehmen wir mit dem Teilprojekt die Nutzung und Aneignung von wohnungsnahen Freiräumen durch Kinder und Jugendliche in den Blick. Ziel ist die Gegenüberstellung planerischer Intentionen von verantwortlichen Akteur*innen und tatsächlicher Nutzungspraktiken von Kindern und Jugendlichen in wohnungsnahen Freiräumen in suburbanen Quartieren. Insbesondere sollen im Teilprojekt auch die Nutzung und Planung wohnungsnaher Freiräume im Siedlungsbau vor dem Hintergrund der Geschlechter-Dimension erforscht werden. Außerdem werden die Bezüge zwischen Freiraum und Wohninnenraum sowie zwischen Freiraum und dem digitalen Raum näher betrachtet. Zu Anwendung kommen qualitative and visuelle Methoden der (partizipativen) Raumforschung.

Partner

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Verbund-Partner*innen:

Universität Kassel, Fachgebiet Landschaftsplanung und Kommunikation,

Universität Kassel, Fachgebiet Landschaftsbau, Landschaftsmanagement und Vegetationsentwicklung

Universität Kassel, Fachgebiet Stadterneuerung und Planungstheorie

Universität Kassel, Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie

Humboldt-Universität Berlin, Fachgebiet Angewandte Geografie (Stadt- und Regionalplanung)

Hafen-City Universität Hamburg, Fachgebiet Projektentwicklung und Projektmanagement in der Stadtplanung

Technische Universität Braunschweig, Fachgebiet Genderaspekte in den Ingenieurswissenschaften

 

Mitwirkende

Mitwirkende

Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. Angela Million
Email: sekretariat@udc.tu-berlin.de
Projektbearbeitende:
Tilmann Teske
Email: teske@tu-berlin.de
Sarah Friedel
Email: s.friedel@tu-berlin.de
Elena Spatz
Email: spatz@campus.tu-berlin.de