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Ökobilanz zu den Umweltauswirkungen eines deutschen in der Phase des hohen Erwachsenenalters

Ökobilanz zu den Umweltauswirkungen eines deutschen in der Phase des hohen Erwachsenenalters

Ökobilanzstudien, welche die Umweltauswirkungen von Menschen bewerten (Life-LCA), konzentrierten sich bisher auf die Zeitspanne von der Empfängnis bis zum 50. Lebensjahr. In dieser Fallstudie wird die Analyse auf ein „hohes Erwachsenenalter“ ausgedehnt, welche in eine Phase des Ruhestands (65–75 Jahre) und des Lebensendes (EoL) (75–80 Jahre) unterteilt ist und damit die Bewertungslücke im Lebenszyklus eines Menschen vervollständigt. Die Life-LCA-Methode wird auf ein fiktives Studienobjekt angewandt, das einen durchschnittlichen deutschen Erwachsenen repräsentiert. Über beide Lebensphasen ergeben sich Auswirkungen in Höhe von 1,2 × 102 t CO2-eq für den Klimawandel, 9 × 10-⁵ CTUh für die Humantoxizität (Krebs), 2 × 10-3 CTUh für die Humantoxizität (Nicht-Krebs), 1,35 × 10⁰ kg Sb-eq für das abiotische Erschöpfungspotential (Elemente) und 1,55 × 10⁰ TJ für „Fossil“. Über alle betrachteten Wirkungskategorien hinweg ist „Verkehr“ ein Hotspot, mit ca. 41 % für den Klimawandel, gefolgt von „Energie und Wasser“ (39 %) und „Lebensmittel“ (20 %). Die „Ruhestandsphase“ verursacht in allen Wirkungskategorien eine höhere Umweltbelastung als die „EoL-Phase“, unter anderem durch eine eingeschränkte Mobilität mit zunehmendem Alter.

 

Publikation: Life-LCA: Impacts of a German Human Being in the Old Adulthood Stage

 

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