Technologie und Nachhaltigkeit

Wasserfußabdruck für Unternehmen – Lokale Maßnahmen in Globalen Wertschöpfungsketten (WELLE)

Projektbeschreibung

Unternehmen messen und managen ihren Wasserverbrauch meist nur an Produktionsstandorten obwohl sich hinter ihren Energie- und Materialvorketten oft deutlich relevantere Wassernutzungen verbergen. Aus diesem Grund wird eine Methode zur Analyse des gesamten Unternehmens-Wasserfußabdrucks entwickelt, der neben einer Betrachtung der Wertschöpfungsketten auch eine Analyse potentieller lokaler Auswirkungen ermöglicht. Um diese Konzept praktisch anwendbar zu machen werden eine Wasserinventardatenbank sowie ein Water Footprint Tool bereitgestellt. Diese werden in Fallstudien der Industriepartner getestet und so die ersten Unternehmens-Wasserfußabdrücke für verschiedene Branchen erstellt. Anknüpfend an die Ergebnisse des Wasserfußabdrucks, der relevante Wassernutzungen in den globalen Energie- und Materialvorketten identifiziert hat, werden nun die lokalen Wasserrisiken bei Zulieferern analysiert. Darauf aufbauend wird ein Water Stewardship Prozess angestoßen, um den Wasserverbrauch bei Zulieferern zu senken und in Zusammenarbeit mit lokalen Anspruchsgruppen (andere Unternehmen, Landwirtschaft, lokale Behörden, NGOs, etc.) Lösungen zur Verbesserung der Situation in Flusseinzugsgebieten zu finden. Abschließend werden branchenspezifische Empfehlungen zur sinnvollen Verbindung des global ausgerichteten Wasserfußabdrucks mit dem lokal agierenden Water Stewardship Ansatz gegeben.

Das Projektverbund WELLE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Projektlaufzeit: April 2017 – März 2020

Projektpartner:

  • Technische Universität Berlin
  • Deutsches Kupferinstitut e.V.
  • Evonik Industries AG
  • Neoperl GmbH
  • Thinkstep AG Volkswagen AG

Kontakt:
M.A. Silvia Forin
Raum Z 105
Tel: +49 (0)30 314-79502
Fax: +49 (0)30 314-21720
E-Mail: silvia.forin(at)tu-berlin.de