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Technologie und Nachhaltigkeit

Modell für Koppelprodukte und Sekundärrohstoffe zur Ökobilanzierung von Stahl

Die Stahlindustrie befasst sich mit der Frage der sinnvollen Bewertung von Stahlprodukten im Rahmen der Ökobilanz. Wichtige Themen sind hierbei die Behandlung von Gutschriften für Koppelprodukte und Sekundärrohstoffe. Dank geschlossener Kreislaufführung und moderner Recyclingtechnologien können hier pre- sowie auch post-consumer Schrotte in hohem Maße zurückgewonnen werden, die wiederum Primärrohstoffe zu Teilen ersetzen können. Es ist deshalb festzustellen, inwieweit methodisch valide Gutschriften für die Koppelprodukte und die Rückgewinnung der Sekundärrohstoffe vergeben werden können.   Aus methodischer Sicht bewegt man sich zwischen zwei Extremen: dem Ansatz, keine Recyclinggutschriften zu vergeben und der primären Stahlproduktion alle Umweltwirkungen der Herstellung anzulasten (Prinzip der ersten Verantwortung) oder dem Ansatz, Gutschriften in voller Höhe der Primärproduktion auf die Rückgewinnung des Stahlschrottes zu geben (Prinzip der letzten Verantwortung). Analog können bei der Stahlherstellung entstehende Koppelprodukte als vorlastenfrei angenommen werden, wobei die entstehenden Umweltlasten dem Stahl zugewiesen werden. Andernfalls wird das Umweltprofil des Stahls über eine Systemraumerweiterung um die Umweltlasten der zu substituierenden Produkte reduziert. Ziel des Projektes ist daher die Erstellung eines Ökobilanzmodells, das die verschiedenen Szenarien abbilden kann und die methodischen Unterschiede herausstellt. Dazu sind folgende Anforderungen zu erfüllen: 

  • Recherche der Gutschriftmethoden in Ökobilanzen für Sekundärstahl und Koppelprodukte
  • Festlegung der zu betrachtenden Koppelprodukte
  • Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit
  • Generelle Anwendbarkeit für die Hochofenroute der Stahlproduktion  

In Kooperation mit:
ThyssenKrupp Steel Europe AG  

Kontakt:
Dipl. Wirtsch.-Ing. Sabrina Neugebauer
sabrina.neugebauer(at)tu-berlin.de