Schienenfahrzeuge

Nachrichtenüberblick

Workshop on Rail Technology 07.11-10.11.2022

Nach drei Jahren coronabedingter Pause fand vom 07.11-10.11.2022 wieder ein Studierendenaustausch statt. Im Rahmen des Workshop on Rail Technology besuchten 10 Studierende, ein PhD Student und Professor Firlik von der TU Poznan (Polen) das Fachgebiet Schienenfahrzeuge. Gemeinsam mit den Studierenden der TU Berlin wurden Vorträge zu aktuell relevanten Schienenfahrzeugthemen erarbeitet und im Anschluss über die Ergebnisse diskutiert. Zu den Themen zählten die CO2-Reduzierung, die Pünktlichkeit, die Lärmminderung und das automatisierte Fahren, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Auf den vom Fachgebiet Schienenfahrzeuge organisierten Exkursionen, z. B. zum Deutschen Technikmuseum oder zur Stadler Deutschland GmbH erlangten die Studierenden einen Einblick in die Eisenbahnwelt außerhalb des Hörsaals und konnten bei der Produktion der neuen Berliner S- und U-Bahnen hautnah dabei sein. Alle Beteiligten sind froh über den gelungenen Austausch und freuen sich bereits auf ein Wiedersehen in Delft (Niederlande), wo der nächste internationale Austausch voraussichtlich im Mai 2023 stattfinden wird.

© FG Schienenfahrzeuge

Wissenschaftliche Aussprache von Dachuan Shi 03. November 2022

Am 03. November fand die Verteidigung der Dissertation von unserem langjährigen Kollegen Herrn Dachuan Shi statt. Das Thema seiner Dissertation lautet: „Towards robust real-time condition monitoring and fault diagnosis for railway assets“.

Den Traditionen des Fachgebiets folgend wurde die erfolgreiche Verteidigung mit einem passenden Doktorwagen sowie Doktorhut gefeiert. Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss der Dissertation!

© Schulkowski

FG Schienenfahrzeuge auf der InnoTrans 2022

Das Fachgebiet Schienenfahrzeuge präsentierte sich vom 24. bis 27. September 2022 auf der Internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans 2022 in Berlin. In direkter Nachbarschaft zum Fachgebiet Bahnbetrieb und Infrastruktur der TU Berlin sowie der Ausgründung PANTOHealth stellten wir unsere aktuellen Forschungsthemen vor und zeigten zwei Studienarbeiten von Simon Wartmann und Gustav Helming. Zum einen ermöglichte ein 1:2-Modell zweier Kupplungsköpfe einer automatischen Kupplung Besuchenden das selbstständige Kuppeln und Entkuppeln unter Beobachtung des Kuppel-Mechanismus. Zum anderen wurde ein Demonstrator der automatisierten Bremsprobe präsentiert. Mithilfe einer Smartphone-App kann die angelegte Bremsstellung eines Güterwagens überwacht werden, die direkt am Modell eingestellt werden.

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FG Schienenfahrzeuge beim „Tag der Schiene“ am 16. und 17. September auf dem BahnTechnologie Campus Havelland in Wustermark

Bahntechnik hautnah erleben und sich über Studiengänge im Bereich Schienenfahrzeuge informieren

Was macht die bereits 1903 vom deutschen Ingenieur Karl Scharfenberg patentierte automatische Kupplung so besonders – und warum wird sie erst jetzt, mit modernen digitalen Anschlüssen aufgerüstet, im Güterverkehr eingesetzt? Wie funktioniert eine „automatisierte Bremsprobe“, die in 10 Minuten die Funktionstüchtigkeit der Zugbremsen überprüft – ein Vorgang, der bisher per Hand durchgeführt wird und manchmal über eine Stunde dauern kann? Diese und viele andere Fragen zur Bahntechnik und den Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich an der Technischen Universität Berlin beantworteten am Freitag (16.09.2022) und Samstag (17.09.2022) ein Doktorand sowie eine Studentin des Fachgebiets Schienenfahrzeuge der TU Berlin.

Die Interessent*innen können dabei an großen Modellen selbst Hand anlegen und die Technik im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Der Informationsstand der TU Berlin ist dabei nur einer von vielen auf dem Gelände des BahnTechnologie Campus Havelland am Bahnhof Elstal in Wustermark. Anlässlich des bundesweiten „Tags der Schiene“ zeigen über 30 Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen aus der gesamten Bahnbranche, mit welchen Erfindungen und modernen Technologien sie den Schienenverkehr in Deutschland voranbringen. Eine Aufgabe mit Zukunft, denn die Bahn ist als energieeffizientes Fortbewegungsmittel ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Klimakrise.

Exkursion zu Europas größtem Rangierbahnhof in Maschen 16. August 2022

23 Studierende und zwei Betreuer besuchten ein ganzen Tag Europas größten Rangierbahnhof in Maschen bei Hamburg. Bereits die Hinfahrt über Hamburg mit einem ICE T mit eingeschalteter Neigetechnik war ein Highlight. In kleinen Gruppen durfte der Triebfahrzeugführer besucht werden und ein im Führerraum anwesender Ausbilder beantwortete alle noch so kniffligen Fragen der Studierenden. In Maschen selbst werden vor allem die Seehafenhinterlandverkehre sortiert, damit der Umschlag von den Seehafenterminals in die Schiffe glatt läuft. Nicht nur die Häfen arbeiten aktuell auf Hochtouren, sondern auch der Rangierbahnhof als vor- und nachgelagertes System. Aus den Vorlesungen bekannte Rangierbahnhofelemente wie Ablaufberg, Berg- und Talbremsen, Beidrückanlagen etc. konnten im Betrieb beobachtet werden und die beteiligten Personen wie Bergmeister, Langmacher, Schlauche angesprochen werden. Großer Dank gilt der Deutschen Bahn für die gesponsorten Fernverkehrstickets und die vielfältige Unterstützung durch ihre Mitarbeiterinnen. Leider konnten viele Studierende auf der Warteliste diesmal noch nicht teilnehmen, aber die nächste Exkursionen sind schon in Vorbereitung. Auch auf der Innotrans vom 20. bis 23.09.2022 gibt es auf dem Messegelände Berlin modernste Eisenbahn zum Anfassen vor der Haustür. 

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Wissenschaftliche Aussprache von Jenny Böhm 14. Juni 2022

Am 14. Juni fand die Verteidigung der Dissertation von unserer langjährigen Kollegin Frau Jenny Böhm statt. Das Thema ihrer Dissertation lautet: „Charakterisierung von Körperschallquellen von Schienenfahrzeugen. Eignung der in-situ Methode zur Bestimmung der blockierten Kraft “.

Aufgrund der aktuellen Lage wurde die wissenschaftliche Aussprache im hybriden Format durchgeführt und ein Teil der Prüfungskommission nahm online teil. Nichtdestotrotz ließen es sich die Kollegen - den Traditionen des Fachgebiets folgend - nicht nehmen einen passenden Doktorwagen sowie Doktorhut bereit zu stellen. Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss der Dissertation!

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FG Schienenfahrzeuge auf der Fruit Logistica Berlin 05.-07. April 2022

Unterstützt durch die TU Berlin Science Marketing GmbH TUBS, Herren Dr. Knoll und Hadjiyiannis, konnte das Fachgebiet Schienenfahrzeuge an der Fruitlogitica teilnehmen und ausstellen. Auf dieser Messe, bei der sich alles um Obst und Gemüse mitsamt deren Transport dreht, ist das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. So konnten wir die Ergebnisse unseres Projektes „Kühlcontainertransport auf der Schiene“ ideal präsentieren: 80 % Energieeinsparung durch Speisung der Kühlaggregate der Reefer (Kühlcontiner) aus der Zugsammelschiene anstelle wie bisher über aus Zuverlässigkeitsgründen völlig überdimensionierten Diesel-Generatoranlagen. Darüber hinaus wird die CO2-Emission je nach Stromart um bis zu 100 % verringert und der Lärm um mehr als 12 dB(A). Auch die Industriepartner des Projektes Wascosa, Havelländische Eisenbahn und Hartmann Consulting besuchten die Messe und den Stand, um weitere Anwendungsfälle anzubahnen.

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Exkursion zum BTC Havelland 25. Januar 2022

Die Exkursion zum Wintersemester 2021/22 führte uns zum Bahn-Technik-Campus Havelland (BTC). Außer Forschungsprojekten dient er auch der praxisnahen Ausbildung. Generelle Information über die Anlage in der die TU Berlin Mitglied ist, und speziell der Aufbau von Diesel- und Fahrdrahthybridlokomotiven, Kuppelvorgang mit Schraubenkupplung und handbediente Weichen waren die behandelten Themen. Die Exkursion wurde filmisch begleitet.

© BTC

© BTC

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Kühlcontainertransport auf der Schiene

Im Rahmen einer Auftragsforschung des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) wird durch ein Team der Partner Havelländische Eisenbahn HVLE, Wascosa, TU-Berlin und Hartmann Rail Consult der Stromverbrauch von Kühl-Containern unter realen Bedingungen im Sommer- und Winterbetrieb auf dem offenen digitalen Testfeld des DZSF im Raum Halle-Cottbus-Horka ermittelt. Dabei werden mit vier 40´Containern in zwei Betriebsmoden untersucht: Transport von Tiefkühlgut hermetisch isoliert bei -18 °C und die Situation für reifendes Obst bei 13 °C mit Luftwechsel. Letztere Betriebsart ist bei vielen Außentemperaturbereichen oft die energieintensivere, zumal auch die Abwärme durch den Reifungsprozess abgeführt werden muss. Der Schienenverkehr hat die Chance, diese Container mit bis 120 km/h wesentlich schneller zu transportieren als die Straße. Ein weiterer großer Vorteil der Schiene ist, dass die Kühlenergie direkt aus der Fahrleitung entnommen werden kann und so etwas 70 % der Energiemenge, die es bei Dieselgeneratorsets braucht, eingespart werden kann. Das ist ein Nebenthema der Untersuchung. Zudem ist die Luftwechselproblematik in zunehmenden Tunnelanteilen, z. B. Gotthardbasistunnel oder Lärmschutztunnel wie Rastatt nur bei Dieselbetrieb ein Problem. Ziel ist es anhand der Versuchsergebnisse die Planbarkeit und damit Einsatzhäufigkeit dieser für den Schienenverkehr noch sehr selten genutzten Transportart zu steigern. Das Projekt wurde filmisch begleitet (Kurzfassung).

© FG Schienenfahrzeuge

Forschungsvorhaben "AmaBPro"

Das Fachgebiet Schienenfahrzeuge und die DB Cargo AG haben ein dreijähriges Projekt zur Untersuchung und Erprobung der Automatisierung im Schienengüterverkehr gestartet. Im Rahmen des Projekts „Aufbau eines Testfeldes für die Automatisierung der Bremsprobe im SGV“ (AmaBPro) wird die Betriebstauglichkeit von vier bereits am Markt erhältlichen Bremsprobesystemen erprobt. Außerdem wird ein standardisierter Anforderungskatalog für die flächendeckende Einführung in Europa erarbeitet. Bei der Bremsprobe wird die Funktionsfähigkeit des Bremssystems überprüft. Es ist ein elementarer und zeitaufwändiger Arbeitsschritt der Zugvorbereitung, und dessen Automatisierung trägt zur Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs bei. Das Projekt ist vom BMVI aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ (Z-SGV) gefördert.

© AmaBPro

FG Schienenfahrzeuge führt wissenschaftliche Begleitung bei Pilotprojekt zur Erprobung der Digitalen Automatischen Kupplung im Schienengüterverkehr

Die Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) ist das wichtigste Innovationsprojekt im Schienengüterverkehr seit Jahrzehnten. Neben der Automatisierung des Kuppelvorganges ermöglicht die DAK die Versorgung von Güterwagen mit Strom und den Austausch von Daten im Zugverband. Vor der europaweiten Einführung sind umfangreiche Versuche notwendig, um zu gewährleisten, dass die Kupplung die gesteckten Anforderungen erfüllt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) führt das Konsortium „Digital Automatic Coupling for Europe“ (DAC4EU) bestehend aus DB Konzern, DB Cargo, Rail Cargo Austria und SBB Cargo sowie den Wagenhaltern VTG, ERMEWA und GATX diese Tests in den Jahren 2020 bis 2022 durch.

Wir freuen uns, dass das Konsortium sich entschieden hat, das Fachgebiet Schienenfahrzeuge mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes zu beauftragen, und knüpfen damit an unsere Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren rund um die DAK an. Dazu gehören u. a. die Erstellung des Berichtes „Technik DAK“ im Rahmen der „Studie zur EU-weiten Migration eines Digitalen Automatischen Kupplungssystems (DAK)“­ ebenfalls im Auftrag des BMVI ­sowie die Durchführung der Studie „Dynamische Parameter der DAK“ für den Technischen Innovationskreis Schienengüterverkehr (TIS) in diesem Jahr.

© Hecht

Dissertation Verteidigung Jobstfinke 18. September 2020

Am 18. September fand die Verteidigung der Dissertation von unserem langjährigen Kollegen Herrn Daniel Jobstfinke statt. Das Thema seiner Dissertation lautet: „Güterzuglängsdynamik - Eine globale Sensitivitätsanalyse als Basis für Erkundung, Erfassung und Prädiktion“.

Der aktuellen Lage entsprechend erfolgte die Live-Teilnahme des Publikums via Webstreaming. Nichtdestotrotz ließen es sich die Kollegen - den Traditionen des Fachgebiets folgend - nicht nehmen einen passenden Doktorwagen bereit zu stellen. Mit diesem erfolgte die letzte Ehrenrunde um die alte Wirkungsstätte.

Wir gratulieren zu der Dissertation, die mit summa cum laude abgeschlossen wurde.

© Hosang

FG Schienenfahrzeuge unterstützt EXIST-Gründerstipendium "PANTOhealth"

Das FG Schienenfahrzeuge unterstützt das vom Forschungszentrum Jülich GmbH geförderte EXIST-Gründerstipendium "PANTOhealth". Als Ausgründung unseres Fachgebietes helfen wir den Stipendiaten bei ihrer Arbeit. 

PANTOhealth befasst sich mit den Stromabnehmern der Bahn. Ziel ist es, mit Blick auf Stromabnehmerüberwachung und Oberleitungsprüfung den Verschleiß zu verringern und damit Wartungskosten sparen zu können.

Die Stipendiaten sind Farzad Vesali, Mina Kolagar und Morteza Nokhodian Esfahani.