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Den Blick auf soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Seit dem Sommersemester 2023 leitet die Juniorprofessorin Heike Hanhörster das Fachgebiet "Soziale Kohäsion, Diversität und Migration in der räumlichen Planung" an der Fakultät VI. Sie studierte und promovierte an der TU Dortmund und war - nach diversen Auslandsstationen von Belgien und den Niederlanden über Frankreich bis hin zu Ghana - zuletzt als Senior Wissenschaftlerin und Research Managerin am ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH beschäftigt. Heike Hanhörster ist ausgebildete Mediatorin und wurde unter anderem für ihre Doktorarbeit zum Thema "Türkeistämmige Eigentümer in Migrantenvierteln"mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Frau Hanhörster, welche Fragen beschäftigen Sie in Ihrer Forschung, welche Probleme wollen Sie gerne lösen?

Heike Hanhörster: "Das von mir geleitete Fachgebiet 'Soziale Kohäsion, Diversität und Migration in der räumlichen Planung' ergänzt das Profil des ISR um zentrale planerische Fragen in Bezug auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Teilhabe marginalisierter Bevölkerungsgruppen. Städte und Regionen diversifizieren sich kontinuierlich, sind aber auch zunehmend gespalten: Arm und Reich wohnen immer seltener „Tür an Tür“. Hieraus erwachsen auch Herausforderungen für die räumliche Planung und die Herstellung `gleichwertiger Lebensverhältnisse´. Eine ganz zentrale Rolle spielt der Wohnungsmarkt. In meiner Forschung analysiere ich intersektionale Formen der Benachteiligung und Mechanismen institutioneller Diskriminierung und möchte einen Beitrag dazu leisten, diesen entgegenzuwirken."

Was ist Ihnen in der Lehre wichtig? Welche Lehrveranstaltungen oder Formate wollen Sie gerne hier etablieren?

Hanhörster: "Es ist mir ein zentrales Anliegen, kritisches reflexives Lernen zu lehren. Meine Seminare sind eng verbunden mit Fragen nach Ungleichheiten im Raum, Machtverhältnissen und Diskriminierung. Diese Themen brauchen Zeit und Raum für eigene Positionierungen, teilnehmendes und auch projektorientiertes Lernen. Ich möchte meine Lehre daher auch eng verzahnen mit laufenden Forschungsprojekten, z.B. einem Projekt, das in den nächsten drei Jahren von der Stiftung Mercator gefördert wird und sich mit der Frage beschäftigt, wie gesellschaftliche Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren gestärkt werden kann."

Ein persönliches Wort zu Ihnen: Was bedeutet es für Sie, Professor*in an der TU Berlin und der Fakultät VI zu sein?

Hanhörster: "Ich freue mich! Auf die Lehre, auf das gemeinsame Lernen und Forschen, auf interdisziplinären Austausch. Es ist eine großartige Herausforderung, das neu geschaffene Fachgebiet gemeinsam mit meinen Kolleg*innen in den nächsten Jahren mit Leben zu füllen."

In loser Folge stellen sich an dieser Stelle unsere neuen und neuberufenen Professor*innen vor und beantworten Fragen zu ihren Plänen in Forschung und Lehre.

Prof. Dr. Heike Hanhörster, TU Berlin © ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

Prof. Dr. Heike Hanhörster, TU Berlin