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Über Grenzen hinweg große Forschungsprojekte vorantreiben

Das Cross-Cutting Theme Internationalization unterstützt die Internationalisierung der BUA. Insbesondere wollen wir das Netzwerk gemeinsamer strategischer Partnerschaften mit Universitäten weltweit intensivieren. Aktuell sind wir dabei, unsere strategischen Partnerschaften mit der University of Oxford, der National University of Singapore und der University of Melbourne auszubauen. Mit demBerlin Center for Global Engagement wollen wir zudem die Kooperation mit dem globalen Süden erweitern. Das Center unterstützt die BUA-Partner*innen auch bei den Themen Wissenschaftsdiplomatie und akademische Freiheit. Außerdem haben wir im Fokus, die BUA international bekannter zu machen, vor allem innerhalb der EU. Gemeinsam mit den Kolleg*innen der FU Berlin, der HU Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin möchte ich die BUA weiterentwickeln. Dabei bringe ich natürlich besonders die Perspektive der TU Berlin mit ihren ingenieur- und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten ein. Wir sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass die Maßnahmen umgesetzt und strategisch weiterentwickelt werden, um unsere Ziele zu erreichen. Ein Beispiel für gute Kooperation ist, dass das „Berlin Centre of Global Engagement“ einen schnellen Austausch und die Abstimmung zu internationalen Krisen wie zum Beispiel den Angriffskrieg auf die Ukraine im Sinne der Science Diplomacy ermöglicht hat.
 

Das Steering Committee „Internationalization“ soll ja das Netzwerk gemeinsamer strategischer Partnerschaften mit führenden Universitäten weltweit intensivieren. Sie haben ja schon die Zusammenarbeit mit der University of Oxford, der University of Melbourne und der National University of Singapore genannt. Mit welchen Maßnahmen will die BUA dieses Ziel erreichen?

Wir unterstützen gemeinsame Forschungskooperationen mit den drei Universitäten. Wir haben mehrere Seed Funding Calls durchgeführt, so auch zusammen mit dem Steering Committee Objective 1 „Focusing on Grand Challenges“, zum Beispiel mit gemeinsamen Ausschreibungen für die Universitäten Oxford und Singapur. Jetzt freuen wir uns, gemeinsam mit der National University of Singapore (NUS) über ein dreijährigen BUA-NUS Global Health Exploration Projekt. Es ist Teil der Grand Challenge Initiative Gobal Health, mit dem Thema „Ageing Well in the Urban Environment – Meeting the Health and Social Needs of Older Adults“.

Zudem können Spitzenwissenschaftler*innen der University of Oxford über das Programm „Einstein Visiting Fellowships“ in einen Berliner Forschungsverbund eingebunden werden. Über drei Jahre können sie aus ihrem Heimatland und durch Besuche vor Ort eine Arbeitsgruppe betreuen, mit der sie zu einer der „Grand Challenges” forschen. Mit der University of Melbourne wiederum konzentrieren wir uns auf eine gemeinsame Ausbildung von Doktorand*innen. Die ersten gemeinsamen Doktorarbeiten werden gerade geschrieben.
 

Ab dem 1. Januar 2024 können Forscher*innen und Organisationen im Vereinigten Königreich (UK) gleichberechtigt wie die Kolleg*innen in EU-Mitgliedstaaten an Horizon Europe, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, teilnehmen und haben Zugang zu Horizon Europe-Fördermitteln. Zugleich hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Memorandum of Understanding (MoU) mit der britischen Partnerorganisation „UK Research and Innovation“ (UKRI) unterzeichnet. Was bedeutet das für die BUA?

Wir sind sehr glücklich darüber, dass das UK wieder am Horizon Europe teilnehmen kann, weil es jetzt mehr Fördermöglichkeiten für unsere Partnerschaft mit Oxford gibt. Aus politischer Sicht ist es für uns sehr wichtig, dass das UK anerkannt hat, dass es Teil des europäischen Forschungsraums ist. Die Trennung in den letzten Jahren, als UK-Institutionen wie Oxford und Cambridge nicht mehr an den gemeinsamen Forschungsverbünden teilnehmen konnten, war sehr schmerzhaft. Die Übereinkunft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wird diese Zusammenarbeit nun sehr erleichtern und unsere Oxford Berlin Research Partnership enorm voranbringen.


Das Interview führte Dagmar Trüpschuch.

© Christian Kielmann

Dr. Ulrike Hillemann-Delaney freut sich darüber, dass UK-Institutionen wie Oxford und Cambridge wieder an den gemeinsamen EU-Forschungsverbünden teilnehmen.