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Neue Sensorplattform detektiert Infektionen in wenigen Minuten

Die COVID-19-Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, Infektionen schnell und genau zu erkennen. Aktuell werden virale oder bakterielle Infektionen entweder auf Basis von Symptomen oder von Blutuntersuchungen aufgestellt. Die erste Methode ist fehleranfällig, die zweite zeitaufwändig. Seit April 2018 arbeiten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) zusammen mit Wissenschaftler*innen der TU Berlin und weiteren Partner*innen in dem Projekt Graph-POC an einer handlichen, graphenoxidbasierten Sensorplattform, die genau diese Herausforderungen bei der Diagnose von Infektionen lösen soll.

Nur ein Tropfen Blut oder Speichel ist notwendig, um eine exakte Analyse durchzuführen. Der Tropfen wird auf die Sensoroberfläche gegeben und binnen weniger Minuten erscheint ein über elektrische Signale vermitteltes Ergebnis. Die Besonderheit der Sensorplattform liegt im Material: Graphenoxid ist ein elektrisch leitfähiges, biokompatibles Material und ermöglicht eine besonders zuverlässige Detektion. Für diese spezielle Anwendung wird das Graphenoxid in einer 3D-Struktur in Form von Flocken aufgebracht. Diese dreidimensionale Form vergrößert die Messfläche und auch die Genauigkeit der Messungen. 

Weiterführende Informationen

Erfahren Sie mehr über das Projekt in der Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) vom 3. August 2020.

Biosensor auf Graphenoxid-Basis © Volker Mai/Fraunhofer IZM

Fraunhofer-Forschende entwickeln u.a. mit Wissenschaftler*innen der TU Berlin Biosensoren, die auf Graphenoxid basieren und es ermöglichen, bakterielle und virale Infektionen in nur 15 Minuten zu erkennen.