Alle News

Kraftstoff für die Zukunft

Für ihre herausragende Forschung hat der Exzellenzcluster Unifying Systems in Catalysis (UniSysCat) der TU Berlin Dr. Charlotte Vogt vom Technion Institute of Technology (Israel) am 3. Juni 2022 den diesjährigen Clara Immerwahr Award verliehen. Die Preisträgerin hielt einen Vortrag über „A new generation of fundamental understanding in catalysis”. Im Anschluss präsentierte die Schauspielerin Anita Zieher vom Potraittheater Wien ihr Stück „Meeting Lise Meitner“.

Charlotte Vogt ist davon überzeugt, dass das Problem des Klimawandels durch Katalyse gelöst werden kann. Mithilfe von Katalysatoren lassen sich schädliche Treibhausgase in Nützliches umwandeln – in Kraftstoffe zum Beispiel. Die aktuell für diese Umwandlung genutzten Katalysatoren sind aber häufig ineffizient. Charlotte Vogt forscht daher am Technion in ihrer Arbeitsgruppe „The Vogt Laboratory of Catalysis for Fuels of the Future“ an neuen, effizienten Katalysatoren. Sie entwickelt dafür neuartige spektroskopische Experimente, mit denen sie Katalysatoren sogar „bei der Arbeit“ zuschauen kann.

„Mit meiner Forschung will ich dazu beitragen, neue Katalysatoren und bessere Verfahren zu entwickeln, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen und den Klimawandel einzudämmen“, erklärt Charlotte Vogt das Ziel ihrer Arbeit. Der Berliner Zeitung sagte sie im Interview: „Es ist ein sehr bedeutender und schöner Preis für mich. Clara Immerwahr war eine großartige Wissenschaftlerin, und doch ist ihre Lebensgeschichte unglaublich traurig.“

Über den Clara Immerwahr Award

Mit dem Clara Immerwahr Award werden seit 2011 jährlich Nachwuchswissenschaftlerinnen für ihre herausragende Forschung auf dem Gebiet der Katalyse geehrt. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und lädt die Preisträgerin zu Kooperationen mit Forscher*innen von UniSysCat ein. Der Preis würdigt die Forschung von Dr. Clara Immerwahr, die im Jahr 1900 als erste Frau in Deutschland an der Universität Breslau in physikalischer Chemie promoviert hat. In diesem Jahr wird der Preis von der BASF finanziell unterstützt.