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Aus Pilzen wird Zukunft

Medikamente, Enzyme, organische Säuren, Antibiotika, Biokraftstoffe, selbst Kleidung kann man aus Pilzen machen – seit Kurzem sogar stabile Verbundwerkstoffe für den Bau sowie nachhaltige Werkstoffe, die die traditionellen Plastikverpackungen und andere Kunststoffe ersetzen können. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Philipp Benz, Holzforscher an der TU München, hat die TU-Biotechnologin Prof. Dr.-Ing. Vera Meyer das Weißbuch „Growing a circular economy with fungal biotechnology“ herausgegeben. Es soll Antworten geben auf die Fragen, wie wir in naher Zukunft durch innovative Entwicklungen in der Pilzbiotechnologie zehn Milliarden Menschen ernähren und dabei Umweltschäden aller Art vermeiden können, wie wir den steigenden Bedarf an Textilien oder Leder decken und dabei erheblich den Wasserverbrauch reduzieren sowie Tierleid vermeiden können. Vera Meyer und Philipp Benz sind sich mit international führenden Expert*innen nicht nur darin einig, dass die Pilzbiotechnologie als Innovationsmotor für viele Industrien unsere erdölbasierte Wirtschaft in eine biobasierte transformieren kann, sie weisen in ihrem Weißbuch auch nach, dass diese Zukunftstechnologie zur Erreichung von zehn der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Das Wissenschaftsjahr der Bioökonomie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung präsentiert Vera Meyer und Philipp Benz als „Köpfe des Wandels“. 

Weiterführende Informationen:

© Unesco/EUROFUNG

DIe Abbildung zeigt, welche Industrien von den vielfältigen Eigenschaften der Fadenpilze profitieren können.