Erziehungswissenschaft – Lehren und Lernen in der Migrationsgesellschaft
Blick auf das TU Berlin-Gebäude in der Fraunhoferstraße © Oana Popa-Costea
Lehren und Lernen in der Migrationsgesellschaft

Das Fachgebiet widmet sich erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen zu migrationsgesellschaftlichen Konstellationen, (in-)varianten Erscheinungsformen des Rassismus und deren Transformationspotenziale in strukturellen Möglichkeitsräumen pädagogischer Bildungskontexte - auch als Orte des Lehrens und Lernens.

Fachgebiet Erziehungswissenschaft - Lehren und Lernen in der Migrationsgesellschaft

Mit der Forschung und Lehre im Fachgebiet werden migrationsgesellschaftliche Konstellationen und (in-)variante Erscheinungsformen des Rassismus, seine Spielarten und intersektionalen Verflechtungen als konstituierende Rahmung von Bildungskontexten verstanden, der zugleich Transformationspotenziale inhärent sind. Ihre diskursiv hergestellten und sinnstiftenden Strukturbedingungen stellen daher auch den analytisch-reflexiven Gegenstand dar, um Bildungskontexte und die darin bedeutsamen Modellierungen des Lehrens und Lernens differenzreflexiv und diskriminierungskritisch gestalten zu können.

Als Bildungskontexte werden insbesondere die Schule, die darin wirksamen - als relational zu verstehenden - Lehr-/Lernsettings und Konstellationen von unterschiedlichen Beziehungsgeflechten sowie Orte der Lehrer:innenbildung im universitären Studium, Referendariat und der Fort- und Weiterbildung von Lehrer:innen erfasst, für deren Analyse und Reflexion auch die migrationsgesellschaftliche Situiertheit der jeweiligen Akteur:innen systematisch einbezogen wird. Die aktuellen Schwerpunkte konkretisieren sich in folgenden Blickrichtungen:

  • Pädagogisches Handeln, Professionalität und Professionalisierung in Migrationsverhältnissen
  • Schule und ihre strukturellen Möglichkeitsräume als bildungs- und professionalisierungsrelevante Rahmung
  • Migrationsgesellschaftliche Schulentwicklung und die Relation von Schule, Schulentwicklung und Professionalisierung
  • Migrationsgesellschaftliche Situiertheit im Kontext pädagogischen Handelns und der Modellierung von Professionalisierungsprozessen

Ein bedeutsamer Aufmerksamkeitsfokus richtet sich dabei sowohl auf meta- und gegenstandstheoretische Reflexionen, als auch auf methodologisch-methodische Reflexionen forschungspraktischer Zugänge.

 

Wissenswertes

Das Fachgebiet wirkt bei der Veröffentlichung von Rezensionen im Ressort Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft der Erziehungswissenschaftlichen Revue (EWR) | Verlag Julius Klinkhardt mit. Bei Interesse nehmen Sie gerne mit Aysun Doğmuş Kontakt auf. Informationen für Rezensent:innen finden Sie hier.

Das Fachgebiet ist u.a. in folgenden (erziehungs-)wissenschaftlichen und schulbezogenen Arbeitskontexten aktiv:

  • Kommission Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft (KEBiM) der DGfE Sektion Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft
  • Rat für Migration ein bundesweiter Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die zu Fragen von Migration und Integration forschen. Seine zentrale Aufgabe sieht der Rat darin, politische Entscheidungen und öffentliche Debatten über Migration, Integration und Asyl kritisch zu begleiten. Neben der Vorstandsarbeit konzentrieren sich die Aktivitäten in der Sektion Rassismus.
  • Netzwerk Rassismuskritische Schulpädagogik bildet einen Zusammenschluss von Pädagog*innen, Hochschullehrenden und Wissenschaftler*innen aus verschiedenen mit Schulpädagogik befassten Praxisfeldern. Übergeordnete Ziele der gemeinsamen Arbeit bestehen darin, rassismuskritische Analysen zu stärken, die Schule als Organisation und als bedeutsames pädagogisches Handlungsfeld in den Blick nehmen, sowie eine stärkere rassismuskritische Perspektivierung schulpädagogischer Debatten. 
  • Fachbeirat ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen ist eine unabhängige Beratungsstelle unter dem Dach der Organisation LIFE Bildung, Umwelt Chancengleichheit e.V.

Aktuelles

Schulleiter:innen für ein Interview gesucht! | Studie: Diskriminierungsschutz und rassismuskritische Bildung an Schule - Eine Expert:innenbefragung mit Schulleitungen zu Bedarfen, Kontext- und Rahmenbedingungen

Das Personal der Lehrer:innenbildung im Fokus der Professionsforschung, Jahrestagung der DGfE Kommission: Professionsforschung und Lehrer:innenbildung vom 25. bis zum 27. September 2024 an der Universität Trier, Call for Abstracts

Tagungsdokumentation: Rassismuskritik in Schule und Erziehungswissenschaft. Was war? Was ist? Was muss noch kommen? Zeit für eine Bilanz!

Standort

  • Marker  Institut für Erziehungswissenschaft