Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft

Sprache im technischen Zeitalter in den Universitätsbibliotheken der TU Berlin und der UdK Berlin

Im hinteren Lichthof der Universitätsbibliotheken der TU Berlin und der UdK Berlin eröffnet am 17. November 2022 um 15.00 Uhr eine Ausstellung, die sich in mehreren interaktiven Installationen mit dem Thema „Sprache im technischen Zeitalter“ beschäftigt. Sie kann bis zum 4. Februar während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Anlass ist der 100. Geburtstag des Lyrikers, Literaturwissenschaftlers und Literaturvermittlers Walter Höllerer, der von 1959 bis 1988 an der TU Berlin lehrte.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Studierenden von TU Berlin und UdK Berlin. Veranstaltet und ermöglicht wird sie durch die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. sowie durch Mittel der Berlin University Alliance.

Walter Höllerer an der TU Berlin – die Jahre 1959 bis 1973 – eine Ausstellung anlässlich seines 100. Geburtstages

Der Lyriker, Literaturwissenschaftler und Literaturvermittler Walter Höllerer, geboren am 19. Dezember 1922, verstorben am 20. Mai 2003, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Walter Höllerer war gerade in dem Zeitraum, den die Ausstellung in den Fokus rückt, eine stark im Licht der Öffentlichkeit stehende Person. Er verstand es wie kaum ein anderer, zwischen den Rollen des Schriftstellers, des Literaturwissenschaftlers, des Kritikers und des Organisators von literarischen Veranstaltungen zu wechseln und daraus Synergien zu entwickeln. Die Literatur wurde dabei für ihn zum Medium des kritischen Transfers zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. So verwandelte er die Technische Universität Berlin in eine Bühne für Gegenwartsliteratur. Zugleich gab sich der Lehrstuhl, auf den Höllerer 1959 berufen worden war, mit der Formel „Sprache im technischen Zeitalter“ ein Programm, das die Literaturwissenschaft in Richtung einer umfassenden Gegenwartsanalyse am Leitfaden der Sprache öffnete.

Text, Raum, Sound

Die Ausstellung wurde im Rahmen eines gemeinsamen Kooperationsprojektes der Masterstudiengänge Bühnenbild_Szenischer Raum (TU, Fakultät VI), Sound Studies and Sonic Arts (UdK) und Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik (TU, Fakultät I) entworfen und realisiert. Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt „Object Space Agency“ am Exzellenzcluster „Matters of Activity“ der HU Berlin wurde zudem eine experimentelle VR-Installation entwickelt, ausgehend von Walter Höllerers Roman „Die Elephantenuhr“. 

Vier Themen, vier Teams

Ästhetik der Plötzlichkeit
Rauminstallation und Dramaturgie: Ramona Hufler, Helena Palmer, Lena Mehner; Sound: Özgür Yilmaz; VR: Dr. Christian Stein

Autorschaft als Zeichensystem
Rauminstallation und Dramaturgie: Laurén Kleist, Ise Lee, Diellëza Zogaj; Sound: Hayden Dean

Cybernetic Poetry Booth System
Rauminstallation und Dramaturgie: Siwei Cai, Nikolai Korypaev; Sound: Salomé Lubczanski, Makoto Oshiro

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Rauminstallation und Dramaturgie: Omar Sherif, Lina Wittfoht; Sound: Germaine Png

Seminarleitung
Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann (TU Berlin, Literaturwissenschaft)
Prof. Kerstin Laube (TU Berlin, Bühnenbild_Szenischer Raum)
Hans Peter Kuhn (UdK, Sound Studies and Sonic Arts)

Produktionsleitung
Christiane Lünskens (TU Berlin)