Allgemeine Linguistik

Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel

 

 

 

Prof. Dr. Dr. h.c.

Monika Schwarz-Friesel

Leiterin des Fachgebietes Allgemeine Linguistik

monika.schwarz-friesel@tu-berlin.de

030 / 314-23219

030 / 314-27638

Sekretariat HBS 8
Gebäude HBS
Adresse Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
Sprechzeiten im Wintersemester 2022Dienstags, 14.30 - 15.30 Uhr

Lebenslauf

seit 2010Lehrstuhlinhaberin und Fachgebiets-Leiterin für Kognitive Medienlinguistik an der Technischen Universität Berlin
2014Verleihung der Würde eines Dr. h.c. durch die Universität Debrecen (Ungarn)
2000-2010Professorin für Sprachwissenschaft an der Universität Jena
1998Habilitation an der Universität zu Köln
1996-2000Dozentin an der Universität zu Köln und Vertretungsprofessorin an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena
1994-1996Wissenschaftliche Oberassistentin an der Universität Leipzig
1992-1994Visiting scholar am Centre for Cognitive Science (Edinburgh) und am MPI für Psycholinguistik (Nijmegen)
1991-1993Dozentin an der Universität zu Köln sowie an der staatlichen Lehranstalt für Logopädie
1990Promotion (summa cum laude) an der Universität zu Köln
1987-1991Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur
1981-1987Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogischen Psychologie an der Universität zu Köln / Studentische Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur

Projekte (Auswahl)

seit 2019Wissenschaftliche Beraterin im Expertenteam der ZEIT-Stiftungsaktion „StopAntisemitismus“ (www.stopantisemitismus.de)
seit 2017Beiratsmitglied im Projekt "Gegen Antisemitismus" (guttmann.legal/probono)
2015Beiratsmitglied im Projekt „Vorurteile abbauen, antisemitische Ressentiments bekämpfen“ des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) (juedisches-forum-demokratie-leben.de)
2014-2019Leitung des DFG-Forschungsprojekts „Antisemitismen im World Wide Web“
2009-2015Leitung des DFG-Projekts „Aktuelle Konzeptualisierungen von Terrorismus nach 9/11“
2010-2012Leitung des DFG-Projekts „Rhetorik der Verunsicherung“ (in Kooperation mit der FU Berlin)
seit 2004Leitung des Forschungsprojekts „Aktueller Antisemitismus in Deutschland“ (in Kooperation mit der Brandeis University)

Vorträge

2021 (Januar). Antisemitismus heute. Zur Aktualität einer kulturellen Konstante. Vortrag am IDZ Jena. (Link)

2021 (Januar). Die kollektive Emotion 'Judenhass': Antisemitismus als kultureller Gefühlswert. Ringvorlesung Universität Halle. 

2020 (Oktober). Antisemitismus von links. Tagung "Antisemitimus heute", Irsee, Oktober 2020. (Link)

2019 (Dezember). Vortrag und Diskussion in Leipzig im zeitgeschichtlichen Forum. (Link)

2019 (November). Vortrag auf dem Symposium „Rassismus und Antisemitismus – Alltag in Europa?“ an der Universität Frankfurt. 

2019 (November). Festvortrag im Ministergarten, Berlin, Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, über den jüdischen Sprachforscher Daniel Sanders. (Link)

2019 (Oktober). Vortrag über „Populismus, Frames und Medien“ am Grimme Institut Leipzig. (Link)

2019 (Juli). Vortrag über Judenhass 2.0 in Bregenz, Konferenz der deutschsprachigen EU-Ratspräsidenten. (Link)

2019 (Juli). Vortrag über „Netzkultur des Hasses“ in Woche der Brüderlichkeit, Nürnberg, Caritas und Hans Seidel Stiftung. (Link)

2019 (Mai). Vortrag über „Judenhass 2.0: Die Büchse der digitalen Pandora ist weit geöffnet“ in Wien, beim Treffen der Österreichischen Gesellschaft für Antisemitismusstudien, Universität Wien. 

2019 (April). Vortrag über Judenhass im Internet in Paris, internationale Universität. (Link)

Publikationen & Forschungsprojekte

Publikationen

1. Bücher

2022. Toxische Sprache und geistige Gewalt. Wie judenfeindliche Denk- und Gefühlsmuster seit Jahrhunderten unsere Kommunikation prägen. Tübingen: Attempto. Link

2019 Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl. Berlin: Hentrich & Hentrich. Erscheint im Sommer 2019. Link

2017. Taschenbuchausgabe von "Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert." Berlin, New York: de Gruyter (= Europäisch-jüdische Studien – Beiträge 7)

2017. Mit J. Reinharz. Inside the Antisemitic Mind. The Language of Jew-Hatred in Contemporary Germany. Boston: University Press of New England. AnkündigungReview

62014 (1. Auflage 1993). Mit J. Chur. Semantik. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Narr. (Koreanische Ausgabe 1996. Seoul/Korea: Universitätsverlag.) Flyer

2014. Mit M. Consten. Einführung in die Textlinguistik. Darmstadt: WBG.

22013 (1. Auflage 2007). Sprache und Emotion. Tübingen: Francke (= UTB 2939).  Cover (JPG, 23,4 KB)Rezensionen

22013 (1. Auflage 2007). Mit H. Skirl. Metapher. Heidelberg: Winter (= Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik 4). Cover (PDF, 203,6 KB)

2013. Mit J. Reinharz. Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. Berlin, New York: de Gruyter (= Europäisch-jüdische Studien – Beiträge 7). Cover und Klappentext (PDF, 1,6 MB)Flyer (PDF, 260,9 KB)Rezensionen und Pressestimmen

32008 (1. Auflage 1992). Einführung in die Kognitive Linguistik. Dritte, aktualisierte und erweiterte Auflage. Tübingen: Francke (= UTB 1636). (Tschechische Ausgabe 2007. Prag: Universitätsverlag Prag.)

2007. Mit M. Steinbach et al. Schnittstellen der germanistischen Linguistik II. Stuttgart: Metzler.

2000. Indirekte Anaphern in Texten. Studien zur domänengebundenen Kohärenz und Referenz im Deutschen. Tübingen: Niemeyer (= Linguistische Arbeiten 413).

1992. Kognitive Semantiktheorie und neuropsychologische Realität. Repräsentationale und prozedurale Aspekte der semantischen Kompetenz. Tübingen: Niemeyer (= Linguistische Arbeiten 273). (Portugiesische Ausgabe 2006. Manaus/Brasilien: Universitätsverlag.)


2. Sammelbände (Hg.)

2015. Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft. Baden-Baden: Nomos. Link zur VerlagsseiteFlyer 

2014. Mit J.-H. Kromminga. Metaphern der Gewalt. Konzeptualisierungen von Terrorismus in den Medien vor und nach 9/11. Tübingen: Francke. Flyer

2013. Mit K. Marx. Sprache und Kommunikation im technischen Zeitalter. Wieviel Internet (v)erträgt unsere Gesellschaft? Berlin [u. a.]: de Gruyter. Flyer (PDF, 322,8 KB)

2012. Mit A. Kertész und M. Consten. Converging Data Sources in Cognitive Linguistics. Amsterdam: Elsevier (= Special Issue of Language Sciences).

2010. Mit E. Friesel und J. Reinharz. Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte. Berlin: de Gruyter. Flyer mit Infotext und Inhaltsverzeichnis (PDF, 40,1 KB)Rezensionen (PDF, 17,9 KB)

2007. Mit M. Consten und M. Knees. Anaphors in Text. New York, Berlin: Benjamins. Buch-Info: Link zur Verlagsseite

1997. Mit C. Dürscheid und K. H. Ramers. Linguistik im FokusFestschrift für Heinz Vater. Tübingen: Niemeyer.

1994Kognitive Semantik/Cognitive SemanticsErgebnisse, Probleme, Perspektiven. Tübingen: Narr (= Tübinger Beiträge zur Linguistik 395).

 

3. Aufsätze

           A Antisemitismus

2022. Antisemitismus 2.0 als kulturelle Konstante und kollektiver Gefühlswert – Das digitale Echo des Anti-Judaismus. In: Ritter, A./Großmann, H.C. (Hg.), 2022. Antisemitismus in Europa – eine Problemanzeige im Kontext des interreligiösen Dialogs. Münster/New York: Waxmann, 213-229.

2022. Mit E. Friesel. “To Make the World a Better Place”: Giving Moral Advice to the Jewish State as a Manifestation of Self-Legitimized Antisemitism among Leftist Intellectuals. In: Lange, A./Mayerhofer, K./Porat, D./Schiffman, H. (Hg.), 2022. Confronting Antisemitism from Perspectives of Philosophy and Social Sciences, Vol. 4. Berlin/Boston: De Gruyter, 105-124. Link

2021. Mit M. Fritzsche. Antisemitische Verschwörungsfantasien und ihr bipolares Emotionspotenzial: Judenfeindliche Stereotype als persuasives Mittel in Texten des aktuellen Rap/Hip Hop. In: Die Tonkunst. Magazin für klassische Musik und Musikwissenschaft. April 2021, Nr. 2, Jg. 15, S. 158-167.

2021. Israelbezogener Antisemitismus und der lange Atem des Anti-Judaismus – von ‚Brunnenvergiftern, Kindermördern, Landräubern‘. In: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (Hg.), 2021. Wissen schafft Demokratie. Schwerpunkt Antisemitismus, Band 8. Jena, S. 42–57. Link

2020. Antisemitismus im Web 2.0 – Judenhass zwischen Kontinuität und digitaler Adaption. In: Kiesel, D./Eppenstein, T. (Hg.), 2020. "Du Jude". Antisemitismus-Studien und ihre pädagogischen Konsequenzen. Berlin/Leipzig: Hentrich & Hentrich, 170-183.

2020. Judenhass in Geschichte und Gegenwart – aus Sicht der empirischen Antisemitismusforschung. In: Apelt, H./Lüdicke, L. (Hg.), 2020. Den Opfern verpflichtet. Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Halle: Mitteldeutscher Verlag, 42-54.

2020. Antisemitismus im Internet: Alter Judenhass im Reload. In: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Hg.). Einsichten + Perspektiven. Antisemitismus. Themenheft 1/20, 77-84. Link

2019. “Antisemitism 2.0” - The Spreading of Jew-hatred on the World Wide Web. In: Lange, A. / Mayerhofer, K. / Porat, D. / Schiffman, L. H. (Hg.), 2019. Comprehending and Confronting Antisemitism. A Multi-Faceted Approach (Volume 1). Berlin/Boston: De Gruyter, 311-338. Link

2019. Antisemitismus 2.0. Alter Hass in neuer Form. In: Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hg.), 2019. Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Heidelberg: Winter, 17-38 (Laupheimer Gespräche 2018).

2019. Hass als kultureller Gefühlswert: Das emotionale Fundament des aktuellen Antisemitismus. In: Glöckner, O./Jikeli, G., 2019. Das neue Unbehagen. Antisemitismus in Deutschland heute. Hildesheim: Olms, 109-131.

2019. Judenhass 2.0. Das Chamäleon Antisemitismus im digitalen Zeitalter. In: Heilbronn, C./Rabinovici, D./Sznaider, N. (Hg.) 2019. Neuer Antisemitismus? Frankfurt/Main: Suhrkamp, 385–417.

2019. Mit M. Fritzsche/L. Jacobs. Antisemitismus im deutschsprachigen Rap und Pop. Link

2018. Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses. (Ergebnisse der DFG-geförderten Langzeitstudie "Antisemitismus im www"). Link

2017. Antisemitismus und verbale Gewalt. In: Tangram 39, 6/2017, 43-48. Link

2017. Literarischer Antisemitismus: Judenfeindschaft als kultureller Gefühlswert. In: Compass, Online-Extra Nr. 263. Link

2016. “Destroy Israel: Jews are the Evil of the World!” (E-Mail to the Israeli Embassy in Berlin) – Manifestations of Contemporary Antisemitism (Speech on Antisemitism at the ICCA, Bundestag Berlin, 14.3.2016). In: Aschkenasim 2016, 5, 12–15. Link

2016. Antisemitismus an Universitäten: die lange Tradition gebildeter Judenfeindschaft. In: Gender, Politik, Universität. Gegen Diskriminierung an Hochschulen 2016, 1, TU Berlin: Die Zentrale Frauenbeauftragte, 22–23.
http://www.audiatur-online.ch/2016/06/16/antisemitismus-an-universitaeten-die-lange-tradition-gebildeter-judenfeindschaft/

2015. Antisemitische Hass-Metaphorik. Die emotionale Dimension aktueller Judenfeindschaft. In: Interventionen – Zeitschrift für Verantwortungspädagogik. Berlin: Violence Prevention Network e. V., 38–44. Link

2015. Rechts, links oder Mitte? Zur semantischen, formalen und argumentativen Homogenität aktueller Verbal-Antisemitismen. In: Rauschenberger, K./Konitzer, W. (Hg.), 2015. Antisemitismus und andere Feindseligkeiten. Interaktionen von Ressentiments. Frankfurt, New York: Campus Verlag, 175–192. 

2015. Educated Anti-Semitism in the Middle of German Society. Empirical Findings. In: Fireberg, H./Glöckner, O. (eds.), 2015. Being Jewish in 21st-Century Germany. Oldenbourg: de Gruyter, 165–187.

2015. Aktueller Antisemitismus. Konzeptuelle und verbale Charakteristika.
www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/211516/aktueller-antisemitismus

2015. Gebildeter Antisemitismus, seine kulturelle Verankerung und historische Kontinuität: Semper idem cum mutatione. In: Schwarz-Friesel, M. (Hg.), 2015. Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft. Baden-Baden: Nomos, 13–34.

2015. Antisemitismus im Kommunikationsraum: Tatort Sprache. In: MENA. Medienbeobachtungsstelle Naher Osten. Analysen 2014/2015 Fakten. Hintergründe. Perspektiven, 45–47.

2015. Antisemitismus-Leugnung: diskursive Strategien der Abwehr und die emotionale Dimension von aktueller Judenfeindschaft. In: Schwarz-Friesel, M. (Hg.), 2015. Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft. Baden-Baden: Nomos, 293–312. 

2015. Using Language as a Weapon: Verbal Manifestations of Contemporary Anti-Semitism. In: Schulze, R./Pishwa, H. (Hg.), 2015. The Exercise of Power in Communication. Devices, Reception and Reaction. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 161–183.

2013. „Juden sind zum Töten da“ (studivz.net, 2008) Hass via Internet – Zugänglichkeit und Verbreitung von Antisemitismen im World Wide Web. In: Marx, K./Schwarz-Friesel, M. (Hg.), 2013, 213–236.

2013. Explizite und implizite Formen des Verbal-Antisemitismus in aktuellen Texten der regionalen und überregionalen Presse (2002–2010) und ihr Einfluss auf den alltäglichen Sprachgebrauch. In: Nagel, M./Zimmermann, M. (Hg.), 2013. Judenfeindschaft und Antisemitismus in der deutschen Presse über fünf Jahrhunderte. Erscheinungsformen, Rezeption, Debatte und Gegenwehr. Bd. 2. Bremen: edition lumière (= Die jüdische Presse – Kommunikationsgeschichte im Europäischen Raum, Bd. 15; Presse und Geschichte – Neue Beiträge, Bd. 74), 993–1008.

2013. „Dies ist kein Hassbrief – sondern meine eigene Meinung über Euch!“ – Zur kognitiven und emotionalen Basis der aktuellen antisemitischen Hassrede. In: Meibauer, J. (Hg.), 2013. Hassrede/Hate Speech. Interdisziplinäre Beiträge zu einer aktuellen Diskussion. Gießener Elektronische Bibliothek 2013 (= Linguistische Untersuchungen), 143–164. Link zum Aufsatz

2012. Mit E. Friesel. „Gestern die Juden, heute die Muslime ...“? Von den Gefahren falscher Analogien. In: Botsch, G. et al. (Hg.), 2012. Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich. Berlin, Boston: de Gruyter (= Europäisch-jüdische Studien. Kontroversen, Bd. 1), 29–50.

2010. Tatort Sprache: Aktueller Antisemitismus in Deutschland als verbale Strategie. In: Neef, M./Noack, C. (Hg.), 2010. Sprachgeschichten. Eine Braunschweiger Vorlesung. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte (= Braunschweiger Beiträge zur deutschen Sprache und Literatur 14), 193–213.

2010. „Ich habe gar nichts gegen Juden!“ Der „legitime“ Antisemitismus der Mitte. In: Schwarz-Friesel, M./Friesel, E./Reinharz, J. (Hg.), 2010, 27–50.

2010. Mit E. Friesel und J. Reinharz. Aktueller Antisemitismus als ein Phänomen der Mitte – Zur Brisanz des Themas und der Marginalisierung des Problems. In: Schwarz-Friesel, M./Friesel, E./Reinharz, J. (Hg.), 2010, 1–14.

2007. Mit H. Braune. Geschlossene Textwelten: Konzeptualisierungsmuster in aktuellen antisemitischen Texten. In: Sprachtheorie und germanistische Linguistik 17, 1, 1–29.

           B Sprache und Emotion

2019Emotionalität von Texten aus kognitionslinguistischer Perspektive. In:
Kappelhoff, H./Bakels, J.H./Lehmann, H./Schmitt C. (Hg.), 2019. Emotionen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin: Metzler, 403-409. Link

2017. Das Emotionspotenzial literarischer Texte. In: Betten, A./Fix, U./Wanning, B. (Hg.), 2017. Handbuch Sprache in der Literatur. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 351-370.

2015. Giving Horror a Name. Verbal Manifestations of Despair, Fear and Anxiety in Texts of Holocaust Victims and Survivors. In: Lüdtke, U. (Hg.), 2015. Emotion in Language. Theory – Research – Application. Amsterdam: John Benjamin Publishing Company, 289–303.

2015. Language and Emotion. The Cognitive Linguistic Perspective. In: Lüdtke, U. (Hg.), 2015. Emotion in Language. Theory – Research – Application. Amsterdam: John Benjamin Publishing Company, 157–173.

2014. Mit H. Skirl. Die Sprache existenzieller Trauer – zum Ausdruck extremen Leids in der Holocaust-Literatur. In: Plotke, S./Ziem, A. (Hg.), 2014. Sprache der Trauer. Verbalisierungen einer Emotion in historischer Perspektive. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 331–354.

2012. Mit A. Foolen und U. Lüdtke. Kognition und Emotion. In: Braun, O./Lüdtke, U. (Hg.), 2012. Sprache und Kommunikation. Behinderung, Bildung und Partizipation. Stuttgart: Kohlhammer (= Enzyklopädisches Handbuch der Behindertenpädagogik 8), 213–229.

2011. Dem Grauen einen Namen geben? Zur Verbalisierung von Emotionen in der Holocaust-Literatur – Prolegomena zu einer Kognitiven Linguistik der Opfersprache. In: Germanistische Studien. Jubiläumsausgabe Nr. 10 „Sprache und Emotionen“, 128–139.  PDF

2010. Expressive Bedeutung und E-Implikaturen – Zur Relevanz konzeptueller Bewertungen bei indirekten Sprechakten: Das Streichbarkeitskriterium und seine kognitive Realität. In: Rudnitzky, W. (Hg.), 2010. Kultura kak tekst (Kultur als Text). Moskau, Smolensk: SGT, 12–27. PDF

2009. Ironie als indirekter expressiver Sprechakt: Zur Funktion emotionsbasierter Implikaturen bei kognitiver Simulation. In: Bachmann-Stein, A./Merten, S./Roth, C. (Hg.), 2009. Perspektiven auf Wort, Satz und Text. Semantisierungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen des Sprachsystems. Festschrift für I. Pohl. Trier: Wissenschaftlicher Verlag (= Kola 3), 223–232.

2008. Sprache, Kognition und Emotion: Neue Wege in der Kognitionswissenschaft. In: Kämper, H./Eichinger, L. M. (Hg.), 2008. Sprache – Kognition – Kultur. Sprache zwischen mentaler Struktur und kultureller Prägung. Berlin, New York: de Gruyter (= IDS Jahrbuch 2007), 277–301. PDF

           C Textlinguistik: Kohärenz und Anaphern

2018. Mit K. Marx. Textlinguistik – Was macht einen Text aus? In: Dipper, S./Klabunde, R./Mihatsch, W. (Hg.), 2018. Linguistik. Eine Einführung (nicht nur) für Germanisten, Romanisten und Anglisten. Berlin: Springer, 145-153.​

2018. Spannung in Texten erklären. Theoretische Grundlagen und empirische Analysen. In: Marx, K./Meier, S. (Hg.), 2018. Sprachliches Handeln und Kognition. Berlin/Boston: de Gruyter, 61-87.

2011. Mit M. Consten. Reference and Anaphora. In: Bublitz, W./Norrick, N. R. (eds.), 2011. Foundations of Pragmatics. Berlin, Boston: de Gruyter (= Handbooks of Pragmatics 1), 347–372.

2011. Text Comprehension as the Interface between Verbal Structures and Cognitive Memory Processes: The Case of Resolving Direct and Indirect Anaphora. In: Zelinsky-Wibbelt, C. (ed.), 2011. Relations between Language and Memory. Organization, Representation, and Processing. Frankfurt a. M.: Lang (= Saarbrücker Beiträge zur Sprach- und Translationswissenschaft 23), 293–330.

2009. Mit M. Consten und M. Knees. Complex Anaphors. The Impact of Ontology, Cotext and Conceptual Knowledge. In: Zlatev, J. et al. (eds.), 2009. Studies in Language and Cognition. Newcastle: Cambridge Scholars Publishing, 285–302.

2007. Mit M. Consten. Anaphern. In: Hoffmann, L. (Hg.), 2007. Deutsche Wortarten. Berlin: de Gruyter, 265–292.

2007. Mit M. Consten und M. Knees. The function of complex anaphors in texts. In: Schwarz-Friesel, M./Consten, M./Knees, M. (eds.), 2007, 81–102.

2006. Kohärenz versus Textsinn. Didaktische Facetten einer linguistischen Theorie der textuellen Kontinuität. In: Scherner, M./Ziegler, A. (Hg.), 2006. Angewandte Textlinguistik. Perspektiven für den Deutsch- und Fremdsprachenunterricht. Tübingen: Narr (= Europäische Studien zur Textlinguistik, Bd. 2), 63–75. PDF

2004. Mit M. Consten und K. Marx. Semantische und konzeptuelle Prozesse bei der Verarbeitung von Komplex-Anaphern. In: Pohl, I./Konerding, K.-P. (Hg.), 2004. Stabilität und Flexibilität in der Semantik. Strukturelle, kognitive, pragmatische und historische Perspektiven. Frankfurt a. M.: Lang, 67–86.

2001. Establishing Coherence in Text. Conceptual Continuity in the Domain of Text-world Models. In: Logos and Language 2, 1, 15–23. PDF

2001. Kohärenz: Materielle Spuren eines mentalen Phänomens. In: Bräunlich, M./Neuber, B./Rues, B. (Hg.), 2001. Gesprochene Sprache – transdisziplinär. Festschrift für G. Meinhold. Frankfurt a. M.: Lang, 151–159. PDF

2000. Textuelle Progression durch Anaphern – Aspekte einer prozeduralen Thema-Rhema-Analyse. In: Dölling, J./Pechmann, T. (Hg.), 2000. Prosodie – Struktur – Interpretation. Leipzig: Institut für Linguistik der Universität Leipzig (= Linguistische Arbeitsberichte 74), 111–126. PDF

1998. Referentielle Unterspezifikation in Texten – Zur Erschließung nicht explizit eingeführter Referenzobjekte in Peter Bichsels „Ein Tisch ist ein Tisch“. In: Pohl, I./Pohl, J. (Hg.), 1998. Texte über Texte – Interdisziplinäre Zugänge. Frankfurt a. M.: Lang, 463–472.

1997. Anaphern und ihre diversen Antezedenten: Koreferenz und Konsorten. In: Dürscheid, C./Ramers, K. H./Schwarz, M. (Hg.), 1997. Sprache im Fokus. Festschrift für H. Vater. Tübingen: Niemeyer, 445–455. PDF

1996. Lexikalische und konzeptuelle Restriktionen beim Verstehen direkter und indirekter Anaphern im Text – Das Lexikon in der Kognitiven Linguistik . In: Hundsnurscher, F./Weigand, E. (eds.), 1996. Lexical Structures and Language Use. Tübingen: Niemeyer, 399–407.

           D Metaphern

2015. Metaphern und ihr persuasives Inferenzpotenzial. Konzeptualisierungen des islamischen Terrorismus nach 9/11 im massenmedialen Diskurs. In: Spieß, C./Köpke, K.-M. (Hg.), 2015. Metapher und Metonymie. Berlin: de Gruyter, 143–160.

2011. Mit H. Skirl. Metaphors for Terrorism in German Media Discourse. Purdue University Libraries, 1–12. Link zum Aufsatz

2004. Kognitive Linguistik heute – Metaphernverstehen als Fallbeispiel. In: Deutsch als Fremdsprache 41, 2, 83–89. PDF 

           E Semantik

2017. Die Drei-Stufen-Semantik der Kritischen Kognitionslinguistik. In: Staffeldt, S./Hagemann J. (Hg.), 2017. Semantiktheorien. Lexikalische Analysen im Vergleich. Tübingen: Stauffenburg, 189–204.

2002. Konzeptuelle Ansätze II: Einebenen-Ansatz vs. Mehrebenen-Ansatz. In: Cruse, D. A. et al. (Hg.), 2002. Lexikologie/Lexicology. Ein internationales Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen. Berlin, New York: de Gruyter, 277–284.

1997. Mit K. Konerding und W. Schindler. Methodologische Aspekte der Semantikforschung. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 24, 359–366.

1997. Zur Relevanz externer Daten für die linguistische Semantik – Fallbeispiele aus der Wort-, Satz- und Textsemantik. In: Pohl, I. (Hg.), 1997. Methodologische Aspekte der Semantikforschung. Frankfurt a. M.: Lang (= Sprache – System und Tätigkeit 22), 141–146.

1995. Accessing Semantic Information in Memory: the Mental Lexicon as a Semi-module. In: Dirven, R./Vanparys, J. (eds.), 1993. Current Approaches to the Lexicon. Frankfurt a. M.: Lang, 63–71.

1994. Kognitive Semantik – State of the Art und Quo vadis? In: Schwarz, M. (Hg.), 1994. Kognitive Semantik/Cognitive Semantics – Ergebnisse, Probleme, Perspektiven. Tübingen: Narr, 9–24. PDF

           F Kognitive Linguistik

2014. Mit K. Marx. Sprachliche Kommunikation: Psycholinguistische Grundlagen. In: Blanz, M./Florack, A./Piontkowski, U. (Hg.), 2014. Kommunikation. Eine interdisziplinäre Einführung. Stuttgart: Kohlhammer, 38–52.

2012. On the Status of External Evidence in the Theories of Cognitive Linguistics: Compatibility Problems or Signs of Stagnation in the Field? Or: Why Do Some Linguists Behave like Fodor’s Input Systems? In: Language Sciences 34, 656–664.

2012. Mit A. Kertész und M. Consten. Introduction: Converging Data Sources in Cognitive Linguistics. In: Language Sciences 34, 651–655.

2009. Zum Status externer Evidenz in der Kognitiven Linguistik: Daten-Verarbeitung als Problem der Kompatibiliät oder der Paradigmenstagnation? Oder: Warum manche Linguisten sich wie die Fodorschen Module verhalten. In: Sprachtheorie und germanistische Linguistik 19, 2, 103–125. PDF

1999. Versprecher: Evidenz für den Einfluß sprachinterner und sprachexterner Faktoren auf den Prozeß der lexikalischen Aktivierung in der Sprachproduktion. In: Pohl, I. (Hg.), 1999. Interdisziplinarität und Methodenpluralismus in der Semantikforschung. Frankfurt a. M.: Lang, 205–217.

1997. Kognitive Linguistik? Eine Straße in den Geist! In: Kertész, A. (Hg.), 1997. Metalinguistik im Wandel. Die 'kognitive Wende' in Wissenschaftstheorie und Linguistik. Frankfurt a. M.: Lang, 19–29.

1995. Kognitivismus und Lexikon. In: Harras, G. (Hg.), 1995. Die Ordnung der Wörter. Kognitive und lexikalische Strukturen. Berlin, New York: de Gruyter, 359–367.

1995. Reference as Process. In: Geiger, R. (ed.), 1996. Reference in Multidisciplinary Perspective. Hildesheim: Olms, 461–470.

1994. Gedächtnismodelle mentaler Repräsentationen. In: Gedächtnis, Speicher, Neuronale Netze. Mülheim/Ruhr: Ev. Akademie, 64–75.

1992. Post-lexikalische Gedächtnisprozesse und Bedeutungskonstitution. In: Widdig, W. et al. (Hg.), 1992. Sprache und Sprechen aus neurolinguistischer und medizinischer Sicht. Bochum: Bergmannsheil, 55–62.

1989. Sprache und Kognition – Aspekte der neueren Forschung. Teil 2. Köln: Universitätsdruck (= Kölner Linguistische Arbeiten Germanistik 18).

1988. Sprache und Kognition – Aspekte der neueren Forschung. Teil 1. Köln: Universitätsdruck (= Kölner Linguistische Arbeiten Germanistik 17).

           G Medienlinguistik und Persuasion

2017. Konzeptualisierung und Referenzialisierung von Katastrophe in den Textweltmodellen des modernen Krisendiskurses. In: Cahiers d’etudes Germaniques, 41-64.

2015. Mit S. Peters und S. Zielske. Den Gesprächspartner verunsichern, um das Publikum zu überzeugen? Verunsicherung als persuasive Strategie in Talkshows. In: Früh, R./Fuhrer, T./Humar, M./Vöhler, M. (Hg.), 2015. Irritationen. Rhetorische und poetische Verfahren der Verunsicherung. Berlin, München, Boston: de Gruyter, 187–205.

2014. „Hydra, Krake, Krebsgeschwür, Sumpf, Killer-GmbH, Franchise-Unternehmen und Nebelwolke“ – Perspektivierung und Evaluierung von islamistischem Terrorismus durch Metaphern im deutschen Pressediskurs nach 9/11. In: Schwarz-Friesel, M./Kromminga, J.-H. (Hg.), 2014, 51–74.

2014. Metaphern der Gewalt – Konzeptualisierungen von Terrorismus in den Medien vor und nach 9/11. In: Schwarz-Friesel, M./Kromminga, J.-H. (Hg.), 2014, 7–24.

2013. Mit J.-H. Kromminga. "9/11 als globale Katastrophe: Die sprachlich-kognitive Verarbeitung des 11. September 2001 in der Berichterstattung deutscher Medien." Eine Analyse im Rahmen der kritischen Kognitionslinguistik. In: Sprachtheorie und germanistische Linguistik 23, 1, 1–22.

2012. Mit K. Marx und S. Damisch. Persuasive Strategien der affektiven Verunsicherung im aktuellen Diskurs: Ironisieren, Kritisieren und Beleidigen in öffentlichen Streitgesprächen. In: Pohl, I./Ehrhardt, H. (Hg.), 2012. Sprache und Emotion in öffentlicher Kommunikation. Frankfurt a. M.: Lang, 227–254.

2003. „Damit Sie auch heute noch kraftvoll zuhören können!“ Zur kommunikativen und kognitiven Funktion intertextueller Markierungen in der aktuellen Werbung. In: Sprachtheorie und germanistische Linguistik 13, 1, 3–24. PDF

4. Rezensionen, Lexikoneinträge und Zeitungs-/Zeitschriftenbeiträge

a)      Rezensionen

2012. „Sprache des Schmerzes – Sprechen über Schmerzen. Eine grammatisch-semantische und gesprächsanalytische Untersuchung von Schmerzausdrücken im Deutschen.“, F. Overlach, 2008. In: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 4, 1, 106–109.

2009. „Lagersprache. Zur Sprache der Opfer in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Dachau, Buchenwald“, N. Warmbold. In: Germanistik 50, 615–616.

2009. „Textlinguistik fürs Examen“, H. Hausendorf/W. Kesselheim. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 76, 357–359.

1997. „Die Ferse und der Schild. Über Möglichkeiten und Grenzen kognitionswissenschaftlicher Theorien der Erkenntnis“, A. Kertesz. In: Journal of Pragmatics 28, 644–646.

1997. „Kognitive Linguistik“, S. W. Felix/C. Habel/G. Rickheit (Hg.), 1997. In: Linguistische Berichte 168, 172–173.

1993. “The Cognitive Paradigmˮ, M. de Meys. In: Linguistics 31, 4, 759–762.

b)      Zeitungs-/Zeitschriftenbeiträge

2013. Wann ist es Anitsemitismus? Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. In: Der Tagesspiegel 3 (27.05.2013).

2010. Ist ‚Jude‘ wieder ein Schimpfwort? Sprache und Judenfeindschaft. In: Evangelische Zeitung (07.11.2010).

2009Der Tatort Sprache in Deutschland. Antisemitismus im öffentlichen Kommu­nikationsraum. In: TRIBÜNE. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums 1, 48, 189, 178–186.

2009. Worte wie Waffen. Wie Antisemitismus und Antiisraelismus über Begriffe und Vergleiche in der bürgerlichen Mitte salonfähig geworden sind. In: Jüdische Allgemeine 64, 9 (26.02.2009).

c)       Lexikoneinträge

2009. Kognitive Linguistik. In: Wischmeyer, O. (Hg.), 2009. Lexikon der Bibelhermeneutik. Begriffe – Methoden – Theorien – Konzepte. Berlin: de Gruyter, 327–328.

2009. Semantik. In: Wischmeyer, O. (Hg.), 2009. Lexikon der Bibelhermeneutik. Begriffe – Methoden – Theorien – Konzepte. Berlin: de Gruyter, 541–542.

Forschungsprojekte

Forschungsprojekt zum Antisemitismus 2.0 (DFG)

Judenhass im World Wide Web

Antisemitische Einstellungen sind in Deutschland kein allein historisches, sondern ein unverändert aktuelles Phänomen, welches zudem auf allen gesellschaftlichen Ebenen und nicht nur am rechtsextremen Rand auftritt. Diese brisante Erkenntnis wird nicht nur von der Forschung bestätigt, sondern führte zu einer entsprechenden Thematisierung auf regierungspolitischer Ebene: Der Bundestag beauftragte 2011 ein Expertengremium, einen ausführlichen Bericht unter dem Titel Antisemitismus in Deutschland. Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze zu verfassen. Dieser Bericht, der im Januar 2012 vorgestellt wurde, problematisierte in diesem Zusammenhang die Präsenz eines sog. Alltagsantisemitismus, welcher eine bisher kaum wahrgenommene Kategorie bei der Erfassung (und Bekämpfung) aktueller Judenfeindschaft darstellt. Dieser ist nur schwer identifizierbar, da er - in der Gesellschaft weit verbreitet und tief verwurzelt - in indirekten und z. T. unbewusst produzierten Verbalisierungen bis in die Gegenwart weitergetragen wird. Wie genau diese Reproduktion antisemitischer Einstellungen gesellschaftsumfassend verläuft und welche Rolle dabei sowohl die Sprache als auch die neuen Medien spielen, ist allerdings, wie der Expertenbericht herausstellt, in der gegenwärtigen Forschung kaum empirisch untersucht worden. In diesem Projekt wollen wir dieses Desiderat aufgreifen, indem wir sowohl die Grauzonen des Verbal-Antisemitismus, also die vielen Formen indirekter Verbali-sierungen, die nicht von vornherein einem judenfeindlichen Stereotyp zuzuordnen sind, als auch die gegenwärtige Tradierungsweise desselben linguistisch untersuchen. Der Problematik der Grauzonen kann mittels exakten kognitionslinguistischen Analysen begegnet werden. In puncto Tradierung ist davon auszugehen, dass gerade das Medium Internet bei der sprachlichen (Re)Produktion von Verbal-Antisemitismen eine herausragende Rolle spielt. Durch dessen Kommunikationsspezifika begünstigt, können einschlägig judenfeindliche Äußerungen trotz des Tabus nach 1945 täglich formuliert und wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft getragen werden, so dass sich entsprechende Einstellungen im öffentlichen Kommunikationsraum fortwährend festigen. Diese auf sprachlicher Ebene ablaufenden Prozesse sind bereits mehrfach festgestellt worden - die zwingend erforderliche detaillierte Erforschung derselben kann aber nur mit Hilfe genauer und umfangreicher linguistischer Analysen erfolgen, die mit diesem Projekt zur Durchführung kommen. Mit der Untersuchung des Sprachgebrauchs hebt sich das Projekt von der üblichen Antisemitismusforschung deutlich ab und kann dieser u. a. Forschungsrichtungen wichtige Impulse zuführen.

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Auskunft: Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel (Projektleiterin) 
monika.schwarz-friesel@tu-berlin.de


Ergebnisse

Eine Kurzfassung der Langzeitstudie finden Sie im Projektbericht "Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses" auf der Sonderseite "Antisemitismus 2.0".

Monika Schwarz-Friesel: Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses. In: Politik & Kultur 4/21. Link

Eine ausführliche Abhandlung der Forschungsergebnisse im Buch:

Monika Schwarz-Friesel: Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives GefühlZur Verlagsseite.

Link zur Bundeszentrale für Politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/211516/aktueller-antisemitismus

Beitrag im Deutschlandfunk, 19.11.2019. Forschung zum Judenhass. Antisemitismus nimmt im Netz drastisch zu.

Interview, 30.07.2020. Tacheles: Monika Schwarz-Friesel über aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus.

Video zum Thema Antisemitismus erklärt - Interview mit Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel

Lernplakat gegen Antisemitismus„Juden und Radfahrer beherrschen die Welt. Wieso Radfahrer?“

In den Medien

Artikel in der Saarbrücker Zeitung, 20.09.2020. Antisemitismus ist im Internet allgegenwärtigLink

Interview in DLF kultur, 29.07.2020. „Das ist ein Phantasma in den Köpfen“ Link

Artikel in  WELT, 28.07.2020. Ja, es gibt ein Klima der Angst und Einschüchterung! Link

Artikel in DLF kultur, 21.07.2020. „Null Toleranz gegenüber israelbezogener Judenfeindschaft“ Link

Beitrag bei anders denken, Juni 2019. Der ehrliche Antisemitismus: Judenhass reloaded im World Wide Web. Link

Artikel in HaGalil, 19.05.2020. „Verbesserungsvorschläge“ für Juden?  –   Eine gefährliche Hybris. Link

Artikel The Persistence of European Anti-Semitism, erschienen im BESA Center Perspectives Paper vom 18.01.2019. Link

Beitrag bei Frontal 21 am 18.09.2018. Angespuckt, bedroht, beschimpft. Was Juden in Deutschland erlebenLink

Zusammenfassung des Vortrags „Aktuelle Manifestationen von Antisemitismus: Judenhass zwischen Kontinuität und Wandel", gehalten bei der Fachtag „Antisemitismus – Erkennen und Handeln“ im Bayerischen Sozialministerium am 25. Juli 2018. Link

Artikel bei ARD Tagesschau am 18.07.2018. Studie: Antisemitismus durchdringt das NetzLink

Interview im Standard vom 21.02.2018. "Die Menschheit hat nach Auschwitz nichts gelernt". Link

Podcast im Lila Podcast vom 13.07.2017. Drei Fragen an Monika Schwarz-Friesel (Bonus zu Lila077)Link

Vortrag von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel bei einer Tagung der Petra-Kelly-Stiftung vom 23.11.2016. Antisemitismus: "Wahn-Sinn" im kollektiven GedächtnisLink zu Soundcloud

Radiobeitrag auf SWR2 vom 21.06.2015. LinkPDF

Interview zur Themenwoche Toleranz im ARD vom 15.11.2014. Link

Artikel in der Jüdischen Allgemeinen vom 13.11.2014. Link

Rede von Prof. Dr. Salomon Korn anlässlich des Gedenkens an den 9. November 1938 . Link

Interview mit Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel vom 9.09.2014 bei Frontal 21 im ZDF. Link

Interview mit Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel vom 12.09.2014 in der BILD. Link

Artikel bei Spiegel Online vom 29.07.2014. Link

Aktueller Antisemitismus in Deutschland: Sprachliche und konzeptuelle Charakteristika.

  1. Briefe und E-Mails aus den Jahren 2003 bis 2010 an den Zentralrat der Juden und die israelische Botschaft Berlin.
  2. Korpusanalyse zu Anti-Israelismus in Europa:  E-Mails aus den Jahren 2010 bis 2013 an die israelischen Botschaften in Wien, London, Madrid, Bern, Den Haag, Brüssel, Dublin und Stockholm.
  3. Analyse von Internetkommentaren und Nahostberichterstattungstexten im öffentlichen Diskurs seit 2007.

Projektleitung: Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel

Kooperationspartner: Prof. Dr. Evyatar Friesel (Hebrew University Jerusalem), Prof. Dr. Jehuda Reinharz (Brandeis University Boston)

Finanziert von der Brandeis University, USA (Sarnat Center, Tauber Institute)

Laufzeit: seit 2007

Info

Publikationen

Schwarz-Friesel, M., 2016. Antisemitismus an Universitäten: die lange Tradition gebildeter  Judenfeindschaft. In: Gender, Politik, Universität. Gegen Diskriminierung an Hochschulen, Nr. 1, TU Berlin, 22-23.

http://www.audiatur-online.ch/2016/06/16/antisemitismus-an-universitaeten-die-lange-tradition-gebildeter-judenfeindschaft/

Friesel, E., 2013.  The anti-Zionism of Brian Klug, Jaqueline Rose et al.: ignorance or ideology?  Scholars for Peace in the Middle East (SPME) Link zum Aufsatz Download

Schwarz-Friesel, M./Reinharz, J., 2013. Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. Berlin, New York: de Gruyter. Cover und KlappentextFlyerRezensionen und Pressestimmen

Schwarz-Friesel, M., 2013. Explizite und implizite Formen des Verbal-Antisemitismus in aktuellen Texten der regionalen und überregionalen Presse (2002–2010) und ihr Einfluss auf den alltäglichen Sprachgebrauch. In: M. Nagel, M./Zimmermann, M., (Hrsg.). Judenfeindschaft und Antisemitismus in der deutschen Presse über fünf Jahrhunderte. Erscheinungsformen, Rezeption, Debatte und Gegenwehr. Bd. 2. Bremen: edition lumière (= Die jüdische Presse – Kommunikationsgeschichte im Europäischen Raum, Bd. 15; Presse und Geschichte – Neue Beiträge, Bd. 74), 993-1008.

Schwarz-Friesel, M., 2013. „Dies ist kein Hassbrief – sondern meine eigene Meinung über Euch!“ – Zur kognitiven und emotionalen Basis der aktuellen antisemitischen Hass-Rede. In: Meibauer, J. (Hrsg.). Hassrede / Hate Speech. Interdisziplinäre Beiträge des gleichnamigen Workshops, Mainz 2010. (Linguistische Untersuchungen. Gießener Elektronische Bibliothek.) Link zum Aufsatz

Friesel, E., 2013. Juden-Hass gestern und heute: Ein historischer Blick auf 130 Jahre judeophobische Feindseligkeit. In: Meibauer, J. (Hrsg.). Hassrede / Hate Speech. Interdisziplinäre Beiträge des gleichnamigen Workshops, Mainz 2010. (Linguistische Untersuchungen. Gießener Elektronische Bibliothek.) Download

Schwarz-Friesel, M./Friesel, E., 2012. "Gestern die Juden, heute die Muslime..."? Von den Gefahren falscher Analogien. In: Botsch, G. et al. (Hg.) Islamophobie und Antisemitismus - ein umstrittener Vergleich. Berlin, Boston: de Gruyter (= Europäisch-jüdische Studien. Kontroversen. Bd. 1), 29-50.

Schwarz-Friesel, M./Friesel, E./Reinharz, J. (Hrsg.), 2010. Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte. Berlin: de Gruyter. Flyer mit Infotext und InhaltsverzeichnisRezensionen

Schwarz –Friesel, M., 2009. Der Tatort Sprache in Deutschland. Antisemitismus im öffentlichen Kommunikationsraum. In: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums (1/2009). Download

In den Medien

Medienbeiträge zur aktuellen Antisemitismus-Debatte siehe "Aktuelles"

Vortrag von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel bei einer Tagung der Petra-Kelly-Stiftung vom 23.11.2016. Antisemitismus: "Wahn-Sinn" im kollektiven GedächtnisLink zu Soundcloud

Interview mit Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel in den Salzburger Nachrichten vom 16. August 2014. Kaum Widerspruch gegen Hassparolen. Download (PDF, 457,5 KB)

Artikel des commentary magazine vom 25.02.2014. Educated Mainstream: The Bastion of Western anti-Semitism. Link

Interview in Jüdische Allgemeine vom 17.02.2014 zum Thema »Antisemitismus ist ein Glaubenssystem« Monika Schwarz-Friesel über 14.000 judenfeindliche Briefe, gefährliche Stereotype und Jakob Augstein. Link

Artikel Educated Antisemitism in The Forward, New York vom 13.12.2013. Download 

Die Rabbiner-Brandt-Vorlesung am 11.11.2013 hielt Prof. Schwarz-Friesel zum Thema "Die Sprache der Judenfeindschaft". Download  Link

ARD-Beitrag vom 28.10.2013 „Antisemitismus heute - Wie judenfeindlich ist Deutschland?“ Link zum Beitrag  

Vortrag von Prof. Schwarz-Friesel zum Thema „Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ am 10.06.2013 auf der Jubiläumsverstaltung des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus im Lichthof der TU Berlin. Link zum Video

Artikel im Tagesspiegel vom 27.05.2013 Wann ist es Antisemitismus? von Monika Schwarz-Friesel. Download

Vortrag an der Tel Aviv University vom 11.02.2013. From Rejection to Acceptance - To Be Jewish in 21st Century Germany. Link zum Video

Interview im Deutschlandradio vom 10.04.2012 über Antisemitismus anlässlich der Veröffentlichung von Günter Grass' Gedicht "Was gesagt werden muss". Download

Interview in Evangelische Zeitung vom 7.11.2010 Ist 'Jude' wieder ein Schimpfwort? Sprache und Judenfeindschaft  mit Monika Schwarz-Friesel.  Download

Interview in Bayern2 vom 2.07.2010 über aktuellen Antisemitismus in Deutschland mit Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel . Download

Artikel  Jüdische Allgemeine. Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches LebenJgvom 26.02.2009. Worte wie Waffen. Wie Antisemitismus und Antiisraelismus über Begriffe und Vergleiche in der bürgerlichen Mitte salonfähig geworden sind von Monika Schwarz-Friesel. Download

Aktuelle Konzeptualisierungen von Terrorismus – expliziert am Metapherngebrauch im öffentlichen Diskurs nach dem 11. September 2001

DFG-Projekt, Info

Projektleitung: Prof. Dr. Monika Schwarz Friesel
Projektgruppe: Dr. Helge Skirl; Jan-­Henning Kromminga, M.A., Matthias Jakob Becker, M.A.
Studentische Hilfskraft: Sara Neugebauer

Publikationen

Schwarz-Friesel, M./Kromminga, J. H. (Hg.), 2013. Metaphern der Gewalt. Konzeptualisierungen von Terrorismus in den Medien vor und nach 9/11. Tübingen: Francke Flyer (PDF, 4,7 MB)

Schwarz-Friesel, M./Kromminga, J.-H., 2013. 9/11 als globale Katastrophe: Die sprachlich-kognitive Verar­bei­tung des 11. September 2001 in der Berichterstattung deutscher Medien. In: Sprachtheorie und germanistische Linguistik, 23.1 (2013), S. 1-22.

Schwarz-Friesel, M./Skirl, H., 2011. Metaphors for Terrorism in German Media Discourse. Purdue University Libraries. Link zum Aufsatz

Rhetorik der Verunsicherung (im Exzellenzcluster „Languages of Emotion“)

Link zu Cluster-Seite
Projekt-Mitarbeiterin: Sally Zielske, M. A., Stephan Peters M. A.
Studentische Hilfskraft: Bernhard Mutsch

Tagungsankündigung:
Rhetorik der Verunsicherung - Negative Affektstrategien und ihre persuasive Funktion
Internationale Tagung des Clusters "Languages of Emotion"
Teilprojekt: 'Rhetorik der Verunsicherung'
am 27. und 28. Juli 2012 an der Freien Universität Berlin (Organisation u.a. Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin).
Weitere Informationen

Publikationen

2015. Peters, S./Schwarz-Friesel, M./Zielske, S., 2015. Den Gesprächspartner verunsichern, um das Publikum zu überzeugen? Verunsicherung als persuasive Strategie in Talkshows. In: Früh, R./Fuhrer, T./Humar, T./Vöhler, M., 2015. Irritationen. Rhetorische und poetische Verfahren der Versicherung. Berlin/München/Boston: de Gruyter.

2012. Schwarz-Friesel, M./Marx, K., Damisch, S., 2012. Persuasive Strategien der affektiven Verunsicherung im aktuellen Diskurs: Ironisieren, kritisieren und beleidigen in öffentlichen Streitgesprächen. In: Inge Pohl u. Horst Erhard (Hg.), Sprache und Emotion in öffentlicher Kommunikation. Frankfurt a. M.: Peter Lang, S. 227-254.

KomplexTex – Zur textuellen Funktion von Komplex-Anaphern

DFG-Projekt, Link