Kommunikationswissenschaft
Kommunikationswissenschaft
Arbeitsstelle Diversität & Hybridität

am Fachgebiet Kommunikationswissenschaft
Institut für Sprache und Kommunikation
Fakultät I
Technische Universität Berlin
Kontakt

Konzeption

Die Arbeitsstelle ist in erster Linie eine For­schungsstätte zur Vertiefung der inter­kultu­rellen Perspektive, die vom Lehrstuhlinha­ber des Fachbereiches Kommunikationswis­senschaft, Herrn Prof. Dr. Sendlmeier, mit den Schwerpunkten „Interkul­turelle Wirtschaftskommunikation Deutschland / Ita­lien“ und „Die Alphabeti­sierung Spa­nisch-Deutscher Bilingualer“ initiiert wurde. Dabei stehen die Konzepte Diversität und Hybri­dität im Mittelpunkt und kommen in dem weltum­spannenden Ar­beitsbereich, der Europa, Afrika, Asien und Amerika umfasst, mit fol­genden Themen­gebieten zum Tra­gen: Romanische Spra­chen und Kulturen, Frankophonie, Englisch als Zweit­sprache, Chinesisch, Deutsch ein­schließ­lich Deutsch als Fremd- und Zweit­sprache.
Auch werden kul­turelle und sprachliche Hyb­ridformen unter­sucht, die durch Begeg­nungen von Men­schen aus unterschied­lichsten Regionen und Kulturen in der Kommunikation entste­hen.Weiterhin werden methodische und didakti­sche Themen bearbeitet, auch wieder in Be­zug auf eine Vielfalt von Kultu­ren, wie zum Beispiel „Fremdsprachendi­daktik China“, aber auch „Lerntraditionen“, „Leh­rerfortbil­dung“ und „Methodik und Di­daktik“ generell.

In den Bereich der interkulturellen Kommu­nikation fallen kultur- und sprachwissen­schaft­liche Forschungsschwerpunkte wie zum Beispiel „Kultur- und Sprachkontakte“, „Sprachvergleich“, „Interkul­turelle Landes­kunde“, „Klischees und Stereotypen“.

An die Forschungen von Herrn Prof. Dr. Sendlmeier zur theoretischen Fun­dierung mündlicher Kommunikation sowie seine Analysen des emotionalen Aus­drucks durch Stimme und Sprechweise und des stimmli­chen Aus­drucks allgemeiner Per­sönlich­keitsmerkmale knüpft sich der Schwerpunkt „Orale Kulturen in Afrika und La­teiname­rika“ an, wodurch sie eine Ausweitung auf außereuropäische Kulturen erfahren. In diesen Komplex bettet sich auch das The­ma „Sprache und Emotion“ ein.

Als theoretische Basis dienen kommunika­tions­wissenschaftliche, kulturwissenschaft­liche, sprachwissenschaftliche, ethnolingu­istische, psy­cholinguistische und sprach­philosophische Erkenntnisse. Die Pro­jekte dienen dem Erreichen des übergeordneten Ziels des Fachgebietes Kommunikations­wissenschaft: das weit reichende Verstehen der strukturellen Eigenschaften der menschlichen Spra­che in der Alltagskom­muni­kation, ihrer kognitiven und sozialen Funktionen, ihrer Varianz, ihrer Entwicklung in Erwerb und Wandel und ihrer Verarbei­tung.

Durch die Konzentration auf die Konzepte Diversität und Hybridität ist es möglich, kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Weise zu erfassen, dass eine Vorausset­zung für ge­genseitige Toleranz und Ak­zeptanz geschaffen wird.

Angesichts des interkulturellen Bezuges der Arbeitsstelle wird besonderer Wert auf den Kontakt mit Hochschulen im internationalen Rahmen gelegt. Deshalb werden verschie­dene Exkursi­onen, Feldforschungen und Vor­tragsreisen durchgeführt. Ein Fokus liegt dabei auf Begegnungen mit Menschen ur­sprünglich oraler Kulturen. In diesem Zu­sammenhang stehen auch Informati­ons­veranstaltungen so­wie Beratungen bei der Vorbereitung von Rei­sen und Auslandsauf­ent­halten in Bezug auf interkulturelle Be­gegnungen und kulturelle Differenzen. In der Arbeitsstelle werden wei­terhin Interes­sengemeinschaften Studierender und ande­rer Interessenten zu bestimmten Themen bzw. Sprachen organisiert, ebenso wie infor­mative Kulturveran­staltungen (Vor­träge, Filmveranstaltungen). Die Ergeb­nisse der Forschungen werden in Form von Aufsät­zen, Sammelbänden sowie Mono­graphien publiziert.