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Kommunikationswissenschaft

Phonetische Reduktion und Elaboration bei emotionaler Sprechweise (Emo DB)

(abgeschlossen)

DFG-Projekt (Se 462/3-1)

Leitung: Prof. Dr. Walter F. Sendlmeier
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Felix Burkhardt M.A.
Studentische Hilfskraft: Benjamin Weiss

 

Das Anliegen der Untersuchung ist es, lautsprachliche Realisierungen, in denen unterschiedliche emotionale Sprecherzustände simuliert werden, untereinander und mit den jeweils neutralen Versionen im Hinblick auf phonetische Reduktions- und Elaborationsphänomene zu vergleichen. Zeitliche Strukturen sollen bei der Analyse besonders berücksichtigt werden. Die Untersuchungsgrundlage sollen Sprachaufnahmen von Schauspielern bilden. Diese interpretieren kontextvariable Sätze der Alltagskommunikation jeweils in einer emotionslos neutral gesprochenen Variante sowie mit den Basisemotionen 'Langeweile', 'Trauer', 'Ärger' ('Wut'), 'Angst' und 'Freude'. Für die Äußerungen werden mit Hilfe eines Computerprogramms auf der Grundlage von Oszillogramm- und Sonagrammdarstellungen sowie anhand der Grundfrequenz- und Amplitudenverläufe Labelfiles erstellt, in denen die Segmentierung und Kategorisierung des Sprachmaterials dokumentiert wird. Ziel ist es, emotionsspezifische Merkmalsausprägungen anhand phonetischer Analysen zu den Phänomenen 'Segmentepenthese' und '-elision', 'Dauerveränderung der Vokale und Konsonanten', 'zeitliche Ausdehnung der Sätze', 'Akzentstruktur', 'Isochronie', 'Sonorisierung', 'progressive Assimilation der Stimmlosigkeit' sowie 'Lage der Formanten' herauszuarbeiten. Die ermittelten Reduktions- und Elaborationsphänomene sind mit Bezug zum Erzeugungsmechanismus und den daraus resultierenden akustischen Korrelaten in eine Phonetik des Deutschen einzuordnen und mit Hilfe eines Syntheseverfahrens auf ihre perzeptive Relevanz zu überprüfen.