Konstruktion und Produktzuverlässigkeit
© Herbert Aust auf Pixabay
Auswuchttechnik

Lehrinhalte und Lernergebnisse der Lehrveranstaltung

Lehrinhalte

Die Lehrveranstaltung Auswuchttechnik ist stark experimentell ausgerichtet. Das Modul kommt ohne Vorwissen aus dem Modul Rotordynamik aus, da zunächst notwendige rotordynamische Grundlagen vermittelt werden. Basierend darauf werden anschließend die Grundlagen des Auswuchtens erklärt. Dabei wird zwischen dem Auswuchten von Rotoren mit biegestarrem und biegeelastischem Verhalten unterschieden. Auswuchtverfahren:

- Auswuchten von Rotoren mit starrem Verhalten in harten Lagern

- Betriebsmäßiges Auswuchten

- Modales Wuchten nach N und 2+N Theorie

- Wuchten nach Einflusszahlen

- Umschlagwuchten

- Instationäres Auswuchten

- Inverse Unwuchtidentifikation

- Beseitigung aerodynamischer Unwuchten

 

Auswuchttechniken: - Auswuchten in einer Ebene (z. B. für Windkraftanlagen)

- Mehrebenen Wuchten (z. B. Kraftwerksrotoren, Kurbelwellen, Luftfahrttriebwerke, Antriebswellen im Fahrzeug- und Schiffsbau, Räder)

Messtechnische Grundlagen

Aktuelle Normen und Richtlinien

 

Lernergebnisse

Die Studenten verfügen nach erfolgreichem Bestehen des Moduls über folgende Kenntnisse:

- klassische, spezielle und neuere Auswuchtverfahren

- mechanische Grundlagen zur analytischen Beschreibung der verschiedenen Auswuchtprozesse

- numerische Umsetzung von Auswuchtprozessen

- Grundkenntnisse über das dynamische Verhalten von Rotoren im Hinblick auf Unwuchterregung

- verschiedene Bauarten von Auswuchtmaschinen

- aktuelle Normen und Richtlinien im Bereich Auswuchttechnik

- messtechnische Grundlagen mit Focus auf die Auswuchttechnik

 

Fertigkeiten:

- Anwendung ingenieurswissenschaftlicher Methoden auf Problemstellungen der Auswuchttechnik

- Umsetzung der Kentnisse auf das konkrete, selbstständige Auswuchten von Rotoren in der Praxis.

 

Kompetenzen:

- selbstständige Auswahl des für eine konkrete Problemstellung geeigneten Auswuchtverfahrens und der dafür nötigen Messtechnik

- eigenständiges Auswuchten von Rotoren

- eigene numerische Umsetzung von verschiedenen Auswuchtalgorithmen

- Beurteilung von Wuchtergebnissen hinsichtlich der aktuellen Gütekriterien aus Normen und Richtlinien

- Übertragung der Kenntnisse und Fähigkeiten auf neuartige Problemstellungen in der Auswuchttechnik

Umfang und Voraussetzung zur Teilnahme

Die Veranstaltung (VA) ist eine integrierte Veranstaltung (4 SWS). Sie umfasst eine Vorlesung (2 SWS) und eine Übung (2 SWS) und wird ausschließlich im Sommersemester angeboten.

Möchten Sie an diesem Modul teilnehmen und auch mit der mündlichen Prüfung abschließen, dann berücksichtigen Sie bitte, dass folgende Voraussetzungen für die Modulprüfungsanmeldung gelten:

- der für diese VA erforderliche Leistungsnachweis muss erbracht sein

Anmeldung zum aktuellen Semester

Anmeldung zum aktuellen Semester

Für die Teilnahme im aktuellen SS 2024 melden Sie sich bitte in ISIS an.

Alle weiteren Informationen dieses Semester betreffend erhalten Sie dann ebenfalls über den ISIS-Kurs.

Ansprechpartner*in

Für Fragen zur Organisation und zum Ablauf der Lehrveranstaltung wenden Sie sich bitte an:

Marian Sarrazin, M.Sc.

Fachliche Fragen klären Sie bitte während des Übungsbetriebes oder in der Sprechstunde.

Prüfungstermine

siehe unter Rotordynamik

Häufig gestellte Fragen - FAQ

Das Modul

Wie setzt sich das Modul Auswuchttechnik zusammen?

Das Modul besteht aus einer Vorlesung, in der alle benötigten theoretischen Grundlagen vermittelt werden sowie einer experimentellen Übung, in der die Studierenden eigenständig Rotoren nach verschiedenen Wuchttheorien auswuchten.

Der Leistungsnachweis

Wie lange ist der Leistungsnachweis gültig?

Der Leistungsnachweis ist Voraussetzung zur Anmeldung der Modulprüfung. Er muss einmal erbracht werden und ist danach dauerhaft gültig. Beim Leistungsnachweis handelt es sich nicht um einen Bestandteil der Modulprüfung, weshalb hierbei keine Ablauffrist existiert.

Prüfungsanmeldung

Gibt es Voraussetzungen für die Anmeldung zur Prüfung?

Ja. Um sich für die Modulprüfung anzumelden, muss ein Leistungsnachwies erbracht werden. Dieser besteht in der Anfertigung von Protokollen zu den jeweiligen praktischen Wuchtversuchen. Die Protokolle werden als Gruppenarbeit eingereicht. Es müssen dabei mindestens 50% der Punkte erreicht werden.

 

Wann und wie oft finden die Prüfungen für das Modul Auswuchttechnik statt?

Wie für alle mündlichen Prüfungen am Fachgebiet gibt es jeweils am Ende der Vorlesungszeit sowie zum Ende der vorlesungsfreien Zeit einen Prüfungszeitraum. Die jeweiligen Daten zur mündlichen Prüfung werden über den ISIS-Kurs des aktuellen Semesters bekannt gegeben.

(An den Prüfungsterminen zu "Auswuchttechnik" können auch Prüfungen zu "Rotordynamik" abgelegt werden und umgekehrt.)

 

Wie erfolgt die Anmeldung zur Modulprüfung?

Die Anmeldung zur Modulprüfung erfolgt über MOSES