Kunstgeschichte der Moderne

Diplomacy and Objects in European collections of Korean Art(i)facts: Celadons and Export paintings

(Aus dem Englischen)

Im Rahmen dieses datengetriebenen Forschungsprojektes untersuchten die Forscher*innen koreanische Kunst sowie ethnografische Objekte, die aufgrund diplomatischer Begegnungen in europäische Museumssammlungen gelangten. Meist wurden die Objekte als diplomatische Geschenke überreicht, während diplomatischer Missionen gesammelt oder in diplomatischen Beziehungen "aus zweiter Hand" weitergegeben.
Im Kontext der Untersuchung wurden an ausgewählten europäischen Museen Daten zu koreanischer Seladon-Keramik und Exportgemälden, z. B. Gisan, erhoben, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert über diplomatische Beziehungen nach Europa gelangten. Seladon-Keramiken gelten als Symbolobjekte koreanischer Material- und Kulturgeschichte. Der Hof von Joseon verschenkte sie bevorzugt an Ausländer*innen. Exportgemälde zeigen das Alltagsleben der Menschen zur "Zeit der offenen Häfen". Seladon sowie Exportgemälde waren für ausländische diplomatische Vertreter wichtige Güter. Regional konzentrierte sich das Forschungsprojekt auf Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Russland.
Das Forschungsteam sammelte nicht nur Objektinformationen, sondern kontextualisierte die gesammelten Daten auch, um Wissen über koreanisches Kulturerbe in Übersee zu sammeln. Ihr Ziel war es, ein bestimmtes Spektrum des koreanischen materiellen Erbes zu untersuchen, das sich an der Schnittstelle zwischen kunsthistorischen und ethnografischen Ansichten befindet. Diese Unterscheidung ist wertvoll für eine kontextuelle Bewertung der Rezeption und Historiographie dieser Objekte in Europa.

Projektlaufzeit
Dezember 2020 - November 2021

Dekorative Seladon-Schale mit Chrysanthemenmotiv (Goryeo-Periode, 11. Jahrhundert)

 NameInstitution
LeitungJi Young ParkTechnische Universität Berlin
 Elmer VeldkampUniversiteit Leiden
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innenKatharina SüberkrübUniversität Hamburg (Digital Humanities)
 Maria SobotkaMuseum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Provenance research)

Förderung

Kooperationspartner*innen