Kunstgeschichte der Moderne

Die Papierarbeiten Eugen Schönebecks / Im künstlerischen Niemandsland. Die Zeichnungen Eugen Schönebecks der Jahre 1945 bis 1974 als künstlerische Selbstbehauptung zwischen den Kunstauffassungen von Ost- und Westdeutschland

Dissertationsprojekt von Pay Matthis Karstens

Mit seinen Bildschöpfungen zwischen den Polen von Figuration und Abstraktion, seiner frühzeitig beendeten künstlerischen Karriere und dem damit einhergehenden Rückzug aus der Öffentlichkeit wurde Eugen Schönebeck zu einer „Legende“ (Gregor Jansen) der deutschen Nachkriegskunst. Während seine Gemälde mittlerweile wissenschaftlich gut erschlossen sind, steht die umfängliche Aufarbeitung seiner Zeichnungen noch aus. Das Ziel der Dissertation ist es daher, eine erste Übersicht über das Früh- und Hauptwerk auf Papier zu geben und dieses wissenschaftlich zu erschließen. Dies soll durch die Definition und Analyse von Werkgruppen sowie die Untersuchung stilistischer wie motivischer Entwicklungslinien erfolgen. Letztlich sollen diese Linien kunsthistorisch kontextualisiert und ihre Verbindungen zum malerischen Werk untersucht werden. Im Rahmen dieses monografischen Ansatzes werden zudem zentrale Aspekte der deutsch-deutschen Nachkriegsmoderne aufgearbeitet, beispielsweise die unterschiedliche Ausbildung an den Kunsthochschulen sowie die unterschiedliche staatliche Künstlerförderung in Ost und West.

Betreuung: Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Prof. Dr. Gilbert Lupfer (damals: SKD Dresden)

Die Dissertation wurde 2020 unter dem Titel "Eugen Schönebeck - das Werkverzeichnis der Zeichnungen, Band 1, 1950-1960" publiziert.