Technische Universität Berlin

ENHANCE – Ein gemeinsamer Campus für Europa

Technische Universität Berlin initiiert Allianz mit sechs Partneruniversitäten zur Beteiligung an der Europäischen Hochschulinitiative der EU-Kommission

Die Universitäten Europas sollen Orte exzellenter Forschung und pädagogischer Neuerung sein. Flexiblere Studien- und Forschungsangebote sowie weniger bürokratische Hürden können dabei Studierenden, Promovierenden, Forschenden und Mitarbeitenden wesentlich den individuellen Bildungs- und Karrierewege erleichtern.

Als aktive Gestalterin des europäischen Bildungsraums beteiligt sich die Technische Universität Berlin gemeinsam mit sechs europäischen Partneruniversitäten am zweiten Call „European Universities Initiative“ der Euopäischen Kommission.

Als koordinierende Hochschule reichte die Technische Universität Berlin am 26. Februar 2020 den Antrag für die „ENHANCE – European Universities of Technology Alliance“ ein. An dem Zusammenschluss von sieben europäischen innovativen technischen Universitäten beteiligen sich die Chalmers University of Technology (Schweden), Norwegian University of Science and Technology (Norwegen), Politecnico di Milano (Italien), RWTH Aachen University (Deutschland), Universitat Politècnica de València (Spanien) und die Warsaw University of Technology (Polen).

Im Programm erfolgreiche Allianzen sollen als Rollenmodelle für die künftigen Europäischen Universitäten fungieren, für die es unter dem neuen Erasmus-Programm eine spezielle Förderlinie geben wird.

Bei Erfolg möchte die Allianz den Grundstein von uneingeschränkter Mobilität ihrer Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden legen

Mit der Vision „We will drive responsible societal transformation by enhancing a strong alliance of European Universities of Technology, empowering people to develop and use science and technology responsibly and turn global challenges into opportunities” verfolgen die Partneruniversitäten innerhalb ENHANCE das Ziel, in der dreijährigen Förderperiode den Grundstein für eine uneingeschränkte Mobilität von Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden der Universitäten untereinander zu legen.

Unter anderem soll dies durch eine Anerkennungsdatenbank und ein „Mapping” von Studienangeboten erfolgen, so dass Studierende Bildungsangebote innerhalb der Allianz auswählen können und ihnen für diese automatische Anerkennung garantiert wird. Mit ausgewählten Bachelor- und Masterstudiengängen sollen die angestrebten Instrumente zunächst getestet werden. Außerdem sollen durch neuartige Lehr- und Bildungsformate langfristig alle Immatrikulierten von dem internationalen ENHANCE-Angebot profitieren. Zum Beispiel wird es ihnen möglich sein, online an Kursen der Partneruniversitäten teilzunehmen, virtuell mit anderen an Projekten zu arbeiten oder an Workshops und Summer Schools teilzunehmen.

Eine wertebasierte Lehre in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteur*innen soll sicherstellen, dass Studierende dazu befähigt werden, kritisch zu denken und Wissen beziehungsweise Technologien zum Wohl der Gesellschaft zu entwickeln und anzuwenden. Als ein Zusammenschluss technischer Universitäten liegt ein Schwerpunkt von ENHANCE zudem auf nachhaltigen Innovationen und Entrepreneurship. In einem ersten Schritt soll in gemeinsamer Forschung herausgefunden werden, welche Unterstützung Start-ups benötigen, um wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu agieren.

„Nach einer sehr konstruktiven Antragsphase warten wir gespannt das Ergebnis des Wettbewerbs ab. Diese erwarten wir Ende Juni oder Anfang Juli 2020“, so Prof. Dr. Angela Ittel, Vizepräsidentin für Strategische Entwicklung, Nachwuchs und Lehrkräftebildung der Technischen Universität Berlin. „Wir haben uns gemeinsam ehrgeizige Ziele gesetzt, und ich bin überzeugt davon, dass die Europäische Hochschulinitiative die Kooperation mit unseren Partnerinnen auf ein neues Niveau heben wird. Schon jetzt arbeiten wir enger zusammen als jemals zuvor.“

Über die Europäische Hochschulinitiative

Auf die vielbeachtete Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Pariser Sorbonne-Universität zurückgehend wurde das Konzept der europäischen Hochschulen von Mitgliedsstaaten, Hochschulinstitutionen und Studierendenorganisationen entwickelt. Bereits an ersten Ausschreibung im Jahr 2019 beteiligten sich 54 Allianzen mit über 300 Hochschulen aus 28 EU-Mitgliedsstaaten. Für 17 erfolgreiche Allianzen stand ein Budget von 85 Millionen Euro zur Verfügung. Deutsche Hochschulen waren dabei sehr erfolgreich. So sind sie an 14 der 17 Netzwerke beteiligt.

Weiterführende Informationen

Ansprechperson

Dr.

Ulrike Hillemann-Delaney

Leitung Büro für Internationales

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