Internationales
© Bernhard Ludewig
Europa. Kompetenz. Berlin.

Was Berliner Hochschulen leisten, um Europa fit für die Zukunft zu machen.

Im Europäischen Haus Berlin, der Repräsentanz des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission, diskutierten die Berliner Hochschulen in Europäischen Universitätsallianzen anlässlich des Europatags am 9. Mai und des Europäischen Jahres der Kompetenzen darüber, welchen Beitrag sie leisten können, um Europas Zukunft zu gestalten.

Ökologischer und digitaler Wandel sind wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltigere und klimafreundlichere Gesellschaft und Wirtschaft. Doch dazu werden in allen Bereichen kompetente und gut ausgebildete Expertinnen und Experten benötigt. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2023 zum Europäischen Jahr der Kompetenzen (European Year of Skills) erklärt. Mit dem Aktionsjahr möchte die EU einen Fokus auf Aus- und Weiterbildung, lebenslanges Lernen und die Vermittlung zukunftsrelevanter Kompetenzen legen.

Doch nicht nur der berufliche Bereich und die Arbeitswelt sind gefordert. Hochschulen als Orte der Forschung und der Lehre sind wichtige Akteure der Kompetenzvermittlung und stehen vor der Aufgabe, ihre Lehre immer wieder neu zu gestalten und Herausforderungen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, die Corona-Pandemie, Internationalisierung und eben auch den Fachkräftemangel zu adressieren. Vier Berliner Hochschulen, die Freie Universität, die Hertie School, die Humboldt Universität und die Technische Universität begegnen diesen Herausforderungen gemeinsam mit europäischen Partnern. In der European Universities Initiative haben sie sich zu Allianzen (Una Europa, CIVICA, Circle U. und ENHANCE) zusammengeschlossen. In den Allianzen entwickeln sie unter anderem neue Lehr- und Lernformen, die die Hochschullehre partizipativer, nachhaltiger, internationaler und offener gestalten sollen. So bieten zum Beispiel Zertifikate oder Microcredentials eine Möglichkeit, individuelle Kompetenzschwerpunkte zu setzen – auch für Menschen, die nicht an den Hochschulen eingeschrieben sind. Inter- und transdisziplinäre Projekte fördern den Kompetenzaustausch nicht nur zwischen Wissenschaftsgebieten, sondern auch zwischen Hochschule und Praxis. Dabei profitieren Teilnehmende nicht nur von einer Angebotsvielfalt an Hochschulen in ganz Europa, sondern können durch flexible Mobilitätserfahrungen auch ihre interkulturellen Kompetenzen stärken und eigene europaweite Netzwerke entwickeln.

FU, Hertie School, HU und TU vereinen in ihren Allianzen 32 namenhafte Hochschulen, über 1,2 Millionen Studierende, rund 250.000 Forschende und Mitarbeitende und über 100 assoziierte Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie repräsentieren damit ein Zukunftspotential an kompetenten Köpfen – nicht nur in der Brain City Berlin,  sondern in der gesamten Europäischen Union.

Anlässlich des Europatages am 9. Mai möchten die Berliner Hochschulen in Europäischen Universitätsallianzen darüber diskutieren, welchen Beitrag sie leisten können, um Europas Zukunft zu gestalten. Gemeinsam mit dem Europäischen Haus Berlin, der Repräsentanz des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission in Berlin, bringen die Hochschulen Akteur*innen aus europäischer, nationaler und Berliner Politik mit Hochschul- und Allianzmanager*innen, Forschenden und Studierenden ins Gespräch.

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Förderung

FU Berlin, HU Berlin und TU Berlin sind Teil der Berlin University Alliance.