Internationales

Akademische Kooperation vor dem Hintergrund komplexer Rahmenbedingungen

Moderne Wissenschaft und Bildung brauchen internationale Vernetzung, um den globalen Herausforderungen zu begegnen und zuverlässige Lösungen für globale Probleme bereit zu stellen. Gleichzeitig sind weltweit Tendenzen zu beobachten, welche die internationale Kooperation zunehmend erschweren. Ob auf Grund der allgemeinen Sicherheitslage oder der Einflussnahme in autoritär regierten Ländern auf die Wissenschaftsfreiheit sowie deren systematische Einschränkung, immer häufiger stellt sich den Forschenden und Lehrenden die Frage, wie die internationale Zusammenarbeit in schwierigem Kontext partnerschaftlich und kompetent ausgestaltet werden kann, ohne die eigenen Grundwerte zu verletzen bzw. das indiskutable Gut der Wissenschaftsfreiheit anzutasten.

Der TU Berlin ist es ein Anliegen, wissenschaftliche Kooperationen und Kooperationen in der Lehre auch in schwierigen Kontexten zu ermöglichen. Abschottung kann keine Lösung in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit sein. Im Gegenteil, die Vergangenheit hat hinreichend gezeigt, dass auch in Kontexten, in denen der politische Diskurs kaum noch möglich ist, der wissenschaftliche Dialog und Austausch immer noch zur Bildung von tragfähigen Beziehungen beitragen kann und somit die Zivilgesellschaften in Ländern mit erheblichen Restriktionen stärken kann.

Es ist jedoch auch wichtig, dass alle Beteiligten an einer solchen Kooperation sich über Risiken und Nutzen im Klaren sind. Die TU appeliert zum einen an die Eigenverantwortung der Forscher*innen. Zum anderen stellt die Abteilung Internationales, insbesondere die Referate für Internationale Wissenschaftskooperationen, Internationale Projekte und Transnationale Bildung den Mitgliedern der Universität die nötige Unterstützung für Kooperationen in schwierigen Kontexten zur Verfügung.

Ansprechpartner*innen Internationales

Dr.

Ulrike Hillemann-Delaney

Leitung Büro für Internationales

hillemann-delaney@tu-berlin.de

+49 30 314-29464

Evelina Skurski

Referatsleitung Internationale Wissenschaftskooperationen

evelina.skurski@tu-berlin.de

+49 30 314-25865

Grietje Zimmermann

Referatsleitung Internationale Projekte

g.zimmermann@tu-berlin.de

+49 30 314-29762

Christina Stahlbock

Referatsleitung Transnationale Bildung

stahlbock@tu-berlin.de

+49 30 314-29906

Weitere Ansprechpartner*innen an der TU Berlin

Forschungsabteilung

Verena Rademacher

Abteilungsleitung V Forschung

verena.rademacher@tu-berlin.de

+49 30 314-22365

Forschungsabteilung

Dr.

Stephanie Christmann-Budian

Leitung Servicebereich Forschung

christmann-budian@tu-berlin.de

+49 30 314-23197

Center for Cultural Studies on Science and Technnology in China

Dr.

Sigrun Abels

Leitung des China Centers

sigrun.abels@tu-berlin.de

+49 30 314-25995

Externe Beratungsangebote

Hochschulrektorenkonferenz

Die von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erarbeiteten Leitlinien und Standards der internationalen Hochschulkooperation sind vom Präsidium auch für die TU Berlin bestätigt worden und bieten eine gute erste Orientierung.

Darüberhinaus hat sich die HRK auch explizit mit der Kooperation mit der VR China befaßt und hierzu Leitfragen entwickelt.

Max-Planck-Gesellschaft

Eine mögliche Hilfestellung bei der Definition des schwierigen Kontextes bietet die Max-Planck-Gesellschaft, die mögliche Indikatoren für Risiken definiert hat. Diese sind vorhandene Restriktionen oder Gefahren im Hinblick auf:
- Schutz und Achtung der Menschenrechte
- Achtung der Wissenschaftsfreiheit
- Demokratische Strukturen (democracy index)
- Korruption (Corruption Perception Index von Transparency International)
- Wissenschaftsspionage

DAAD-Kompetenzzentrum für Internationale Wissenschaftskooperationen

Informationen und individuelle Beratung bietet auch das DAAD-Kompetenzzentrum für Internationale Wissenschaftskooperationen an. Das KIWi entwickelte zum Thema Bewertungskriterien und stellt diese im Papier: „Keine roten Linien: Wissenschaftskooperationen unter komplexen Rahmenbedingungen“ vor.

Global Public Policy Institute

Die Volkswagenstiftung und das Global Public Policy Institute in Berlin fördern wissenschaftliche Arbeit an dem Academic Freedom Index, der die Wisssenschaftsfreiheit weltweit ermittelt und globale Trends im historischen Verlauf sichtbar macht. Gegenwärtig leben nur ca. 20% der Weltbevölkerung in Ländern, in denen die Wissenschaftsfreiheit rechtlich und de facto geschützt ist.