Industrielle Informationstechnik
BioFusion 4.0

Projekt-Beschreibung

BioFusion 4.0 steht für die Biologische Transformation zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 durch Integration biologischer Prinzipien​.

Um Wohlstand, Wachstum und Lebensqualität in Deutschland weiter zu stärken und gleichermaßen einer internationalen Verantwortung gerecht zu werden, müssen die beiden Aspekte der Digitalisierung und Biologische Transformation zukünftig in ihrem Zusammenwirken systemisch betrachtet werden. Im Projekt BioFusion 4.0 ergründen wir die Abhängigkeiten zwischen den Prinzipien der Biologischen Transformation und deren Wechselwirkungen mit Produktion, Dienstleistung und Arbeit. 

Unter der Biologischen Transformation wird die Übertragung von Prinzipien natürlicher Systeme auf technische Materialien, Strukturen und Prozesse verstanden. Ziel ist es, eine nachhaltige Wertschöpfung zu erreichen. Wesentliche Konzepte der Biologischen Transformation sind Inspiration (Lernen von der Beobachtung der Natur für die Anpassung von Technik), Integration (Symbiose technischer Systeme nach biologischem Vorbild) und Interaktion (Verflechtung der Natur mit der Technik).

Der Standort Berlin als makroökononisches System ist Erprobungsregion für dieses Modellprojekt. Es wird angekoppelt an die Neuausrichtung des Produktionsstandorts der Mercedes-Benz AG (Werk Berlin) sowie an die vom Berliner Senat und der Siemens AG begonnene Transformation des Produktionsstandortes Siemensstadt in Berlin. Das Projektkonsortium vereint zwei Forschungs-, fünf Anwendungs- und sechs Technologiepartner.

Zielstellung:

Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die die Biologische Transformation im Produktionsumfeld nachhaltig anwendbar machen und die Ergebnisse anhand von industriellen Anwendungsfällen zu demonstrieren. Aus den Forschungsergebnisses werden konkrete Umsetzungshilfen in Form von Methoden, Werkzeugen, Technologien und Modellen für die Biologische Transformation 4.0 abgeleitet, die auch auf andere Technologiebereiche, Branchen und Regionen übertragbar sind.

Herausforderungen:

Zwei wesentliche Treiber verändern Produktion tiefgreifen:

  1. Die fortschreitende Digitalisierung in Verbindung mit Industrie 4.0 bringt einen unaufhaltsamen Wandel für produzierende Unternehmen
  2. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit, getrieben durch soziales Umdenken und eine zunehmende Verantwortungsübernahme, halten nach und nach Einzug in die industrielle Produktion (Ressourcen- und CO2-Reduktion, Reduktion des Ökologischen Fußabdruckes, Steigerung der Produktivität, Steigerung der Flexibilität)
  3. Impliziter globaler Wandel in allen Lebensbereichen: New Work, IoT-Generation, Virtualisierung etc.

Forschungsgebiet: Zusammenführung von 1. und 2. unter Berücksichtigung von 3

    

Ansprechpartnerin

Magda Berkhahn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

m.berkhahn@tu-berlin.de

+49 (0)30 314 25423

Einrichtung Industrielle Informationstechnik
Sekretariat PTZ 4
Gebäude Produktionstechnisches Zentrum (PTZ)
Raum PTZ 528
Adresse Pascalstraße 08. SE
10587 Berlin

Laufzeit

März 2021 – Februar 2024

Fördermittelgeber

Förderhinweis

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe, Bereich Produktion und Fertigungstechnologien (PTKA-PFT), betreut.