Fakultät I - Geistes- und Bildungswissenschaften

Gleichstellungs- und Frauenförderplan (GFFP) 2022-2028

Gesetzliche Richtlinien und Grundlagen

Richtlinie zum Schutz vor sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Der Akademische Senat (AS) der TU Berlin hat am 11. Februar 1999 die "Richtlinie zum Schutz vor sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt" verabschiedet. Sie gilt für alle Mitglieder der Universität sowie alle anderen Personen, die im Bereich der Technischen Universität Berlin Forschungs-, Lehr- und Lernaufgaben nachgehen sowie für Gäste der TU Berlin. Sie umfaßt den Schutz vor sexueller Diskriminierung als persönlicher geschlechtsbezogener Herabsetzung, sexueller Belästigung als dem verbalen, bildlichen, schriftlichen und/ oder körperlichen Übergriff mit sexuellem Bezug, sexueller Gewalt in Form der Nötigung und Vergewaltigung. 

Diversitätsstrategie – Chancengleichheit an der Technischen Universität Berlin

Gemäß dem Mission Statement der Diversitätsstrategie – Chancengleichheit an der Technischen Universität Berlin Technische Universität Berlin ist die TU Berlin den Zielen der Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit verpflichtet.

Zur Gewährleistung von Chancengleichheit verpflichten sich die TU Berlin und alle ihre Angehörigen auf einen respektvollen und sensiblen Umgang miteinander, den Abbau von Barrieren und Schutz vor Diskriminierung sowie die Schaffung der Voraussetzungen für eine gerechte Teilhabe aller am universitären Leben und der Mitgestaltung der Universität. Dies sind Grundprinzipien im Umgang mit allen Mitgliedern aber auch Studieninteressierten, Bewerber*innen, Gästen, interessierten Bürger*innen, Ehemaligen
und Kooperationspartner*innen. Die TU Berlin verfolgt damit das Ziel, eine Institution der Inklusion zu sein. Das bedeutet, dass sie sich kontinuierlich darum bemüht, bestehende Barrieren, Ausschlussmechanismen und Diskriminierung wirksam abzubauen und ihre Mitglieder damit zu unterstützen, die eigenen Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln und am universitären Leben teilzuhaben. Alle Hochschulangehörigen sollen befähigt sein,
Benachteiligungen zu erkennen und diesen aktiv entgegenzuwirken.

 

Sprachleitfaden zu geschlechtersensibler Sprache

Sprache ist unser wichtigstes Mittel, uns auszudrücken und mitzuteilen. In ihr spiegelt sich unsere Wahrnehmung der Welt wider – gleichzeitig beeinflusst sie die Art und Weise, wie wir denken und die Welt wahrnehmen. Der Sprachleitfaden des Koordinationsbüros für Frauenförderung und Gleichstellung der TU Berlin gibt Empfehlungen und praktische Tipps für einen geschlechtersensiblen und diskriminierungsarmen Sprachgebrauch.

 

Berliner Hochschulgesetz (BerlHG)

Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) trat am 25.09.2021 inkraft und übersetzt das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) hinsichtlich der Aspekte Antidiskriminierung und Vielfalt auf Hochschulebene, wie in BerlHG § 5b Hochschule der Vielfalt und § 59a Beauftragter oder Beauftragte für Diversität und Antidiskriminierung festgeschrieben.

Das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ist am 21.06.2020 in Kraft getreten.

Das Berliner Landes-Antidiskriminierungsgesetz ist das erste seiner Art in Deutschland und schließt eine Rechtslücke, die gerade im Bereich des behördlichen Handelns noch besteht.

Dem LADG liegt zudem ein erweiterter Katalog zu schützender Diskriminierungsmerkmale zugrunde, so werden zum Beispiel der soziale Status und die chronischen Erkrankungen einbezogen werden.

Eine LADG-Ombudsstelle wurde eingerichtet, um Betroffene in der Durchsetzung ihrer Rechte wirkungsvoll(er) zu unterstützen.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Mit dem AGG trat in Deutschland im Jahr 2006 ein Gesetz inkraft, das den Schutz vor Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität im Bereich des Arbeitslebens und in Teilen des Zivilrechts regelt.

Diskriminierungsschutz bietet das AGG nur für Beschäftige der Hochschule (Bereich Arbeitsleben) und in den meisten Fällen nicht für Studierende - nur, wenn sie zugleich an der Hochschule angestellt sind. Im Berliner Hochschulgesetz (§ 44) wird der Schutz vor Diskriminierung auf alle Hochschulmitglieder bezogen - und somit auch Studierende.

Nach § 13 des AGG muss in jedem Betrieb oder Unternehmen und in jeder Dienststelle eine Beschwerdestelle bestimmt und bekannt gemacht werden, an der TU Berlin finden Sie diese hier.