Technische Universität Berlin

Foodly – Lust aufs Kochen

Dr. Hannes Kübel und Peter Schrott, beides Alumni der Technischen Universität Berlin (TU Berlin), haben gemeinsam mit Johannes Linowski von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe (DHBW Karlsruhe) die Foodly App entwickelt. Mit ihr bestellt man flexibel und zu günstigen Supermarktpreisen alle Zutaten für leckere Gerichte und kann gleich den Wocheneinkauf miterledigen. Das spart viel Zeit und bringt Inspiration auf den Teller.

Spaß am Kochen ohne lästigen Supermarkt-Einkauf

Blumenkohl-Süßkartoffel-Pasta mit erfrischendem Minz-Pesto oder doch lieber Shrimp Tacos mit Erbsen-Kartoffel-Püree, Chilli und Limetten? Man bekommt Appetit und Lust aufs Kochen beim Durchblättern der Rezepte, die man in der Foodly-App findet. Damit der Spaß am Kochen nicht am lästigen Supermarkt-Einkauf scheitert, kann man sich die Zutaten, die man noch nicht zu Hause hat, liefern lassen und zusätzlich auch andere Dinge des täglichen Bedarfs aus dem Supermarkt mitbestellen. Schließlich kommt alles mit einer Lieferung ins Haus. Mit der Foodly-App lässt sich aus mehr als 500 Rezepten passend zur individuellen Ernährungsweise auswählen.

Erste Schritte von Foodly

2012 begann er mit seiner Promotion im Bereich „Smart Home Ökosysteme“ am Fachgebiet Informations- und Kommunikationsmanagement der TU Berlin, das von Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow geleitet wird. Thematisch lag das Thema seiner Dissertation nicht weit entfernt von der Foodly-Idee. Gemeinsam mit dem Big-Data-Experten Peter Schrott, der an der TU Berlin Informatik studiert und ebenfalls mehrere Jahre in verschiedenen Firmen gearbeitet hat und dem Bekannten aus der gemeinsamen Studienstadt Karlsruhe Johannes Linowski gründete er 2018 Foodly.

Unterstützung durch Centre for Entrepreneurship der TU Berlin

Unterstützt wurde das Team bei der Gründung durch das Centre for Entrepreneursip (CfE) der TU Berlin. Gründungsmentor ist Kübels Doktorvater Rüdiger Zarnekow. „Wir haben zunächst mit Unterstützung des CfE einen Antrag auf ein EXIST-Gründerstipendium beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestellt und auch erfolgreich durchbekommen“, sagt Hannes Kübel. „In der gesamten Gründungsphase wurden wir durch das CfE betreut. Man durchläuft hier einen sehr anspruchsvollen Qualifizierungsprozess und erhält viel hilfreiches Feedback auch durch unseren Mentor Prof. Zarnekow. Außerdem konnten wir im ersten Jahr Räumlichkeiten in der TU Berlin nutzen.“ Anschließend wechselte das Foodly-Team ins Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC) unweit dem Campus der TU Berlin.

Kochen UND Einkaufen einfacher machen

Mittlerweile ist Foodly in 30 deutschen Städten verfügbar, mehr als 500 Rezepte werden angeboten, und seit Anfang 2020 gibt es auch ein umfangreiches veganes Angebot. Die Lieferung der Waren übernehmen Bringmeister, der Lieferdienst von EDEKA, und der Online-Supermarkt food.de. Die Preise sind dieselben wie im Supermarkt. Zu zahlen sind lediglich die Liefergebühren. „Im Mittelpunkt steht bei uns das Rezept. Wir arbeiten unter anderem mit Food-Blogger*innen zusammen, um das Angebot an Rezepten zu erweitern und zu optimieren. Wir wollen unseren Kund*innen die Möglichkeit geben, immer etwas Neues zu entdecken. Die ständige Optimierung der App ist dabei ein sehr komplexer und technisch anspruchsvoller Vorgang“, erklärt Hannes Kübel. Kochen und Einkaufen einfacher machen – das ist die Idee. Und da sich jeder Mensch jeden Tag ernähren muss, ist der Markt enorm groß.

Die Zukunft wird vielfältig

Das Potenzial von Foodly haben auch sieben in der Start-up-Szene bekannte Business Angels erkannt und investierten 2019 eine mittlere sechsstellige Summe in das junge Unternehmen. Und dem Foodly-Team ist noch ein weiterer Coup gelungen: Sie konnten den ehemaligen Online-Marketingchef vom Koch-Box-Anbieter Marley Spoon, Andri Fried, als „Late-Co-Founder“ ins Team holen.

Momentan arbeitet das Team intensiv daran, Foodly im deutschsprachigen Raum weiter auszubauen und neben dem veganen Angebot noch weitere Ernährungsweisen und Unverträglichkeiten, zum Beispiel Low Carb, laktosefrei oder glutenfrei, anzubieten.