Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung

Clara von Simson-Preis

Die besten Studienabschlussarbeiten (Diplom, Master) von Absolventinnen der TU Berlin, vorrangig aus den Natur- bzw. Technikwissenschaften, werden jährlich mit dem Clara von Simson-Preis prämiert. Der Preis wurde erstmals im Jahr 2007 auf Initiative der damaligen Zentralen Frauenbeauftragten an herausragende Absolventinnen verliehen.    

PREISTRÄGERINNEN 2022

Wir gratulieren den Preisträgerinnen sehr herzlich und wünschen Ihnen viel Erfolg in ihrem weiteren Werdegang.

Der 1. Preis (3000,00 Euro) geht an Josefine Gottschalk.

Die Abschlussarbeit mit dem Titel „Scratching below the surface: Is the Maritime Spatial Planning of the European Union ready for Adequate Marine Conservation?“ ist von außergewöhnlich hoher Qualität und thematisiert dabei ein Kernproblem nachhaltiger Entwicklung unserer Meere.

Die Arbeit ist der praxisbezogen und bezieht unterschiedliche Studienrichtungen mit ein.
Frau Gottschalk war ehrenamtlich im Bereich Sport, im Bereich Klima und in einer Studierendeninitiative, die sich für einen weltweit gerechteren Zugang zu Bildung einsetzt, aktiv.
 

Der zweite Preis (1500,00 Euro) wird dieses Jahr doppelt vergeben an Elizaveta Klioner und Xhorxhina Taraj.

Die Abschlussarbeit von Elizaveta Klioner mit dem Titel „Georeferencing for ADCS Monitoring: A Proof of Concept for the TUBiX20 Satellite Platform“ beschäftigt sich mit der Erweiterung der Lagebestimmung für den am Fachgebiet Raumfahrttechnik entwickelten und gestarteten TUBIN-Satelliten unter Nutzung von georeferenzierten Satellitenbildern.

Elizaveta Klioner engagierte sich hochschulintern.

In ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel “Online Crowdsourcing in Healthcare: A structured Empirical Analysis“ hat Xhorxhina Taraj effizient zur Datenanalyse einer renommierten medizinischen Plattform und zur Entwicklung von Crowdsourcing-Literatur aus der Perspektive des Information System Managements beigetragen.

Xhorxhina Taraj hat sich im Studierendenwohnheim engagiert und sich im während der Pandemie um Aktivitäten gekümmert, die der mentalen Gesundheit der Mitbewohner*innen geholfen haben.

Der dritte Preis (750,00 Euro) geht an Ela Brezina

In ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel „Techno-ökonomische Analyse eines regenerativen Wasserstoffsystems in dezentralen Energiekonzepten“ widmet sich Ela Brezina aus ingenieurstechnischer Perspektive der dezentralen Versorgung und Speicherung von Energie mit einem Batterie- und Wasserstoffspeichersystem durch photovoltaische Stromerzeugung.

Ela Brezina war in diversen Hochschulgremien aktiv und engagiert sich ehrenamtlich u.a. in einer Anlaufstelle für geflüchtete Frauen.

In einer Festveranstaltung am 19.01.2023 wurden sowohl die diesjährigen als auch die Preisträgerinnen der vergangenen Jahre ausgezeichnet.

 

Kontakt

Tanja Fagel

2. Stv. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

tanja.fagel@tu-berlin.de

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Clara von Simson

Der Name des Preises nimmt Bezug auf die Wissenschaftlerin und Politikerin Dr. Clara von Simson, die 1951 als erste Frau im Fach Physik der TU Berlin habilitierte und als Privatdozentin die erste Grundordnung der TU Berlin vonseiten des Mittelbaus mitgestaltete. Später war sie Leiterin der Lette-Schule, setzte sich schon sehr frühzeitig für die Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen ein, war als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Landespolitik auch frauenpolitisch aktiv und bekam 1966 die Ehrensenatorinwürde des Akademischen Senats der Technischen Universität Berlin verliehen.

Mit der Stiftung des Clara von Simson-Preises ehrt die Technische Universität Berlin diese bemerkenswerte Wissenschaftlerin, die bis heute unvergessen ist. Es gibt nur wenige Berlinerinnen, die nach dem Zweiten Weltkrieg am demokratischen Aufbau der Stadt und einiger ihrer Institutionen in vergleichbarer Weise beteiligt waren, wie Clara von Simson. Sie war es auf Universitäts- und Fachschulebene, auf partei- und frauenpolitischem Gebiet ebenso wie auf wissenschaftlichem und wissenschaftspolitischem Terrain.

In der Person Clara von Simsons finden sich eine Reihe von Talenten und Fähigkeiten vereint, die sie in die Lage versetzten, über ihre eigenen Interessen hinaus den Gesamtzusammenhang der Dinge zu erkennen und entsprechend zu handeln. Sie darf mit Fug und Recht „eine der ungewöhnlichsten Frauen“ im Nachkriegs-Berlin genannt werden.