Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung

Glossar

Auszüge aus dem Leitfaden für geschlechtersensible Sprache des KFG

Cis ist der Gegenbegriff zu trans. Als cis oder cisgeschlechtlich werden Personen bezeichnet, die sich dem Geschlecht zugehörig fühlen, das aufgrund körperlicher Merkmale in ihrer Geburtsurkunde vermerkt wurde.

Als dyadisch werden Menschen bezeichnet, die nicht inter sind, deren Körper also den medizinischen Normen von männlichen oder weiblichen Körpern entsprechen.

Als inter oder intergeschlechtlich werden Personen bezeichnet, deren Körper nicht den medizinisch bzw. gesellschaftlich konstruierten Normen eines weiblichen oder männlichen Körpers entsprechen. Intergeschlechtlichkeit kann eine pathologisierende Diagnose sein. Inter kann auch eine Geschlechtsidentität sein, genauso wie dyadische Personen können inter Personen aber eine weibliche, männliche oder transgeschlechtliche Identität haben.

Nonbinär (bzw. nichtbinär oder enby als englischsprachige Aussprache der Abkürzung NB für nonbinary) oder genderqueer sind Personen, die ihre Geschlechtsidentität nicht den Kategorien Frau oder Mann zuordnen, sondern die sich jenseits, dazwischen oder in beiden Kategorien verorten.

Als trans (oder transgeschlechtlich, transgender und transident) bezeichnen sich Personen, die sich nicht, nicht nur oder nicht ausschließlich dem Geschlecht zugehörig fühlen, das ihnen bei der Geburt aufgrund körperlicher Merkmale zugeschrieben wurde. Manche trans Personen fühlen sich »dem anderen« bzw. einem anderen Geschlecht zugehörig, manche fühlen sich gar keinem Geschlecht zugehörig.

Neben diesen gibt es eine Vielfalt an Selbstbezeichnungen (einige davon finden sich im queer Lexikon).